Pfarrkirche St. Vitus (Laa a.d. Thaya)

Ansicht der Kirche

Die römisch-katholische Stadtpfarrkirche St. Vitus, auch St. Veit in Laa an der Thaya, ist dem Märtyrer und Nothelfer Veit geweiht. Sie gilt als eine der größten spätromanischen Kirchenbauten in Niederösterreich, der heute noch erhalten ist.[1]

Das Gebäude ist nach § 2a des österreichischen Denkmalschutzgesetzes als Denkmal geschützt.[2]

Baugeschichte

Der Bau der Kirche in Form einer spätromanisch-frühgotischen Pfeilerbasilika wurde um 1240 begonnen und im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts vorerst vollendet. Er weist in seinem Grundriss eine typisch romanische Struktur in Form eines lateinischen Kreuzes auf. Das Kirchenschiff ohne Turm ist 51 Meter lang und das Querschiff 26,5 Meter breit. Erst um 1400 wurde die Westfassade um den 52 Meter hohen Turm ergänzt. Ab 1700 wurden Hauptportal und Innenraum im Stil des Barock neugestaltet.[3]

Ausstattung

Der barocke Hochaltar des Bildhauers Ignaz Lengelacher wurde 1745 geweiht. Er stellt in plastisch-räumlicher Darstellung das Martyrium des Heiligen Veit, begleitet von zwei überlebensgroßen Figuren seiner Zieheltern, dar. Über dem Altar findet sich das Wappen des Stifters Joseph Anton Schiffer von Schifferstern.

Derselbe Stifter gab die 1756 eingebaute barocke Kanzel des Bildhauers Paul Oswald in Auftrag. Von seinen ehemals vier, die heiligen Evangelisten darstellenden Putten sind nur noch drei erhalten. Drei Reliefbilder mit biblischen Szenen ergänzen das Werk.

Einzelnachweise

  1. Kurzführer der Kirche
  2. Niederösterreich unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz Stand: 6. Juni 2012, Seite 169, gesehen am 12. September 2012
  3. Kurzführer der Kirche

48.722716.3871Koordinaten: 48° 43′ 21,7″ N, 16° 23′ 13,6″ O