Pharmig

Die Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs ist die wichtigste Interessenvertretung der Pharma-Industrie in Österreich und wurde 1954 als Interessenvertretung der österreichischen Arzneimittelwirtschaft gegründet. Sie ist die freiwillige, parteipolitisch unabhängige Interessenvertretung der österreichischen pharmazeutischen Industrie und vertritt diese mit einer Stimme auf nationaler und internationaler Ebene. Die Pharmig hat ihren Sitz in Wien.

In der Pharmig haben sich rund 120 Unternehmen mit ca. 10.000 Mitarbeitern zusammengeschlossen, die den Arzneimittelmarkt zu annähernd 100 Prozent abdecken und einen Exportüberschuss von über 700 Millionen Euro erwirtschaften. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig erforschen, entwickeln und vermarkten Arzneimittel für eine hochwertige Gesundheitsversorgung und unterstützen das Gesundheitssystem durch Verfügbarmachen von zutreffender, ausgewogener Information über Medikamente.

Die Pharmig gibt – im Rahmen ihres Verständnisses einer gesellschaftspolitischen Verantwortung der pharmazeutischen Industrie – Impulse für Qualität und Versorgungssicherheit des Gesundheitswesens und setzt sich für die Stärkung des Pharma- und Forschungsstandorts Österreich ein. Die Pharmig unterstützt als anerkannter und kompetenter Systempartner mit ihrer hohen Fachexpertise die Entscheidungsträger im Gesundheitswesen. Dabei fordert die Pharmig faire, verlässliche und planbare Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Industrie ein.

Letztlich ist es oberstes Ziel des Handelns der Pharmig als Verband, als auch Ziel der unternehmerischen Aktivitäten der Pharmaindustrie, durch den vernünftigen Einsatz von Medikamenten die Gesundheit aller Menschen in Österreich zu verbessern.

Heute hat der Verband rund 120 Mitgliedsunternehmen (Stand: Oktober 2011), die den Arzneimittelmarkt zu annähernd 100 Prozent abdecken.

Alle Funktionäre arbeiten ehrenamtlich. Präsident der Pharmig (Funktionsperiode 2010 bis 2013) ist Dr. Robin Rumler. Oberstes Entscheidungsgremium der Pharmig ist der Vorstand, der für eine Funktionsperiode von drei Jahren gewählt wird; an der Spitze stehen der Präsident und zwei Vizepräsidenten.

Die operative Leitung der Pharmig obliegt dem Generalsekretär, seit 2004 ist dies Dr. Jan Oliver Huber. Die Pharmig versteht sich als zentrale, wettbewerbsneutrale Service-Einrichtung für ihre Mitgliedsunternehmen und deckt alle für die Pharmawirtschaft relevanten Themenfelder ab:

  • Sozialversicherungsrecht
  • Rahmen-Pharmavertrag
  • Distribution
  • Gesundheitsökonomie und Erstattung
  • Herstellung und Qualitätssicherung
  • Klinische Forschung
  • OTC, Homöopathie, Phytopharmaka
  • Pharmakovigilanz
  • Plasmaproteine
  • Seltene Erkrankungen
  • Verhaltenscodex & Compliance
  • Zulassung

Fachausschüsse und Arbeitskreise zu diesen Themenfeldern werden von den Mitgliedsunternehmen beschickt, die Mitgliedsfirmen sind also aktiv in die Verbandsarbeit eingebunden.

Ziele der Pharmig

Der Zusammenschluss der Pharmaunternehmen in Österreich zu einer Interessenvertretung entstand aus dem gemeinsamen Bestreben die Gesundheit aller Menschen in Österreich durch einen vernünftigen Einsatz von Medikamenten zu verbessern. Neben der genannten Zielsetzung verfolgt die Pharmig derzeit folgende weitere Ziele:

Optimale Versorgung der Bevölkerung in Österreich mit Medikamenten

  • Bundesweit gleiche Leistungen bei gleichen Versicherungsbeiträgen
  • Rascher Zugang zu innovativen Medikamenten für alle Patienten
  • Keine willkürliche Einschränkung der Therapiefreiheit des Arztes

Stärkung der Patientenrechte

  • Anhörungs- und Mitspracherechte im Gesundheitswesen
  • Zugang zur objektiven Arzneimittelinformation der Pharmazeutischen Industrie
  • Finanzielle Absicherung von Selbsthilfegruppen durch die öffentliche Hand

Förderung der Therapietreue der Patienten

  • durch Zusammenwirken aller Partner im Gesundheitswesen
  • Unterstützende Programme speziell für chronisch Kranke Stärkung des Standorts Österreich
  • Arzneimittel sind Investitionen in die Zukunft
  • Faire Preisgestaltung für Arzneimittel
  • Wettbewerbsfähigkeit durch vernünftige Rahmenbedingungen
  • Forschungs- und bildungsfreundliche Politik
  • Wirtschaftsfreundliches Klima zur nachhaltigen Wertschöpfung

Effizienz und Transparenz im Gesundheitswesen

  • Einbindung der Pharmaindustrie als Systempartner und Experte in gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse
  • Reduzierung der Spitalslastigkeit
  • Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und niedergelassenem Bereich
  • Schlankere Verwaltungsstrukturen und Abbau von Gesundheitsbürokratie
  • Transparente Verantwortung und Finanzierung, sowie einheitliche Rechnungslegung aller Krankenkassen

Weblinks