Piz Val Gronda (Samnaungruppe)

Piz Val Gronda

BWf1

Höhe 2812 m ü. A.
Lage Graubünden, Schweiz / Tirol, Österreich
Gebirge Samnaungruppe
Geographische Lage, (CH) 46° 55′ 25″ N, 10° 17′ 27″ O (817190 / 200894)46.92361111111110.2908333333332812Koordinaten: 46° 55′ 25″ N, 10° 17′ 27″ O; CH1903: 817190 / 200894
Piz Val Gronda (Samnaungruppe) (Tirol)
Piz Val Gronda (Samnaungruppe)

Der Piz Val Gronda (auch Piz da Val Gronda[1]) ist ein 2812 m ü. A. hoher Berg in der Samnaungruppe im Grenzverlauf zwischen Graubünden und Tirol.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Der Piz Val Gronda liegt westlich der Vesilspitze (rätoromanisch: Piz Rots, 3'097 m ü. M.) über dem Fimbatal, einem Seitental des Paznauns. Im Süden liegt das Val Sinestra, ein Seitental des Engadins.

Stützpunkte und Wege

Im Fimbatal liegt auf Schweizer Gebiet die Heidelberger Hütte, der wichtigste Stützpunkt bei der Besteigung des Berges. Von hier ist der Gipfel in etwa zwei Stunden zu erreichen. Ein markierter Weg führt zur Scharte Furcla Fenga Pitschna, von dort wird der Gipfel von Südwesten weglos erreicht. Alternativ kann der Weg weiter zur knapp südöstlich des Gipfels gelegenen Fuorcla da Val Gronda (2752 m) begangen werden, anschließend wird weglos über den Südostgrat aufgestiegen. Von Osten ist die Fuorcla da Val Gronda auf markiertem Weg in etwa einer Stunde vom Zeblasjoch (2539 m) aus zu erreichen.[1]

Der Piz Val Gronda ist auch ein beliebtes Skitourenziel, wobei häufig die Heidelberger Hütte als Ausgangspunkt dient.

Erschließungspläne

Der Berg ist Zankapfel zwischen dem Betreiber der Silvretta Arena in Ischgl, der erstmals bereits im Jahre 1976 Planungen veröffentlichte, die eine Erschließung des Piz Val Gronda durch das Vesiltal und damit den Anschluss an das Skigebiet Ischgl vorgesehen hatten, und der Silvretta Allianz, einem Zusammenschluss der hüttenbetreibenden Sektion Heidelberg, sowie DAV, SAC, ÖAV und der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA, die seit damals versucht, das Projekt zu verhindern. Während die Silvretta Arena immer wieder neue Anträge für den Bau einer solchen Seilbahn an die zuständige Tiroler Landesregierung heranträgt, den letzten im Mai 2007 auf Erteilung einer naturschutzrechtlichen Bewilligung für eine Pendelbahn Vesil inklusive Schipiste 2007, die bislang allesamt nicht genehmigt worden sind, ist es der Silvretta Allianz nicht gelungen, das Projekt nachhaltig zu unterbinden. So ist etwa der Versuch einer Einrichtung einer Ruhezone südlich der Gampenbahn, hin zur österreichisch-schweizerischen Grenze und räumlich darüber hinaus, am Widerstand der Anrainergemeinden gescheitert. Dies trotz immer wiederkehrender Unterstützung durch die Landespolitik.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Alpenvereinsführer, S. 199