Philomusen

Die Philomusen (Gesellschaft der Philomusen oder Hetärie der Philomusen) war ein Verein, der sich im 19. Jahrhundert für die Bewahrung des antiken griechischen Erbes und die Unterstützung des modernen Griechentums einsetzte.

Die Gründung des Vereins wurde am Rande des Wiener Kongress von Ioannis Kapodistrias angeregt. Erster Direktor des noch 1815 in München gegründeten Vereins wurde Franz von Baader. Der Mitgliedsbetrag wurde auf 3 Piaster festgesetzt, bei einer jährlichen Spende von 90 Piaster erhielt man den Titel des Wohltäters und bekam einen goldenen Ring mit der Abbildung eines Attischen Obolos und dem Namen des Vereins.[1] Die Mitglieder waren zumeist griechische Kaufleute und Bürger in den Auslandszentren des Griechentums (Wien, Genf, Zürich, München, Leipzig und andere) sowie Akademiker und Philhellenen. Im Gegensatz zur Filiki Eteria verfolgten die Philomusen vornehmlich kulturelle Ziele.

Einzelnachweise

  1.  Die Hetairie der Philomusen. In: Blätter für literarische Unterhaltung. Nr. 34, 17. August 1854, S. 629f. (http://books.google.de/books?id=r2gDAAAAYAAJ&pg=PA629).