Pius Zingerle

Pius Zingerle, eigentlich Peter Jacob, (* 17. März 1801 in Meran; † 10. Jänner 1881 in der Abtei Marienberg) war ein Orientalist und katholischer Theologe.

Zingerle trat 1819 in das Benediktinerstift Marienberg im Vinschgau ein, studierte an der Universität Innsbruck Theologie. Nach erfolgreichem Abschluss bekam er 1824 im Platt (Moos in Passeier) eine Stelle als Kooperator.

1830 berief man Zingerle als Professor ans Gymnasium in Meran und 1850 wurde er dessen Direktor. 1862 nahm er einen Ruf an die Universität von Rom an und wirkte dort drei Jahre lang als Prof. der arabischen und syrischen Sprache. Als solcher war teilweise auch als Skriptor an der vatikanischen Bibliothek tätig.

Nach seiner Rückkehr wirkte Zingerle bis 1871 wieder am Gymnasium in Meran und übernahm anschließend als Prior die Leitung seines Heimatklosters. 1871 nahm die Akademie der Wissenschaften in Wien Zingerle als Mitglied auf.

Pius Zingerle starb neun Wochen vor seinem 80. Geburtstag am 10. Jänner 1881 in der Abtei Marienberg.

Werke (Auswahl)

als Übersetzer
  • Ephrams ausgewählte Schriften. Innsbruck 1830–37 (6 Bde).
  • Das syrische Festbrevier. Villingen 1846.
als Herausgeber
  • Sechs Homilien des heiligen Jakob von Sarug. Bonn 1867.
  • Chrestomathia syriaca. Rom 1871.
  • Lexicon syriacum. Rom 1873.
als Autor
  • Harfenklänge vom Libanon. Innsbruck 1840.
  • Gedichte. Innsbruck 1843.
  • Über die morgenländischen Elemente in der deutschen Poesie. Bozen 1862.
  • Marienrosen aus Damaskus. Innsbruck 1853.

Literatur

Weblinks

Meyers Konversationslexikons logo.svg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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