Philipp von Podewils

Philipp Freiherr von Podewils (* 14. März 1809 in Amberg; † 25. November 1885 ebenda) war ein königlich-bayerischer Generalleutnant und Fabrikdirektor.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Philipp von Podewils stammte aus der Familie Podewils und begann seine militärische Laufbahn 1825 als Kadett bei der Artillerie der bayerischen Armee. 1830 war er Unterleutnant geworden.[1] Als Major vom Dienst an der Front kommend, trat er 1839 in die Königliche Gewehrfabrik in Amberg ein. Er befasste sich von nun an intensiv mit Handfeuerwaffen, um deren Technik zu verbessern.[2] Er konstruierte 1859 das nach ihm benannte Podewils-Gewehr, den besten Vorderlader seiner Zeit (gezogener Lauf, Expansionsgeschoss (M/58), und wandelte diesen 1868 zum Hinterlader um.[1] Die von ihm erfundenen Gewehre mit gezogenem Lauf wurden ab 1859 bei der bayerischen Armee eingeführt[2] und im Deutschen Krieg von 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 eingesetzt. Podewils leitete ab 1853 als Direktor die Gewehrfabrik und trat 1876 als Generalleutnant der bayerischen Armee in den Ruhestand. Wegen seiner Fürsorge wurde er von den Arbeitern der Gewehrfabrik verehrt, mit mehreren Fackelzügen und bei seinem Begräbnis 1885 mit großer Teilnahme geehrt.[1]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c Heidemarie Sander: Amberger Legenden. Ensdorf 2008, Text von Generalmajor a.D. Josef Dollacker, S. 57 und S. 58.
  2. a b Friedrich Münich: Geschichte der Entwicklung der Bayerischen Armee seit zwei Jahrhunderten. München 1864, S. 459 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).