Piz

Piz ist der rätoromanische Name für Gipfel, Spitze, Spitz oder Pik, entspricht im Französisch dem pic (m), im Italienisch pizzo (m), im Spanisch und Portugiesisch pico (m) und im Englisch peak. Piz ist ein häufiger Bestandteil eines Bergnamens im Schweizer Graubünden und im ladinischen Teil der Dolomiten: z. B.: Piz Bernina, Piz Boè, Piz Buin, Piz Fenga, Piz Linard, Piz Kesch (Mischform, romanisch ist Piz d'Es-cha), Piz Palü.

Einige liegen auch am Rande des (heutigen) rätoromanisch/ladinischen Sprachraums wie der Piz Sardona, Piz Segnas oder Piz Dolf und erhalten entsprechende deutsche Namen auf der anderen Talseite; Surenstock für den Piz Sardona und Trinserhorn für den Piz Dolf. Solches tritt auch beim Übergang vom romanisch sprechenden Engadin zur Landschaft Davos auf: alle Berge tragen Namen in beiden Sprachen (siehe zum Beispiel Hoch Ducan). Im Gegensatz zu Flurnamen, welche sich weiter überlieferten und auch heute immer noch in nunmehr eindeutig deutschsprachigen Gegenden wie Werdenberg, am Alpstein und entlang dem Walensee die Alpen und Fluren mit „welschen“ Namen bezeichnen (daher kommt auch der Name Walensee), sind dort die Bezeichnungen für die (wichtigeren) Bergspitzen nur noch deutsch.