Pfarrkirche St. Martin (Staatz)

Pfarrkirche St. Martin

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Martin in Staatz in Niederösterreich befindet sich im Nordosten des Marktes am Fuß der Staatzer Klippe. Die Kirche wurde 1906/1907 an der Stelle einer älteren Kirche erbaut. Eine Pfarre Staatz bestand bereits vor 1100. Im Jahr 1766 wird sie als Propsteipfarre genannt. Heute gehört sie zum Dekanat Laa-Gaubitsch. Die Kirche steht, wie der südlich davon gelegene Pfarrhof, die ehemalige Propstei, unter Denkmalschutz.

Inhaltsverzeichnis

Äußeres

Die 1906/07 erbaute, neoromanische Kirche besteht aus einem Langhaus mit eingezogenem, polygonalem Chor und einem Nordturm. Die Fassade ist reich gegliedert. Die westliche Giebelfassade verfügt über ein Rundbogenfries und einen übergiebelten Portalvorbau mit Säulen, einer Fensterrosette und zwei Biforienfenstern darüber. Der schlanke, viergeschossige Turm mit östlichem Treppenturm hat ein Rundbogenfries, rundbogige Schallfenster und ein Zeltdach hinter trapezförmigen Blendgiebeln. Südlich des Chores steht ein zweigeschossiger Anbau.

An der Kirche sind mehrere Grabsteine zu sehen: eine rotmarmorne Grabplatte mit Inschrift und Wappen der Breiner, datiert 1589 und 1631; Erhard Schilch mit Kreuz und Schild, 1450; ein rotmarmorner Grabstein, bezeichnet mit 1486.

Inneres

Die Quertonne des vierjochigen Langhauses ruht mit Gurtbögen auf Halbsäulen mit Basen und Blattkapitellen. Im Westen erhebt sich auf Pfeilern die Orgelempore. Zwischen Langhaus und Chorbereich ist ein eingezogener, rundbogiger Triumphbogen. Die konchenförmige Apsis verfügt über ein Gesims. An Gewölbe und Seitenwänden sind Dekorationsmalereien. Die Wandmalerei im Langhaus stellt die Mantelspende des hl. Martin dar. Im Chor ist Christus mit Heiligen abgebildet. Die figurale Glasmalerei an den Fenstern stammt aus der Bauzeit der Kirche.

Ausstattung

Der neugotische Hochaltar besteht aus einem Aufbau mit Schnitzfiguren der Heiligen Martin, Petrus und Paulus. Die neugotischen Seitenaltäre, ein monumentales Kruzifix sowie die übrige Ausstattung wurden im 20. Jahrhundert angefertigt. Die Orgel ist ein Werk von Franz Capek aus dem Jahr 1907.

Ein barockes Bild des Kirchenpatrons Martin in der Sakristei ist mit 1728 bezeichnet. Ein weiteres Bild, das aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt, stellt die Kreuzabnahme Jesu und die Anbetung der Heiligen Drei Könige dar. Zur weiteren Ausstattung zählen barocke Schnitzfiguren von Gottvater und Sohn.

Die Glocken der Kirche wurden 1674 und 1675 von Balthasar Heroldt gegossen.

Literatur

Weblinks

48.6777916.49187Koordinaten: 48° 40′ 40″ N, 16° 29′ 31″ O