Philip Tiedemann

Philip Tiedemann (* 1969 in Gießen) ist ein deutscher Regisseur.

Laufbahn

Philip Tiedemann arbeitete von 1990 bis 1992 an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau, 1992 wechselte er zum Theater Basel, 1994 zum Theater Bremen. Zwischen 1995 und 1999 inszenierte er am Burgtheater. Seit 1999 arbeitet er am Berliner Ensemble, wo er unter der Intendanz von Claus Peymann drei Jahre lang Oberspielleiter war. Mit Claus Peymann verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit. Als Regieassistent war er an den obengenannten Theatern bei Regisseuren wie Ulrich Brecht, Jürgen Kruse, Robert Hunger-Bühler, Günther Gerstner, Christian Pade, B. K. Tragelehn, Thomas Schulte-Michels, Markus Dietz, Johannes Klaus, Ernst Theo Richter, Ursel und Karl-Ernst Herrmann, Frank-Patrick Steckel, Tamás Ascher und Claus Peymann tätig.

Bekannt wurde er durch die Inszenierung der Dramolette von Thomas Bernhard, die unter dem Titel Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen im Wiener Akademietheater in der Spielzeit 1998-1999 und am Berliner Ensemble 2001 aufgeführt wurden.

Inszenierungen

  • 1996: Fümms Bö Wö Tää Zää Uu & Ribble Bobble Pimlico von Kurt Schwitters, im Vestibül/Burgtheater Wien. (Übernahme 2000 an das Berliner Ensemble)
  • 1997: Publikumsbeschimpfung von Peter Handke, Akademietheater Wien.(Übernahme in das Burgtheater Wien)
  • 1998: Bibapoh von Franzobel nach Mozart, Uraufführung im Kasino am Schwarzenbergplatz Wien.
  • 1998: Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen von Thomas Bernhard, Akademietheater Wien (Einladung zum Berliner Theatertreffen 1999, Übernahme 2000 an das Berliner Ensemble)
  • 1999: Kaspar von Peter Handke, Kasino am Schwarzbergplatz Wien.
  • 1999: Der Ignorant und der Wahnsinnige von Thomas Bernhard, Berliner Ensemble (Koproduktion mit Klagenfurt).
  • 2000: Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade von Peter Weiss, Berliner Ensemble.
  • 2000: Jandls Humanisten von Ernst Jandl, Berliner Ensemble.
  • 2000: Die Kleinbürgerhochzeit von Bertolt Brecht, Berliner Ensemble.
  • 2001: Bildbeschreibung von Heiner Müller, Berliner Ensemble.
  • 2001: Der Stellvertreter von Rolf Hochhuth, Berliner Ensemble.
  • 2001: Ich liebe dieses Land von Peter Turrini, Uraufführung am Berliner Ensemble.
  • 2002: Spiel von Samuel Beckett, Schauspielhaus Leipzig.
  • 2002: Quodlibet / Die kahle Sängerin von Peter Handke / Eugène Ionesco, Berliner Ensemble.
  • 2002: Die Bergbahn von Ödön von Horváth, Düsseldorfer Schauspielhaus.
  • 2003: Die Zeit der Plancks von Sergi Belbel, österreichische Erstaufführung am Burgtheater, Wien.
  • 2003: innerhalb des gefrierpunkts von Anselm Glück, Uraufführung im Rahmen des Projektes "Sprachmusik" der Kulturhauptstadt 2003, Koproduktion Graz Kulturhauptstadt 2003, Schauspielhaus Graz und Düsseldorfer Schauspielhaus.
  • 2003: Der zerbrochene Krug von Heinrich von Kleist, Düsseldorfer Schauspielhaus.
  • 2004: Tango von Slawomir Mrozek, Schauspiel Leipzig.
  • 2004: Die Goldberg-Variationen von George Tabori, Staatstheater Stuttgart.
  • 2004: Die Macht der Gewohnheit von Thomas Bernhard, Burgtheater Wien.
  • 2005: Endspiel von Samuel Beckett, Staatstheater Stuttgart.
  • 2005: Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing, Düsseldorfer Schauspielhaus.
  • 2005: damals vor graz von Gert Jonke, Uraufführung Schauspielhaus Graz.
  • 2005: 100 Fragen an Heiner Müller von Thomas Oberender und Moritz von Uslar, Uraufführung am Berliner Ensemble.
  • 2006: Brief an die Schauspieler von Valère Novarina, Uraufführung am Düsseldorfer Schauspielhaus.
  • 2006: Oberon von Carl Maria von Weber Uraufführung der neuen Dialogfassung von Gert Jonke, Staatstheater Mainz.
  • 2006: Das Telefonbuch von Hamburg Opera vocis longiquae, Uraufführung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.
  • 2007: Das Fest nach Thomas Vinterberg, Theater in der Josefstadt Wien.
  • 2007: Der Vetter aus Dingsda Operette von Eduard Künneke, Staatstheater Mainz.
  • 2007: Trommeln in der Nacht von Bertolt Brecht, Berliner Ensemble.
  • 2007: 4 1/2 Männer und ich von Arna Aley, Uraufführung am Berliner Ensemble.
  • 2008: Der jüngste Tag von Ödön von Horváth, Theater in der Josefstadt Wien.
  • 2008: Peer Gynt von Henrik Ibsen, Staatstheater Mainz.
  • 2008: Ödipus von Sophokles, Staatstheater Mainz.
  • 2008: Der gute Mensch von Sezuan von Bertolt Brecht, Düsseldorfer Schauspielhaus.
  • 2009: Aus dem Leben der Marionetten von Ingmar Bergman, österreichische Erstaufführung am Theater in der Josefstadt Wien.
  • 2009: Die Hermannsschlacht von Christian Dietrich Grabbe, Städtische Bühnen Osnabrück.
  • 2009: Der Parasit oder Die Kunst sein Glück zu machen von Friedrich von Schiller, Berliner Ensemble.
  • 2010: Karussell Kästner nach Erich Kästner, Berliner Ensemble.
  • 2010: Die Perser von Aischylos, Staatstheater Mainz.
  • 2010: Heldenplatz von Thomas Bernhard, Theater in der Josefstadt Wien.
  • 2010: Immanuel Kant von Thomas Bernhard, Berliner Ensemble.
  • 2011: Antigone von Jean Anouilh / Sophokles, Staatstheater Mainz.
  • 2011: Die Hinterhältigkeit der Windmaschinen von Gert Jonke, Uraufführung an den Städtischen Bühnen Osnabrück.
  • 2011: Besuch bei Mr. Green von Jeff Baron, Schloßparktheater Berlin.
  • 2001: Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill, Theater Chemnitz.
  • 2011: Mercedes von Thomas Brasch, Berliner Ensemble.
  • 2012: Det gode mennesket fra Sezuan von Bertolt Brecht, Det Norske Teatret, Oslo.
  • 2012: Mir fällt zu Hitler nichts ein von Bertolt Brecht und Karl Kraus, Berliner Ensemble.
  • 2012: Happy End von Bertolt Brecht und Kurt Weill, Opernzelt der Städtischen Bühnen Heidelberg.

Auszeichnungen

  • 1999: Einladung von Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen zum Berliner Theatertreffen
  • 1998: für Peter Handkes Publikumsbeschimpfung Förderpreis der Kainz-Medaille.
  • 2010: Preis der Berliner Theatergemeinde: Beste Inszenierung der Saison in Berlin für Der Parasit oder Die Kunst sein Glück zu machen.