Piaggio P.149

Piaggio P.149
Focke-Wulf Piaggio FWP.149D im Flug. Hier die D-EDPO in Privatbesitz, ehemals 91+46 der Bundeswehr.
Focke-Wulf Piaggio FWP.149D im Flug.

D-EDPO, ehemals 91+46 der Bundeswehr

Typ: Schulflugzeug / Verbindungsflugzeug
Entwurfsland: ItalienItalien Italien
Hersteller: Piaggio
Focke-Wulf
Erstflug: 19. Juni 1953
Produktionszeit: 1953– ?
Stückzahl: > 262 Stück

Die Piaggio P.149 ist ein viersitziges, einmotoriges Leichtflugzeug des italienischen Herstellers Piaggio Aero Industries. Das Flugzeug ist in Ganzmetallbauweise gefertigt und unter bestimmten Bedingungen kunstflugtauglich. Es entstand Anfang der 1950er-Jahre und wurde vornehmlich als ziviles und militärisches Schul- und Verbindungsflugzeug in verschiedenen Staaten eingesetzt.

Größter Nutzer des Flugzeugs war die deutsche Bundeswehr, die wenigstens 262 Exemplare des Flugzeugs beschaffte und diese von 1957 bis 1990 einsetzte. Während der militärischen Einsatzzeit zeigten sich teilweise erhebliche Mängel am Luftfahrzeug, die jedoch ausnahmslos behoben werden konnten. Das Flugzeug gilt heute als gutmütig im Flugverhalten und technisch als zuverlässig.

Flugzeuge dieses Typs sind nach ihrer kommerziellen oder militärischen Nutzung oft in private Hand gegangen und werden vornehmlich als Reiseflugzeug genutzt. Die Piaggio P.149 hat in Fliegerkreisen den Spitznamen „Pitschi“.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Entstehung und Typenbezeichnung

Die Piaggio P.148 ist das Vorgängermodell der P.149.

Das Unternehmen Piaggio entwickelte zu Beginn der 1950er-Jahre ein zweisitziges Spornradflugzeug, das sich zur Anfänger- und Kunstflugschulung eignete. Nach rund sechs Monaten Entwicklungs- und Bauzeit wurde am 12. Februar 1951 der erste Prototyp unter der Bezeichnung P.148 fertiggestellt. Bei der P.148 handelte es sich – wie bei ihrer Nachfolgerin – um einen freitragenden Tiefdecker, der im Gegensatz zur P.149 über ein starres Spornradfahrwerk verfügte. Angetrieben wurde die P.148 von einem Lycoming O-435. Nach einer Erprobung orderte die italienische Luftwaffe 100 Stück des Musters.[1]

Dieser Erfolg regte das Unternehmen Piaggio zu einer Weiterentwicklung der P.148 an. Im Zuge dessen wurde die Anzahl der Sitzplätze durch eine deutliche Vergrößerung der Kabine auf vier erhöht, das starre Spornradfahrwerk wich einem einziehbaren Bugfahrwerk und die Motorleistung wurde durch den Einsatz des GO-480 auf 274 PS erhöht. Durch diese Änderungen entstand ein viersitziges voll kunstflugtaugliches Reiseflugzeug, das am 19. Juni 1953 zum Erstflug abhob.[1]

Bauzeit, Produktionsstätten und Stückzahlen

Die erste P.149 absolvierte ihren Jungfernflug am 19. Juni 1953.[1][2] Wann und wo die letzte P.149 produziert wurde, kann nicht mit Sicherheit nachvollzogen werden. Die P.149 wurde in verschiedenen Versionen in Italien bei Piaggio Aero Industries in Genua gefertigt. Wegen der großen Nachfrage aus der Bundesrepublik Deutschland, wurde das Flugzeug auch bei Focke-Wulf in Bremen in Lizenz gebaut. Bei den in Bremen gefertigten Flugzeugen handelt es sich um Flugzeuge der Variante P.149D, die entsprechend der Herstellerfirma mit den Zusatzbuchstaben „FW“ für Focke-Wulf vor der Musterbezeichnung versehen wurde – also FWP.149D.[3]

Die Quellen machen keine Angaben über die Gesamtproduktionszahlen, sind sich aber darüber einig, dass die Bundesluftwaffe mit Abstand der größte Abnehmer des Flugzeugs war, wobei auch hier die Abnahmezahlen zwischen 262[1], 265[4] und 266[2] variieren.

Konstruktion

Konstruktionsform

Künstlerische Seitenansicht einer P.149D der Bundesluftwaffe

Das Flugzeug ist ein freitragender Tiefdecker und wurde aus Leichtmetall in Ganzmetallbauweise hergestellt. Das Flugzeugmuster ist viersitzig, wobei je zwei nebeneinanderliegende Sitze hintereinander in einer geschlossenen Kabine angeordnet sind. Der Führersitz ist vorne links. Das Flugzeug besitzt Doppelsteuer, ist also sowohl vom linken als auch vom rechten Sitz steuerbar. Das Fahrwerk ist als Bugfahrwerkskonstruktion ausgelegt und elektrisch einziehbar. Das Flugzeug verfügt über Landeklappen. Die P.149 ist kunstflugtauglich, sofern ein zulässiges Gesamtgewicht von 1470 kg nicht überschritten wird und das Flugzeug mit maximal zwei Personen besetzt ist.[5] Siehe dazu auch: Technische Daten

Motorisierung

Hauptartikel: Lycoming O-480
Ein GO-480 im Royal Military Museum in Brüssel

Die P.149 ist mit einem Triebwerk des US-amerikanischen Herstellers Lycoming ausgestattet. Es handelt sich um einen Boxermotor mit Untersetzungsgetriebe des Typs GO-480. In der Typenbezeichnung des Motors ist die Bauart durch die Kennbuchstaben G für geared (eng.: verzahnt) und O für opposed (eng.: gegenüberliegend) verschlüsselt dargestellt. Der Motor verfügt über rund 7,8 Liter Hubraum und leistet bei 3400/min 274 PS. Die zulässige Dauerleistung des Motors liegt bei 264 PS, wobei der Kraftstoffverbrauch dann bei rund 60 Litern pro Stunde liegt. Dieser Motor wurde auch in der Dornier Do 27 eingesetzt, wodurch die Stückzahlen dieses Motors bei der Bundeswehr anstiegen. Daher wurde der Motor seinerzeit bei BMW in Lizenz gefertigt.[2] Auch Piaggio hatte eine Lizenz zum Fertigen des Motors.[3]

Schwachpunkte der Konstruktion

Während des Betriebes der P.149 wurden teils erhebliche Konstruktionsmängel offensichtlich. Diese betrafen vor allem das Fahrwerk und die Tragflächenaufhängung. Die Mängel waren teils derart gravierend, dass zeitweise der gesamte Flugzeugbestand mit Startverbot belegt wurde.

In Folge einer Notlandung mit eingezogenem Fahrwerk wurde das betroffene Flugzeug zerlegt und auf Mängel untersucht. Dabei fielen dem zuständigen Personal deformierte vordere Flügelanschlussbolzen auf. Im Anschluss wurde der gesamte Flugzeugbestand auf diesen Mangel hin untersucht und mehrfach die gleiche Beschädigung festgestellt. Durch den Einsatz von Bolzen mit höherer Festigkeit konnte der Mangel 1960 an allen Flugzeugen behoben werden.[1]

Im Betrieb des Flugzeugs fanden auffällig oft Bauchlandungen statt, da sich das Fahrwerk häufig nicht ausfahren ließ. Auch die Notvorrichtung zum Ausfahren des Fahrwerks versagte in diesen Fällen. Als Ursache für dieses Schadensbild stellte sich ein Kreuzgelenkbolzen der Fahrwerksspindel heraus. Um das Problem zu beseitigen, wurde der Bolzen größer dimensioniert und an allen Flugzeugen des Typs getauscht.[1]

Ein weiterer Schwachpunkt sind die Trudeleigenschaften der P.149. Das Flugzeug ist zwar schwer ins Trudeln zu bringen, muss aber, einmal ins Trudeln gebracht, innerhalb weniger Trudelumdrehungen wieder ausgeleitet werden. Wird das Trudeln nicht zügig beendet, neigt die P.149 dazu, in das Flachtrudeln überzugehen, aus dem sich das Flugzeug kaum wieder herausbringen lässt. Diesem Schwachpunkt wurde mit genauen Symmetrievermessungen und gegebenenfalls Einstellung begegnet, was die Neigung zum Flachtrudeln erheblich verminderte.[1]

Der Flugzeugtyp gilt heute als Flugzeug mit einem gutmütigen Flugverhalten und technisch als zuverlässig.[6]

Modelle

Die Grundversion der P.149 wurde entsprechend den Wünschen der Auftraggeber modifiziert und mit einem zugehörigen Kennbuchstaben versehen. Zu den Versionen gehörten die P.149D als Version für die deutsche Bundeswehr, die P.149E, für die schweizerische Luftverkehrsschule und die P.149U für die ugandische Luftwaffe. Eine Sonderrolle nimmt die FWP.149D ein, bei der es sich um einen deutschen Lizenzbau der P.149D handelt. Siehe dazu auch Abschnitt: Bauzeit, Produktionsstätten und Stückzahlen.

Nutzung

Die P.149 wurde in Ihren verschiedenen Versionen vor allem zur Anfängerschulung und als Verbinungsflugzeug eingesetzt. Dies beinhaltete sowohl zivile, als auch militärische Nutzung in verschiedenen Nationen.

Deutschland Deutschland

Die Bundeswehr setzte die P.149 ab Mai 1957 als Trainer ein, aber auch die Marine verwendete zwölf Maschinen dieses Typs unter anderem bei der Marine-Dienst- und Seenotstaffel. Die deutschen P.149 wurden zum großen Teil bei Focke-Wulf als P.149D in Lizenz gefertigt.

Israel Israel

In den 1960er-Jahren unterstütze Israel mehrere afrikanische Staaten, zu denen auch Uganda gehörte, beim Aufbau ihrer Luftwaffen. Im Jahre 1968 endete die Kooperation mit Uganda, das im Zuge des Aufbaus der Luftwaffe einige P.149 angeschafft hatte. Mit Beendigung der Kooperation wurden vier ugandische P.149 nach Israel verkauft. Dort dienten sie als leichte Transport- und Verbindungsflugzeuge, behielten die ugandische Lackierung, trugen aber israelische Hoheitszeichen. Im Jahre 1971 stellte die israelische Luftwaffe die P.149 außer Dienst. Eines der vier Flugzeuge war zu diesem Zeitpunkt bereits durch einen Unfall zerstört worden, die verbliebenen Exemplare wurden nach Übersee verkauft.[7]

Österreich Österreich

Die österreichischen Luftstreitkräfte nutzen eine P.149D von 1958 bis 1965.[8]

Nigeria Nigeria

Im Jahre 1962 stimmte die nigerianische Nationalversammlung dem Aufbau einer landeseigenen Luftwaffe zu. Am Aufbau waren diverse Staaten beteiligt, vor allem aber die Bundesrepublik Deutschland, die 1963 den Vertrag zum Aufbau der nigerianischen Luftwaffe unterzeichnete. Neben Personal, Ausbildung und Material gehörten auch 14 Piaggio P.149D für die Anfängerschulung zum Vertragsumfang.[9]

Tansania Tansania

Die Luftwaffe dieses Landes erhielt 1965 im Rahmen eines Kooperationsprogramms mit der Bundesrepublik Deutschland acht Flugzeuge des Typs P.149.[10]

Uganda Uganda

Die Luftwaffe von Uganda erhielt drei Flugzeuge mit der Bezeichnung P.149U, die eine militärische Abwandlung der P.149 war.[8] Andere Quellen sprechen auch von Flugzeuglieferungen der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen von Wirtschaftshilfen an Uganda.[6] Wie viele Flugzeuge im Rahmen dieser Wirtschaftshilfe geliefert wurden und ob es sich dabei um die drei Flugzeuge mit der Bezeichnung P.149U handelte, bleibt dabei offen.

Schweiz Schweiz

Die schweizerische Luftverkehrsschule SLS suchte am Ende der 1950er- bzw. Anfang der 1960er-Jahre nach einem neuen Standard-Schulflugzeug. Aus der Überprüfung verschiedener Muster durch erfahrene Fluglehrer ging die P.149 als Sieger nach Punkten hervor, woraufhin die SLS bei Piaggio mehrere Flugzeuge bestellte. Am 20. April 1961 wurde die erste von fünf P.149E aus Italien in die Schweiz überführt. Bis zum 23. September 1965 waren alle in Italien bestellten Flugzeuge geliefert. Zwischen 1970 und 1991 wurden sieben weitere Flugzeuge des Musters P.149D von Focke-Wulf an die SLS geliefert. Die letzten bei der SLS im Betrieb befindlichen P.149 wurden 1997 ausgemustert.[11]

Zwischenfälle

Die hier genannten Zwischenfälle erheben keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit.

Militärische Zwischenfälle der Bundeswehr

Gedenkstein für die beiden verstorbenen Flieger der Bundeswehr am Dörenberg
In Privatbesitz befindliche P.149D in Bundeswehrlackierung

Im folgenden werden die militärischen Zwischenfälle in der Einsatzzeit der P.149D bei der Bundeswehr gelistet, soweit sie bekannt sind. [12] Dabei sollte es nicht verwirren, wenn in der Auflistung auch zivile Luftfahrzeugkennungen erscheinen, da die Schulungsmaschinen teilweise bei der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa zugelassen waren.

  • Am 13. August 1958 verunglückte die DAA+392 in Nörvenich, wobei vier Insassen verletzt wurden.
  • Am 25. Juli 1958 wurden bei einer Notlandung bei Wüstenbruck nahe Ansbach mit der AS+464 zwei Luftfahrzeugführer leicht verletzt.
  • Am 5. September 1958 hatte die BA+394 eine folgenschwere Bodenberührung, bei der der Luftfahrzeugführer getötet und drei Passagiere verletzt wurden.
  • Am 30. Juni 1959 verunglückte die BA+391 im Manyas See in der Türkei. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt.
  • Am 17. August 1959 hatte die DB+392 Bodenberührung am Boßler wobei eine Person getötet wurde.
  • Am 14. Juli 1960 verunglückte die AS+424 bei Diepholz, wobei zwei Luftfahrzeugführer schwer verletzt wurden.
  • Am 18. Januar 1962 starben zwei junge Flugzeugführer in der JC+389 infolge einer Baumberührung am Dörenberg bei Bad Iburg (siehe Bild).
  • Am 10. April 1963 musste die DF+391 bei Lingen notlanden.
  • Am 30. Juni 1964 stürzte die D-EFDI in die Elbe. Der Flugzeugführer kam dabei ums Leben.
  • Am 29. März 1965 stürzte die BF+411 bei Blöcktach ab. Der Flugzeugführer kam dabei um Leben.
  • Am 13. Juni 1965 kamen vier Insassen der EA+392 in Niederschönenfeld bei einem Absturz um Leben.
  • Am 16. Januar 1968 kollidierte die D-EJCO in der Nähe des Flughafens Bremen mit einer Lockheed C-140. Die beiden Flugzeugführer der P.149D kamen bei dem Unfall ums Leben. Die C-140 konnte in Bremen notlanden.[13]
  • Am 8. Mai 1968 kollidierten zwei P.149D bei Tutzing. Der Flugzeugführer der 91+06 verunglückte dabei tödlich, während die 91+67 auf einem Feld notlanden konnte und die Insassen verletzt wurden.
  • Am 15. Mai 1968 musste die 91+87 in Frankreich notlanden, wobei die drei Insassen verletzt wurden.
  • Am 21. September 1968 kam der Pilot der 90+90 nach einem Absturz bei Bernbach ums Leben.
  • Am 9. Mai 1969 kollidierte die 91+97 bei Filmaufnahmen mit einem Lastfallschirm, der bei Forstwiesen aus einer Transall C-160 abgesetzt wurde. Der Luftfahrzeugführer und zwei Kameramänner kamen ums Leben.
  • Am 19. April 1970 stürzte die 90+61 bei Karlsruhe nach einer Baumberührung ab. Die beiden Luftfahrzeugführer und der Redakteur einer Lokalzeitung kamen dabei ums Leben.
  • Am 1. Juli 1970 stürzte die 92+26 in Rudingshain im Vogelsberg ab. Ein Insasse wurde getötet, zwei weitere verletzt.
  • Am 1. Juni 1978 wurden zwei Insassen der 91+44 in Kaufbeuren getötet.

Zivile Zwischenfälle

  • Am 27. April 2008 kamen beide Insassen einer P.149D beim Landeanflug auf den Sonderlandeplatz Torgau-Beilrode ums Leben, nachdem das Flugzeug im Bereich des linken Queranflugs aus geringer Höhe nach Links abkippte. Zuvor nahmen Zeugen unregelmäßigen Motorlauf des Flugzeugs wahr.[14]

Besonderheiten

Die besondere Vernietung einer FWP.149D mit bunter Hervorhebung der Buchstaben „FWP“.

Die bei Focke-Wulf in Bremen in Lizenz gebauten Versionen FWP.149D weisen als eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zu den italienischen Originalversionen der P.149 eine spezielle Vernietung am Rumpf auf. Hier wurden die Buchstaben „FWP“ ineinander verschachtelt in den Rumpf genietet. Die Buchstaben stehen für Focke-Wulf Piaggio.

In Pilotenkreisen hat das Flugzeug den Spitznamen „Pitschi“[6], wobei die Schreibweise des Spitznamens (Piggi) an den Herstellernamen angelehnt ist.[15] Bei der Aussprache von „Pitschi“ wird das „t“ meist weich, und das „sch“ meist stimmhaft gesprochen (Pidji).

Technische Daten

Cockpit einer FWP.149D
Kenngröße Daten der FWP.149D[5]
Länge 8,78 m
Flügelspannweite 11,12 m
Flügelfläche 18,81 m²
Höhe 3,00 m
Radabstand Bugrad-Hauptfahrwerk 2,00 m
Maximale Abflugmasse 1820 kg
Abflugmasse Kunstflug 1470 kg
Leermasse 1160 kg
Motortyp Avco Lycoming GO-480-B1A6
Motorleistung 201 kW (274 PS)
Höchstgeschwindigkeit in Meereshöhe 303 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 3000 m 272 km/h
Dienstgipfelhöhe 5380 m
Normale Reichweite 1050 km
Startstrecke in 305 m, 5 °C, 1600 kg 525 m
Landestrecke in 610 m, 18,5 km/h Gegenwind, 1500 kg 530 m
Besatzung ein bis vier Personen
Kraftstoffvorrat 240 l

Vergleichbare Flugzeugtypen

Jak-18T im Vorbeiflug mit teilweise ausgefahrenem Fahrwerk

Mit der Piaggio P.149 lässt sich die Jakowlew Jak-18T vergleichen. Sie ist neben der P.149 eines der wenigen viersitzigen voll kunstflugtauglichen Flugzeuge. Auch das Alter, die Triebwerksleistungen und die Gesamtauslegung mit einziehbarem Bugfahrwerk und Sitzplatzanordnung sind vergleichbar. Ein nennenswerter Unterschied besteht in der Reisegeschwindigkeit, die bei der P.149 deutlich höher liegt. Die Jak-18T weist im Gegenzug eine deutlich kürzere Start- und Landestrecke auf.

Ebenfalls wird die Pilatus P-3 gerne als Vergleichsmuster herangezogen. Die P-3 gleicht der P.149 sowohl im Erscheinungsbild als auch in der Grundkonzeption als freitragender Tiefdecker mit einziehbarem Bugfahrwerk. Signifikantester Unterschied ist die Anzahl und Anordnung der Sitzplätze. Während die Piaggio P.149 durch ihre vier Sitzplätze auch als Verbindungsflugzeug herangezogen wurde, diente die Pilatus P-3 als Zweisitzer mit hintereinander angeordneten Sitzen, vor allem als Schulflugzeug für zukünftige Piloten von Kampfflugzeugen mit Strahltriebwerk.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g Siegfried Wache: F-40 Piaggio P-149D. Flugzeuge der Bundeswehr. Arbeitsgemeinschaft Luftwaffe (AGL) e.V., S. 3.
  2. a b c Manfred Griehl: Typenkompass Focke-Wulf seit 1925. Motorbuch Verlag, 2009, S. 118.
  3. a b Umrüstanweisung Schalldämpfer LIESE 2x76x300-L für das Flugzeug Piaggio (FW)P 149 D. Hermann LIESE FLUGTECHNIK, 25.07, abgerufen am 12. Dezember 2012.
  4. Studienarbeit von Oliver Engels: Historischer Überblick über die Luftfahrzeuge der Bundeswehr, Universität der Bundeswehr München, 2000. Abgerufen am 1. Dezember 2012.
  5. a b Siegfried Wache: F-40 Piaggio P-149D. Flugzeuge der Bundeswehr. Arbeitsgemeinschaft Luftwaffe (AGL) e.V., S. 6.
  6. a b c Tobias Billig: Piaggio P-149D. In: Geschichte der Luftwaffe. Bundesministerium der Verteidigung, 7. August 2012, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  7. Israeli Air Force Light Aircraft (englisch). Abgerufen am 5. Dezember 2012.
  8. a b ... dann kam die „Piggi“. Abgerufen am 5. Dezember 2012.
  9. mongabay.com: Nigeria-Air Force. Abgerufen am 6. Dezember 2012.
  10. DER SPIEGEL 10/1965:Heia Safari. Abgerufen am 5. Dezember 2012.
  11. Wings-Aviation: SLS Schweizerische Luftverkehrsschule. Abgerufen am 6. Dezember 2012.
  12. Siegfried Wache: F-40 Piaggio P-149D. Flugzeuge der Bundeswehr. Arbeitsgemeinschaft Luftwaffe (AGL) e.V., S. 39.
  13. Bericht des Aviation Safety Networks über den Unfall. Abgerufen am 1. Dezember 2012.
  14. Unfallbericht der BFU zum betreffenden Unfall. Abgerufen am 1. Dezember 2012.
  15. RK Flugdienst über ihre Piggi. Abgerufen am 5. Dezember 2012.

Weblinks

 Commons: Piaggio P.149 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien