Plainberg

Plainberg
Der Plainberg von Süden Ansicht vom Salzburger Stadtteil Schallmoos

Der Plainberg von Süden
Ansicht vom Salzburger Stadtteil Schallmoos

Höhe 549 m ü. A.
Lage Salzburg, Österreich
Geographische Lage 47° 50′ 15″ N, 13° 2′ 39″ O47.83737913.044172549Koordinaten: 47° 50′ 15″ N, 13° 2′ 39″ O
Plainberg (Land Salzburg)
Plainberg
Gestein Flysch
Besonderheiten Wallfahrtskirche Maria Plain
Der Plainberg von West-Südwesten Ansicht vom Salzburger Stadtteil Liefering

Der Plainberg von West-Südwesten
Ansicht vom Salzburger Stadtteil Lieferingbdep2

Der Plainberg ist ein 549 m hoher Berg nördlich der österreichischen Stadt Salzburg und liegt größtenteils im Gemeindegebiet von Bergheim. Die Erhebung ist Teil der Flyschzone am Nordrand der Alpen und war vermutlich schon in urgeschichtlicher Zeit besiedelt. Besondere Bedeutung erlangte dieser viel begangene Hausberg von Salzburg durch die auf einer Anhöhe befindliche barocke Wallfahrtskirche Maria Plain, die als bedeutendster Marienwallfahrtsort des Landes Salzburg gilt.[1] Der Berg dient auch als Naherholungsraum und Ausflugsziel für die Bevölkerung der näheren Umgebung. Fast das gesamte Bergareal ist Landschaftsschutzgebiet.

Inhaltsverzeichnis

Namensgebung

Der Name Plain geht auf das Latein des Mittelalters zurück. Das Wort plaga ‚Abhang, Feld, Fläche‘ lautete in der Verkleinerungsform plagina ‚kleiner Abhang‘, woraus sich unter Wegfall des g und des a am Wortende die Form plain entwickelte. Der Bergname bezeichnet also ein abschüssiges Gelände, womit als Motiv für die Namensgebung die weit ausladende, weitgehend baumlose Südseite des Bergs zu sehen ist. Die ältesten urkundlichen Belege des Namens stammen mit Play erst von 1285 und in der Form Play(e)n aus dem Jahr 1415.[2] Die Feststellung, dass der Name des Plainbergs von der Burg Plain und dem dortigen Grafengeschlecht der Plainer in Großgmain südwestlich von Salzburg herrühre (so bereits Hübner 1792),[3] trifft wohl nicht zu: Deren Herrschaft und das nachmalige Gericht Plain endete eben genau kurz vor dem Painberg, der seit dem Mittelalter zum Gericht Radeck (später Neuhaus) gehörte.[4] (Gleichwohl gehen beide Plain-Namen auf dieselbe lateinische Wurzel zurück. Nicht jedoch mit „plagina“ in Zusammenhang steht der Name der etwa 10 km östlich des Plainbergs befindlichen Gemeinde Plainfeld[2])

Mit der Bedeutungskomponente des ‚Feldes‘ sowie mit der zunehmenden Unkenntnis der eigentlichen Bedeutung von plagina und des daraus entstandenen plain wurde der Name immer mehr als reine Flurbezeichnung gesehen und zur Verdeutlichung immer häufiger der Wortteil -berg hinzugefügt. Daneben verwendete man – fallweise bis heute – auch Plain allein als Name für den Berg; so zum Beispiel „Maria Trost auf dem Plain bey Salzburg“ (1753)[5], „erzbischöfliche geistliche Räthe auf dem Plain“ (1848)[6] und „entlang der 15 Bildstöcke und zweier Säulen nach Plain“ (1990).[7]

Wiesen auf dem Plainberg

Mit dieser alleinigen Verwendung von „Plain“ wird deutlich, dass der Flurname nun auch zur Benennung des Plainbergs als Siedlungsregion herangezogen wurde. Plain bezeichnet zumindest seit dem 19. Jahrhundert[8] eine der fünf Ortschaften der politischen Gemeinde Bergheim, welche die Siedlungsgebiete im westlichen Teil des Bergs umfasst. Mit dem Umstand, dass „Plain“ als Bezeichnung einer kleinen Region verstanden wird, erklären sich die für den Plainberg historisch und gegenwärtig alternativen Zugehörigkeitsbezeichnungen Plainerberg[9][8] sowie Plainer Hügel[9] und Plainhügel.[10] Die Wiesen auf dem Plainberg wurden früher auch als „Plainfelder“ bezeichnet („Die Prozession gieng um die Plainfelder“, 1848[6]). Die Plainregion ist Namensgeber weiterer Objekte wie Maria Plain, Plainbach, Plainbrücke oder für die Plainstraße. Letztere ist als eine nördliche Ausfallstraße von Salzburg in der Bezeichnungsvariante Plainer Weg“ zumindest seit dem 18. Jahrhundert bezeugt.[3]

Der Plainberg wird heute so sehr mit der dortigen Wallfahrtskirche Maria Plain in Verbindung gebracht, dass auch fälschlicherweise angenommen wird, die Erhebung sei nach der Andachtsstätte benannt.[11] Ebenfalls nicht den Tatsachen entsprechend wird der Name Maria Plain von einigen auch als namensgebend für das US-amerikanische Dorf Plain (Sauk County, Bundesstaat Wisconsin) gehalten.[12]

Geografie

Topografie

Ausdehnung und Bodennutzung

Lage und Relief des Plainbergs

Der Plainberg liegt im Übergangsgebiet zwischen den Nördlichen Kalkalpen und dem Alpenvorland und bildet einen Teil der nördlichen Begrenzung des Salzburger Beckens. Er erstreckt sich in west-östlicher Richtung entlang der nördlichen Stadtgrenze von Salzburg zu Bergheim, auf dessen Gemeindegebiet er sich fast zur Gänze befindet. Lediglich erste Erhöhungen im Süden liegen noch im Stadtgebiet von Salzburg. Die Länge des Plainbergs beträgt etwa 2,4 km, seine Nord-Süd-Ausdehnung rund 1 km unter Einbezug des Rauchenbichls, der im Südosten vorgelagerten Erhebung zwischen den Orten Gaglham und Radeck. Wird auch der unterste Teil des Bergs auf Salzburger Stadtgebiet nördlich des Alterbaches mitgerechnet, beträgt die Ausdehnung des Plainbergs in Nord-Süd-Richtung etwas mehr als 1,5 km. Gegen Norden fällt der Berg fast über seine gesamte Länge relativ steil ab, gegen Süden ist der Anstieg sanfter. Die höchste Erhebung beträgt 549 m ü. A.. Die Höhe des Bergs gegenüber seiner Umgebung (Ortschaftspunkt Salzburg 424 m, Ortschaftspunkt Bergheim 435 m) ist mit lediglich rund 115–125 Metern relativ gering.

Die Gesamtfläche des Bergs beträgt etwas mehr als 2 km². Hinsichtlich der Bodennutzung verteilt sich das Areal folgendermaßen:[13]

  • 37,6 % Laubwald
  • 55,1 % Grünland (mit teilweisem Baumbestand)
  • 7,3 % verbautes Gebiet

Waldungen befinden sich im Norden und Osten, die südlichen und südwestlichen Teile des Bergs sind waldfrei. Es handelt sich bei den Wäldern aus raumplanerischer Sicht nicht um Schutzwälder oder um vorwiegend forstwirtschaftliche Nutzungsgebiete, sondern sie haben in erster Linie Wohlfahrts- und Erholungsfunktion. Sie sollen der Reinigung des Wassers, dem Ausgleich des Wasserhaushalts, dem Klimaausgleich sowie als Erholungsraum für die Bevölkerung dienen.[14]

Fast die gesamte Fläche des Bergs ist Landschaftsschutzgebiet. Davon entfallen 201,3 ha auf Bergheimer und 12,2 ha auf Salzburger Gebiet.[14] Ein Bauverbot im Sinne der Raumordnung besteht zumindest seit 1939.[15]

Siedlungstopografie

Direkt am Fuße des Plainbergs und auf dem Berg selbst liegen mehrere Siedlungsgebiete. Sie sind Ortsteile der politischen Gemeinde Bergheim und liegen in der Katastralgemeinde Bergheim I:

  • Bergheim: Hauptort der Gemeinde mit dörflichem Charakter am Nordwest- und Westrand des Bergs
  • Gaglham: auf der Südseite etwa mittig gelegene Ansiedlung mit teils ländlichem Charakter
  • Hagenau: in erster Linie Wohngebiet mit dem Charakter einer Stadtrandsiedlung am südwestlichen Fuß; ein kleiner Teil des Siedlungsgebiets (abgetrennt durch die Bergheimer Landesstraße L118 westlich dieser) gehört zum Gemeindegebiet der Stadt Salzburg und befindet sich dort in der Südhälfte des kleinen Stadtteils Itzling Nord.
  • Kemating (auch: Kemeting, Plain-Kemating): auf dem Berg fast zentral gelegener Siedlungsraum mit teils Streusiedlungs-Charakter
  • Maria Plain: Ensemble verschiedener religiöser Bauten mit Nebengebäuden und Gastronomiebetrieben auf der westlichen der beiden Anhöhen des Plainbergs (530 m)
  • Radeck: in erster Linie Wohngebiet auf dem Osthang des Bergs

Daneben existiert noch auf der Westseite des Bergs die Einschicht Hofstätt. Der vom Plainberg etwas abgesetzte Rauchenbichl im Südosten ist zur Gänze bewaldet und es befinden sich darauf keine Wohnstätten. Das Areal ist als Rückzugsgebiet für die Tierwelt vorgesehen und soll von der Allgemeinheit nicht betreten werden.

Östlich bis nordöstlich des Plainbergs liegt das Siedlungs- und Gewerbegebiet Kasern, das mehrheitlich zur Stadtgemeinde Salzburg gehört (Stadtteil Kasern), der kleinere Teil befindet sich in der Gemeinde Bergheim. Zu letzterem gehört auch das Siedlungsgebiet Lengfelden-Siedlung, das von Radeck durch eine Bundesstraße getrennt liegt. Radeck hat als Ortsteil von Bergheim zusammen mit dem Bergheimer Anteil von Kasern die Bezeichnung Radeck-Kasern.[16] Hinsichtlich der Gliederung der Gemeinde Bergheim in Ortschaften liegt der Bergheimer Teil von Kasern (jedoch ohne Lengfelden-Siedlung) in der Ortschaft Lengfelden. Die Ortsteile Bergheim und Hagenau im Westen zählen zur Ortschaft Bergheim; alle anderen Siedlungsgebiete auf und um den Plainberg inklusive Lengfelden-Siedlung gehören zur Ortschaft Plain, die als solche auch den Namen Maria Plain trägt.

Der kleine Salzburger Anteil des Plainbergs auf der Südseite gehört zum Stadtteil Itzling und gleichzeitig zur Katastralgemeinde Bergheim II, in der sich auch der Salzburger Teil von Kasern befindet. Siedlungräume gibt es auf dem Anstieg nach Kemating auf der westlichen Seite dieses Anteils, des Weiteren mittig gelegen auf dem Weg nach Gaglham sowie unterhalb des Rauchenbichls im Osten. Dort befindet sich auch ein Campingplatz.

Der Plainberg liegt größtenteils in der Bergheimer Ortschaft Plain, die Randgebiete von Nordwesten bis Südwesten gehören zur Ortschaft Bergheim. Im Nordosten grenzt der Plainberg an die Ortschaft Lengfelden.

Gewässer

Der regulierte Plainbach am Nordfuß des Plainbergs

Am Fuße des Bergs parallel zur Nordkante fließt der insgesamt rund 4,3 km lange Plainbach. Dieser entspringt in mehreren Quellen östlich von Kasern, nimmt hiernach seinen Lauf in westliche Richtung, bevor er bei der Ortschaft Bergheim nach Norden biegt und westlich des Bergheimer Ortsteils Fischach in den gleichnamigen Bach fließt, der selbst nach etwa 1,4 km in die Salzach mündet. Als südliche Begrenzungslinie des Plainbergs kann der Alterbach gesehen werden.

Auf dem Südhang des Bergs fließt – südlich der Ansiedlung Kemating und zum größten Teil auf Salzburger Gemeindegebiet – ein rund 350 m langer Seitenarm des Alterbaches in südwestliche Richtung. Als weiteres Fließwasser existiert lediglich ein Rinnsal, das nordöstlich der Wallfahrtskirche Maria Plain entspringt und nach Norden abfließt, in der niederschlagsarmen Periode aber austrocknet.

Jeweils einen kleinen Teich von wenigen hundert Quadratmetern gibt es rund 330 m südlich der Kirche, etwa 300 m nordwestlich von Gaglham sowie am Nordfuß des Bergs in der östlichen Hälfte. In Radeck, in Maria Plain und auf etwa halbem Weg zwischen der Wallfahrtskirche und Bergheim gibt es ein Trinkwasserreservoir.

Klima

Auf dem Plainberg gibt es zur Erfassung des Salzburger Klimas keine Messstation; mehrere Messpunkte befinden sich aber innerhalb des Stadtgebiets auf unterschiedlichem Niveau über dem Boden sowie auf anderen Bergen, die das Salzburger Becken begrenzen. Exakte Daten können daher für den Plainberg nicht angegeben werden, sind aber anhand dieser anderen Messergebnisse nachzuvollziehen.[17]

Höhenlinienrelief des Plainbergs

Die Wetterverhältnisse um den Plainberg entsprechen dem Klima der Stadt Salzburg und dem des Salzburger Beckens. Es ist gekennzeichnet durch relativ milde Winter und regenreiche Sommer. Als niederschlagreichste Zeit gelten die Monate Juni bis August, die trockensten sind Dezember bis Februar. Die mittlere Niederschlagsmenge im Januar betrug in den Jahren 1961–1990 rund 60 mm, im Juli mit etwa 200 mm etwas mehr als das Dreifache. Die Messungen wurden am Flughafen Salzburg vorgenommen. Die Niederschläge auf dem etwas nördlicher davon liegenden Plainberg sind möglicherweise etwas geringer, da sich die Niederschlagsmengen insgesamt gegen Norden verringern. Eine geschlossene Schneedecke gibt es im Bergheimer Raum im Schnitt zwischen Neujahr und Mitte Februar. Extremwerte waren im letzten Jahrhundert im Jahr 1913 mit nur 14 Tagen und 1971 mit 121 Tagen[18] zu verzeichnen.

Im Salzburger Raum gibt es die für ein geografisches Becken typischen Inversionswetterlagen, bei denen ganzjährig in tieferen Schichten niedrigere Temperaturen vorliegen als in höheren Lagen. Dieser Effekt tritt im Salzburger Becken am deutlichsten bei einer Höhenlage von 200 bis 400 m über Grund auf, ist aber auch bereits bei einer Höhe des Plainbergs im Jahresmittel in knapp 30 % und speziell im Januar in rund 42 % aller gemessenen Fälle nachzuweisen. Das Ausmaß dieser Temperaturunterschiede beträgt in diesem Höhenbereich aber in den überwiegenden Fällen weniger als 1 °C. Am häufigsten und am ausgeprägtesten ist das Phänomen in den Monaten Oktober bis Februar anzutreffen. Ermittelt wurden diese Temperaturunterschiede unter anderem anhand von Daten, die auf dem Salzburger Rainberg in einer Höhe von 518 m. ü. NN, also etwa in Höhe des Plainbergs, in den Jahren 1987–1998 erhoben worden sind. In diesen Zeitraum ergaben sich hier folgende Monatsmittelwerte:

Mittlere Temperaturen auf dem Rainberg (1987–1998) in °C
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
0,2 1,9 4,8 8,6 13,4 15,6 18,2 18,0 14,2 9,8 3,8 0,8
Die Berge nördlich von Salzburg vom Salzburger Kapuzinerberg aus gesehen: im Vordergrund Plainberg, dahinter Hochgitzen, im Hintergrund Haunsberg)

Diese sind für den Plainberg aufgrund der fast gleichen Höhenlage sehr ähnlich anzunehmen. Abweichungen bis etwa 0,5 °C nach unten sind aber durch die größere Nähe des Rainbergs zu verbautem Gebiet zu vermuten. Denn die Lage in bewohnten Räumen bringt – wie Vergleichsmessungen mit anderen Stationen im Salzburger Raum ergaben – leicht höhere Messwerte etwa in diesem Ausmaß mit sich. Der Südhang des Plainbergs zählt zusammen mit demjenigen des Hochgitzens zu den wärmsten Stellen in der Gemeinde Bergheim.[19]

Als Windrichtung in der Stadt Salzburg sind Strömungen in Nordwest-Südost-Richtung im Bodenbereich vorherrschend. Auch auf dem Plainberg muss diese Strömungsrichtung angenommen werden, da die für das Alpenvorland typische West-Ost-Strömung auf der geografischen Breite des Plainbergs erst in größeren Höhen und auf dem Boden erst einige Kilometer nördlich des Plainbergs auftritt. Der Plainberg bildet trotz seiner geringen Höhe eine Barriere. In den in seinem Windschatten gelegenen Räumen, namentlich im Nordosten des Salzburger Stadtteils Schallmoos und im Stadtteil Sam, findet ein deutlich geringerer Luftaustausch statt als in den meisten anderen Teilen Salzburgs.

Die relative Luftfeuchtigkeit unterliegt im Salzburger Raum in Bodennähe starken tageszeitlichen und geringeren jahreszeitlichen Schwankungen, wobei die Unterschiede innerhalb des verbauten Gebiets mit Werten zwischen 55 und 90 % größer sind als im Umland. Wesentlich ausgeglichener ist die Verteilung in höheren Lagen (Gaisberg, 1278 m, meist zwischen 75 und 80 %). Auf dem Rainberg schwanken die Monatsmittelwerte zwischen 69 % im Mai und 83 % im November. Die Messwerte für den 670 m hohen Kapuzinerberg im Zentrum von Salzburg liegen um 1–3 % über den Werten des Rainbergs. Für den am äußersten Stadtrand gelegenen Plainberg sind daher ebenfalls Werte anzunehmen, die sich in diesem Rahmen bewegen.

Geologie

Eingang zur kleinen Höhle in Radeck

Entstanden ist der Plainberg in der Übergangszeit zwischen der Kreidezeit und dem Alttertiär vor rund 65–70 Millionen Jahren. Während der letzten Eiszeit (Würm-Kaltzeit) vor rund 25.000 Jahren war der Berg unter der Eismasse des Salzachgletschers verborgen. Danach erhielt die ihn umgebene Becken- und Tälerstruktur ihre jetzige Gestalt.

Der Plainberg liegt in der rhenodanubischen Flyschzone und weist die für solche Erhebungen typischen gerundeten Bergrücken und Kuppen auf. Die Gesteinsmasse besteht aus Mergel und Tonschiefer und bildet im Osten ein kleinräumiges Bergland. Die im 19. Jahrhundert im Westen bei Bergheim gewonnenen Steine dienten Bauzwecken; die lehmige Verwitterungsdecke wurde mit dem Abbau von Lehm auf der gegenüberliegenden Bergseite zur Ziegelgewinnung wirtschaftlich ausgebeutet. Als Vegetationsdecke existieren ebenfalls die für Flyschberge typischen Laubmischwälder und Grasflächen.

Im Gebiet des Plainbergs gibt es keine geologisch relevanten Höhlen. Lediglich in Radeck existiert eine rund 6 m lange sowie 2 m breite und 2 m hohe Aushöhlung.[20]

Natur

Vegetation

Baumbestand am Nordwesthang des Plainbergs

Ursprünglich bestand eine durchgehende lichte Bewaldung vom Plainberg bis in das Auengebiet an der Salzach im Nordwesten, die von Gewöhnlicher Esche, Bergahorn und Rotbuche gebildet wurde. Im Mittelalter wurde ein großer Teil davon gerodet und zu Kulturland gemacht. Reste davon existieren heute noch nahe dem Bergheimer Friedhof sowie in den nördlichen unteren Hanglagen. In den oberen Hanglagen dominiert der Buchenbestand. Der Nordabhang gilt als schönes Beispiel eines Schluchtwaldes. Zwischen Kemating und Maria Plain existiert mit mehr als 20 verschiedenen Arten eine große Bandbreite an Gehölzen, wobei unter anderem Feldahorn und unterhalb des Kalvarienbergs Schlehdorn auffallen. Am nördlichen Fuße des Bergs beim Handelszentrum Bergheim sowie oberhalb von Gaglham verweisen Restbestände von Schwarzerlen auf frühere Moorkomplexe in dieser Gegend.

Ebenfalls oberhalb von Gaglham findet sich die auf dem Berg sonst nicht anzutreffende Zyklame; in den trockenen Magerwiesen beim Kalvarienberg wachsen über 40 verschiedene krautige Pflanzen, unter anderem das seltene Weißveilchen. Kleine Reste von Feuchtwiesen im Osten neben der dortigen Bundesstraße verweisen auf das früher hier befindliche Moos von Radeck, das noch um 1900 Torf lieferte und später in Grünland umgewandelt wurde. Hier finden sich unter anderem verschiedene Wollgras- und Seggen-Arten

Fauna

Im Raum Bergheim ist in der Vergangenheit intensive Landwirtschaft betrieben worden und es gibt kaum noch „sanft“ bewirtschaftete Wiesenflächen. Deshalb ist die zoologische Vielfalt insgesamt sehr geschrumpft, da diese Bodenkultur für viele Tierarten keinen geeigneten Lebensraum bietet. Der Artenreichtum wird unter den gegebenen Bedingungen voraussichtlich weiter abnehmen. Explizit für den Plainberg sind keine Besonderheiten im Tiervorkommen genannt. Lediglich der Feuchtwiesenrest bei Radeck im Osten bietet günstige Voraussetzungen als Lebensraum von etlichen Tagfalter-Arten.[21] Selten in dieser Region anzutreffende Vögel, die in Bergheim gesichtet wurden, sind beispielsweise der Graureiher, das Weißsternige Blaukehlchen, die Schafstelze und die Maskenstelze, die allerdings alle ihre Nistplätze nicht auf dem Plainberg, sondern an anderen Stellen in Bergheim haben. In den Wäldern des Plainbergs gibt es einen kleinen Rehbestand.

Naturschutz

„Baumgruppe in Maria Plain“

Im Jahr 1976 wurde der größte Teil des Bergareals auf Bergheimer Gemeindegebiet mit der „Plainberg-Landschaftsschutzverordnung“ vom Land Salzburg zum Landschaftsschutzgebiet erklärt und 1981 kam der Salzburger Anteil hinzu. Ausgenommen davon sind die westlichsten Wiesenflächen gegen Hagenau.[22] Der Zweck ist die Erhaltung der landschaftlichen Schönheit inklusive dem barocken Ensemble von Maria Plain sowie der Erhalt des Erlebnis- und Erholungswertes dieses Raums.[23]

Die „Linde bei der Plainkirche“

Im Jahr 1978 wurden die „Baumgruppe in Maria Plain“ und 1987 die „Linde bei der Plainkirche“ zu Naturdenkmälern erklärt. Die „Baumgruppe in Maria Plain“ besteht aus zwei Linden und fünf Eichen sowie einem Bildstock und einem kleinen Teich. Als Schutzgrund wird die historische Bedeutsamkeit der Stelle angegeben. Hier kreuzen zwei alte Wege, wobei der von Salzburg nach Norden führende Pfad einen der wenigen noch heute erkenntlichen historischen Wege aus der Stadt darstellt. Der Platz ist außerdem der Endpunkt des 1705 angelegten Wallfahrtswegs von Salzburg auf den Plainberg. Die Schutzwürdigkeit der Stelle wird überdies ästhetisch begründet.

Bei der „Linde bei der Plainkirche“ handelt es sich um eine 1910 gepflanzte Winterlinde, die eine früher dort stehende Linde ersetzte. Der Baum steht rund 50 m südwestlich der Basilika, ist etwa 15 m hoch und hat einen Kronendurchmesser von 13 bis 15 Metern. Als Gründe für die Schutzwürdigkeit werden der landschaftsprägende Charakter, der Erholungswert (die Stelle dient als beliebte Raststätte) und der kulturgeschichtliche Wert angeführt.

Zusätzlich gibt es auf Salzburger Gebiet mit den „Eichen am Gaglhamerweg“ eine 0,2 ha große Fläche, die 1987 zum „geschützten Landschaftsteil der Stadt Salzburg“ erklärt wurde,[24] und seit 1992 ist der nur 420 m² große „Eichenbestand bei Hagenau“ nördlich dieser Siedlung als geschützter Landschaftsteil ausgewiesen.[19]

Geschichte

Vorgeschichte und Antike

Die Gegend des heutigen Bergheim dürfte schon ab der Jungsteinzeit (rund 10.000 v. Chr.) von Menschen bewohnt gewesen sein. Auch auf dem Plainberg wurden Funde zutage gebracht, die eine menschliche Besiedelung dieses Raums in vorgeschichtlicher Zeit belegen.[25] In Kemating fand man einen Treibhammer aus der Jungsteinzeit und am westlichen Ausläufer des Plainbergs sowie in der Nähe von Radeck fanden sich Gewandnadeln, ein Beil und ein Dolch aus der Bronzezeit. Aus der nachfolgenden Hallstattzeit wurde im Raume des Plainbergs bei der Regulierung des Plainbaches im Jahr 1948 ein kleiner bronzener Ohrlöffel gefunden.

Plan der ausgegrabenen Grundmauern der römischen Villa des L. Vedius Optatus

An die spätere Zeit, als die Gegend zur römischen Provinz Noricum zählte, erinnert die Ausgrabung eines Gutshofes in Kemating. Das rund 32 x 10 m große Gebäude gehörte einem L. Vedius Optatus und existierte in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts (möglicherweise bis in das 4. Jahrhundert). Es hatte die Form einer Villa rustica (Landvilla), war jedoch größer als eine solche und verfügte neben den Wohnräumen mit Fußbodenheizung über ein Bad mit Kalt-, Lau- und Heißwasserbecken sowie über einen Raum mit Schwitzbecken. Zudem gab es eine offene Säulenhalle mit Ausblick Richtung Süden gegen die Stadt Iuvavum, das heutige Salzburg. Als Baumaterial wurde in erster Linie örtlicher Flyschsandstein verwendet und in kleineren Mengen Kalktuff (möglicherweise aus einer Lagerstätte bei Plainfeld) sowie Adneter und Untersberger Marmor.[26]

Das Bauwerk wurde 1907 auf den Grundstücken zweier Bauern etwa 40 cm unter der Oberfläche gefunden und zu Dokumentationszwecken ausgegraben. Die Fundstätte ist heute nicht freigelegt. Die aufgefundenen Gegenstände (Münzen, Gebrauchsgegenstände, Werkzeug) befinden sich im Salzburg Museum in der Stadt Salzburg.

Mittelalter und Neuzeit

Aus der Zeit nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches und aus dem Frühmittelalter finden sich auf dem Plainberg keine archäologischen Anhaltspunkte für eine Besiedelung. Gleichwohl war die gesamte Region um Bergheim zwar schütterer, aber weiterhin bewohnt. Als Beleg für eine Besiedelung des Plainbergs im Frühmittelalter zählt der Ortsname „Gaglham“, der auf den althochdeutschen Personennamen „Gagilo“, vermutlich eines Bauern, zurückgeht und mit „-ham“, einer Form des Grundwortes -heim, die Wohnstätte einer Person dieses Namens bezeichnet. Der älteste urkundliche Beleg in der Form Gakilheim stammt aus dem Jahr 991.[2] Im selben Jahr ist auch der Ort Kemating erstmals belegt.[8] Der Ortsname ist gebildet zum althochdeutschen Wort „cheminata“ (= Kemenate), das als Fremdwort vom mittellateinischen „caminata“ mit der Bedeutung ‚mit einem Kamin versehenes (= beheizbares) Zimmer‘ übernommen worden war. Die Ortsbezeichnung „Kemating“ bedeutet im eigentlichen Wortsinne etwa ‚bei denen, die im heizbaren Haus wohnen‘ und weist damit als „Heimstätte“ ebenfalls auf Besiedelung hin. Letztlich verweist der Ortsname „Radeck“ auf die dortige Landgewinnung. Die Bezeichnung steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Wort „roden“[2] und belegt damit die im Mittelalter vielfach betriebene Art der Landgewinnung durch Rodung von Wäldern auch in diesem Gebiet. Der Ortsname erscheint erstmals um das Jahr 1225 im Zusammenhang mit dem Bau der dortigen Burg. Die Rodungen dürften aber zumindest schon im 11. Jahrhundert im Zuge weiterer Rodungsmaßnahmen der Salzburger Erzbischöfe stattgefunden haben. Es soll jedoch schon 888 eine Frau namens „Alheidis de Radecce“ genannt worden sein.[27]

Ehemaliges Schloss Radeck (Zeichnung von 1879), Sitz der Herren von Radeck

Bereits im Mittelalter war der Plainberg Grenzgebiet zwischen Salzburg und Bergheim, und das Gebiet wurde bis ins 14. Jahrhundert zuerst von den Herren von Bergheim und später von denen von Radeck verwaltet, die alle in den Diensten der Salzburger Erzbischöfe standen. Nach dem Niedergang der Radecker Herren um 1330 wurde die dortige, rund ein Jahrhundert zuvor errichtete Burg zum Sitz eines Pfleggerichts der erzbischöflichen Verwaltung. Der Zuständigkeitsbereich umfasste etwa die heutigen Gemeinden Plainfeld, Koppl, Eugendorf, Hallwang, Elixhausen und Bergheim; der Plainberg befand sich damit im südwestlichen Teil des Gerichtsbezirks. Im Jahr 1508 wurde der Sitz der Gerichtsbarkeit auf der Burg Radeck aufgehoben und das gesamte Bergheimer Gebiet, und damit auch der Plainberg, kam zum neu eingerichteten Pfleg- und Urbaramt Neuhaus mit Sitz auf Schloss Neuhaus in Gnigl, einem heutigen Salzburger Stadtteil.

Im Jahr 1568 erschien eine Landkarte, eine „Bairische Landtafeln“ genannte Holzschnittkarte von Phillip Apian. Auf dieser dürfte das erste Mal der Ort Bergheim verzeichnet sein, Radeck ist als einzig verzeichneter Ort auf dem Plainberg in Form einer Burganlage zu sehen.[28] Erst 1716 wird auf der Karte des Odilo von Guetrather als weitere Ortschaft des Plainbergs „Plain“ angeführt. Auf dieser in Nürnberg beim Kartenverleger Johann Baptist Homann erschienen Karte findet sich auch das erste Mal der Weg zur Wallfahrtsbasilika eingezeichnet.

Die Bedeutung des Wallfahrtsortes Maria Plain

Der Plainberg war in all dieser Zeit für die Allgemeinheit hauptsächlich insofern von Bedeutung, als darauf Landwirtschaft betrieben wurde und die bewirtschaftenden Bauern zur Entrichtung von Natural- und Geldabgaben an die Obrigkeit verpflichtet waren. Der Bekanntheitsgrad des Bergs stieg jedoch Mitte des 17. Jahrhunderts mit dem Aufstellen eines sagenträchtigen Heiligenbildes, des Gnadenbildes Maria Plain, sprunghaft an. Diese Gegend am Plainberg war bereits lange Zeit zuvor religiös konnotiert, denn schon Mitte des 12. Jahrhunderts hatte man einen Bauernhof in Kemating einem Armenspital übergeben,[8] und solche Einrichtungen wurden zu jener Zeit ausschließlich von der Kirche geführt. Die Stelle der Aufrichtung des Heiligenbildes auf dem Plainberg war mehr oder weniger vom ersten Augenblick an ein religiöser Anziehungspunkt.[10]

Wallfahrtskirche Maria Plain

Die Bekanntheit des Plainbergs wird seit der Einrichtung der Wallfahrtsstätte Maria Plain 1674 maßgeblich von dieser bestimmt. Schon kurz nach Fertigstellung der Wallfahrtskirche wird „Plainberg“ mit dem Gotteshaus gleichgesetzt, beispielsweise in einer 1709 erschienenen Lebensbeschreibung des Salzburger Erzbischofs Johann Ernst von Thun und Hohenstein: „Den […] opferte er Maria, der Mutter Gottes, auf dem Plain-Berg zu Salzburg, Mariä Trost genannt.“[29] Dieser Umstand setzte sich in der Folge fort, ersichtlich etwa in der Beschreibung der nördlichen Umgebung von Salzburg von Lorenz Hübner aus dem Jahr 1792[3] und im Stichwort „Plainberg“ im „Geographischen Statistisch-Topographischen Lexikon von Baiern“ aus dem Jahr 1796[30]. Auch steht 1848 „Plain“ als Bezeichnung für den Berg stellvertretend für die Wallfahrtsstätte[6] und 1937 findet sich sogar die Bezeichnung „Maria Plainberg“[31]. Der Plainberg und Maria Plain sind bis heute gedanklich untrennbar.

Mit dem Aufstellen des Maria Plainer Gnadenbildes setzte ein unerwarteter Andrang von Wallfahrten ein. Allein von 1657 bis 1674, dem Weihejahr der neu errichteten Basilika, sollen an die 34.000 Messen gelesen worden sein.[32] Damit verbunden war ein wirtschaftlicher Aufschwung der ganzen Umgebung, denn mit dem neuen Aufkommen an Pilgern entstand ein gesteigerter Bedarf an Bewirtung und Übernachtungsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit des Verkaufs von Lebensmitteln und anderen Waren. In der Folge kam es zur Errichtung von mehreren Geschäften und Gasthäusern, die diese Bedürfnisse befriedigten. Im heutigen Salzburger Stadtteil Itzling entstanden mehrere Wirtshäuser und Herbergen und auch der Wirt im nördlichen Lengfelden verzeichnete Umsatzzuwächse.

Zu jener Zeit existierte keine allgemeine Mobilität wie heute; die Mehrheit der Bevölkerung war engräumig gebunden und sesshaft. Auf Fahrt waren lediglich Angehörige der Oberschicht, Kaufleute, Handwerksgesellen sowie – auf der untersten sozialen Ebene – das „fahrende Volk“, worunter Landstreicher, Vagabunden und Bettler zu verstehen waren. Daher sah man sich in Maria Plain nicht nur frommen Wallfahrern, sondern mit der letzteren Personengruppe auch unliebsamen Menschen gegenüber, was zu verschiedenen Protesten der ansässigen Bevölkerung führte.

Franz Anton Danreiter: „Die Wallfahrt nach dem Plain in Salzburg außer der Stadt“ – Kolorierter Kupferstich (um 1750); im Vordergrund Bettler und Vagabunden

Denn in den Jahrhunderten der Neuzeit war es üblich, dass im Umfeld von Kirchen, besonders auch bei Wallfahrtsstätten, Bettler und Vaganten um Almosen baten. Diese Gepflogenheit rührte vom Gedanken der christlichen Caritas, der Nächstenliebe, her. Hier konnten die Menschen durch Spenden, die ursprünglich in erster Linie aus Brot bestanden hatten, im Alltag Barmherzigkeit üben. Geldspenden kamen erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf. Im Gegenzug wurde von den Bettlern mit Gebeten für die Wohltäter gedankt, die sich im Laufe der Zeit zu einem rituellen „Vergelt’s Gott“ verkürzten.

Etliche Jahre nach Errichtung der Wallfahrtskirche Maria Plain, spätestens aber 1687 wurde die Einrichtung des „Plainbettels“ geschaffen. Dabei wurde seitens der Benediktiner von Maria Plain, denen die dortige Seelsorge oblag, sowie des zuständigen weltlichen Pfleggerichts Neuhaus zwölf Armen das Privileg erteilt, vor der Kirche die Wallfahrer anzubetteln. Diese Auserwählten gehörten jener sozialen Untergruppe von Bettlern an, die man hinsichtlich ihrer benachteiligten Lebenssituation für unschuldig hielt und die von den unliebsamen, „faulen“ Bettlern unterschieden wurden. Mit der Erlaubnis zu betteln verbunden war auch die Möglichkeit einer kostenfreien Unterkunft. Die Spenden an die Bettler hatten in Form von Brot zu bestehen, das in den anliegenden Läden erworben werden konnte. Die gespendeten Backwaren wurden für die Plainbettler tagsüber gesammelt und erst am Abend verteilt. Überschüssiges Gebäck konnte an die Bäcker mit vermindertem Wert zurückverkauft werden, sodass damit zum einen die Bettler Geld erwerben konnten und zum anderen dies für die Händler ein einträgliches Geschäft bedeutete. Den privilegierten Plainbettlern war aber die Aufgabe zuteil, anderen, besonders den oft von weither zugereisten Bettlern und Vagabunden das Betteln zu untersagen. Unterstützt und dazu angehalten wurden sie von einem vom Pfleggericht bestellten Gerichtsdiener. Ab 1793 besaßen dieses Bettelprivileg möglicherweise nur noch zehn Personen.

Mit dem im 18. Jahrhundert entstandenen aufklärerischen Gedanken, dass Armut nicht gottgegeben sei, sondern man gezielt gegen Armut in der Gesellschaft vorgehen könne, änderte sich auch die Einstellung gegenüber Bettlern generell und man begegnete ihnen zusehends und unterschiedslos mit Unmut. Denn immer mehr wurde nun die Ansicht vertreten, dass zum einen Arme auch selbst für ihren Zustand verantwortlich seien, und zum anderen, dass der Staat die Aufgabe der Armenfürsorge und Armutsbekämpfung übernehmen solle. Vor diesem Hintergrund wurde der Plainbettel 1804 offiziell abgeschafft, was von offiziellen Stellen begrüßt wurde, aber bei den anliegenden Kaufleuten erklärlicherweise auf Missfallen stieß.

19. Jahrhundert bis heute

Josef Mayburger: „Salzburg vom Plainberg aus gesehen“ – Gemälde (1881)

Während der Franzosenkriege nach 1800 war im Rahmen des ersten Feldzugs von Frankreich gegen Österreich der Bergheimer Raum Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern, am Plainberg selbst fanden aber keine Kriegshandlungen statt. Auch von Übergriffen seitens der einrückenden französischen Soldaten auf die ansässige Bevölkerung auf dem Berg wird in den geschichtlichen Darstellungen nicht gesprochen.[33]

Neben den ansässigen Bauern und zugezogenen Geistlichen auf dem Plainberg kamen zumindest ab dem 19. Jahrhundert auch andere Neubewohner hinzu. Schon in den historischen Beschreibungen des Plainbergs und Maria Plains wird wiederholt die landschaftliche Schönheit der Gegend betont; die der Stadt Salzburg zugewandte Südseite des Berges bietet vergleichsweise weite Ausblicke und diente mit dieser Lage in der Zeit um die Wende zum 19. Jahrhundert unter anderem als Wohnsitz für emeritierte Professoren der Salzburger Universität.[34]

Die Ortschaft Plain umfasste mit Ausnahme eines Stücks im Westen den größten Teil des Plainbergs sowie das nächste Gebiet östlich davon. Als Siedlungsgebiet existierte dort auch die heute zur Gemeinde Hallwang zählende Ansiedlung Berg. Für Plain wurden im 19. Jahrhundert und später unter anderem folgende Einwohnerzahlen erhoben:[8]

Wohnstätten und Bevölkerung in der Ortschaft Plain
1812–2006
Jahr Häuser Bewohner
1812 22 132
1839 21 113
1869 22 133
1890 23 153
1900 25 174
1910 30 263
1991 74 385
2006[35] k. A. 219

Das Zahlenverhältnis von Männern zu Frauen war immer ausgewogen. Als Konfession wurde für den gesamten Zeitraum fast ausnahmslos römisch-katholisch angegeben. Für die Jahre 1812 und 1890 liegen für den Plainberg folgende Detailangaben vor:

Wohnstätten und Bevölkerung am Plainberg
1812 und 1890
Ansiedlung 1812[1] 1890[8]
Bewohner Häuser Bewohner
Gaglham 13 2 k. A.
Gaglham inkl. einschichtige Häuser Hofstätt und Plainbrücke k. A. 4 46
Kemating 30 6 29
Plain[36] 42 k. A. k. A.
Maria Plain inkl. Eisenbahnhaltestelle Berg – Maria Plain k. A. 7 34
Radeck 38 6 44
In der Karte der Franzisko-josephinischen Landesaufnahme Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Maria Plain als einziger Ort auf dem Plainberg erfasst

In den Jahren 1828 und 1829 wurden im Zuge der Erstellung des Franziszeischen Katasters auch im Raum Bergheim die neuen Steuergemeinden eingerichtet. Mit dem Kataster wurden aufgrund einer staatlichen Neuordnung der Grundbesteuerung sämtliche Liegenschaften in der gesamten österreichisch-ungarischen Monarchie neu vermessen und in Plänen erfasst. Der Plainberg wurde dabei überwiegend der neuen Katastralgemeinde Bergheim zugeordnet, die heute den Namen „Bergheim I“ trägt. Die nunmehrige Katastralgemeinde Bergheim II mit dem südlichsten Teil des Bergs war ursprünglich Teil der Katastralgemeinde Vockenberg, die damals auch noch die heutige Katastralgemeinde Voggenberg mit umfasste.

Im 19. Jahrhundert wurden im ländlichen Raum auf Empfehlung der Obrigkeit hin immer häufiger entlang von Straßen und um Gehöfte Obstbäume gepflanzt, was auch am Plainberg geschah. Aus Anlass des 40-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph im Jahr 1888 pflanzte der in Maria Plain ansässige Joseph Nußdorfer entlang der Straße zur Wallfahrtsstätte die „Kaiser-Jubiläums-Obstbaumallee“.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Bergheim restriktiv gegen die neuen sozialen und politischen Bewegungen eingestellt. Sowohl sozialdemokratische und großdeutsche Bestrebungen waren in der Minderheit, man war fest den Anschauungen verbunden, wie sie bis ins 20. Jahrhundert hinein im Politischen Katholizismus vertreten wurden. In ihrem Gefolge entstand im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in Bergheim – gleich wie auch in anderen Landgemeinden Salzburgs – ein sogenannter Burschenschaftsverein. In diesem dem Bauernbund nahestehenden Verein sammelten sich ledige Bauernburschen und männliche Dienstboten. In Maria Plain wurde von diesem jährlich ein Burschentag mit rund 300 Mitgliedern abgehalten, was gemessen an der Einwohnerzahl als stattliche Repräsentanz zu werten ist.[37]

Am 25. April 1901 wurde in Kasern, da nahe an der Eisenbahn gelegen, das erste Postamt auf Bergheimer Gebiet errichtet.[38] Dieses war ab nun für die Zustellung der Post auch auf dem Plainberg zuständig, was zuvor ein Postamt in Salzburg für diesen Rayon übernommen hatte. Die Post wurde werktags täglich mehrmals zugestellt, an Sonntagen war die Zustellung örtlich beschränkt. Auf dem Plainberg erhielt sonntags nur der Weiler Maria Plain Sendungen. Ab dem 1. August 1912 existierte im Ort Bergheim eine (in ihren Aufgaben gegenüber regulären Postämtern beschränkte) Postablage des Postamtes Salzburg 1; der Postzustellungsmodus blieb aber unverändert bis nach 1945, als Bergheim zu einem eigenständigen Postamt wurde. Das Postamt Kasern wurde 2009 geschlossen, die Postzustellung auf dem Plainberg wird seit 2005 von Salzburg-Itzling aus vorgenommen.

Nach dem Ersten Weltkrieg zogen heimwärts ziehende Soldaten durch Bergheim und es gab Furcht vor Plünderung und Gewalt. In der Tat fanden 1920 auf Frauen einige Überfälle mit sexueller Nötigung statt, so auch im Wald des Plainbergs.[39] Während der wirtschaftlichen Krisenzeit wurde in Bergheim zwischen September 1920 und 1922 als dringliche Maßnahme gegen die Inflation örtliches Notgeld ausgegeben. Auf einem 10-Heller-Schein war die Südseite des Plainbergs mit der Wallfahrtskirche Maria Plain abgebildet.

Nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland im März 1938 wurde 1939/40 zwischen Bergheim und Hagenau auf dem Gelände der heutigen Kirchfeldsiedlung ein Arbeitslager des nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienstes errichtet. Die Insassen wurden unter anderem für Arbeiten zur Regulierung des Plainbaches und für den Bau der Reichsautobahn eingesetzt, die an diejenige von München kommend anschließen und nach Wien weiterführen sollte. Die Trasse entspricht der heutigen Westautobahn (A 1) und verläuft über den Südhang des Plainbergs. Nach Kriegsende richtete die amerikanische Besatzungsmacht auf dem Gelände, das von der Pfarre Bergheim in Pacht genommen worden war, ein Flüchtlingslager ein. Zuerst war es als Auffanglager für ehemalige Wehrmachtsangehörige vorgesehen gewesen. Im Oktober 1946 waren in der 16 Holzbaracken umfassenden Siedlung 391 Personen untergebracht,[39] davon zu 95 % Donauschwaben. Im Herbst 1948 waren es über 460 Bewohner.[40] Im Lager entwickelte sich eine eigene Sozialstruktur mit Kindergarten, Schule, Lebensmittelversorgung, Sportklubs und einer ursprünglich behördlich eingesetzten Lagerpolizei. 1952 ging das Lager in Selbstverwaltung über und löste sich mit dem Verkauf des Geländes an Siedlungsgenossenschaften Ende 1956 in den Folgejahren auf.

Mit Jahresbeginn 1939 kam der größte Teil des Plainbergs von Bergheim zum Gemeindegebiet der Stadt Salzburg. 1943 wurde am Ostende des Bergs von der Stadtgemeinde, ausgelöst durch den „Führerbefehl zum Bau von öffentlichen Luftschutzbunkern in ganz Deutschland“, ein kleiner Luftschutzbunker für rund 30 Personen errichtet. Er ist damit der weitaus kleinste aller solcher damals in der Stadt Salzburg angelegten Schutzräume. Für die Arbeiten wurden Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene herangezogen.[41] Nach dem Krieg gab es Bestrebungen der Gemeinde Bergheim, den Berg wieder zurückzubekommen, was jedoch nur gelang, indem man dem Wunsch Salzburgs nach Einverleibung des nördlich von Bergheim befindlichen Schlachthofgeländes nachkam und einen Gebietstausch ausverhandelte. Das 216 ha große Plainberggebiet wurde gegen einen nur 35 ha umfassenden, teils nur rund 65 m breiten Geländestreifen entlang der Salzach Richtung Norden bis einschließlich des Schlachthofes eingetauscht, das heutige Itzling-Nord. Am 13. Juli 1950 trat diese Abmachung in Kraft.[42] Ein Teil von Kasern jedoch verblieb bei Salzburg – angeblich um den dörflichen Charakter von Bergheim nicht zu zerstören, da der neue Salzburger Stadtteil sich zum Gewerbe- und Industriegebiet entwickelt habe.[43] Die Industrialisierung des Gebiets begann jedoch schon lange zuvor.[44]

Im Jahr 1963 wurde in Bergheim die regelmäßige Müllabfuhr in Teilen des Gemeindegebietes eingeführt. Das Gebiet des Plainbergs gehörte von Beginn an dazu.[45]

Wirtschaft

Landwirtschaft, Viehzucht, Jagd

Heuernte am Plainberg

Einem Berg in der Flyschzone, so auch dem Plainberg, ist es eigen, Wald-, aber auch Wiesenflächen aufzuweisen. Daher ist zu vermuten, dass die baumfreien Flächen schon in frühester Zeit landwirtschaftlich genutzt wurden. Die Ausgrabung des Gutshofes aus der Römerzeit in Kemating lässt darauf schließen, dass in dem Gebiet schon im Altertum Landwirtschaft betrieben wurde.

Aus dem frühen 19. Jahrhundert wird berichtet, dass die Südseite des Plainbergs schon vor Jahrhunderten zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt wurde. Die Felder waren fruchtbar und den hier ansässigen Bauern war ihr Reichtum auch äußerlich anzusehen.[9][34] Es dominierte der Getreideanbau. 1833 bestand die Ackerfläche der Katastralgemeinde Bergheim, die zum größeren Teil vom Plainberg eingenommen wurde, zu einem Drittel für Anbau von Wintergetreide, einem weiteren Drittel für Hafer und der Rest verteilte sich auf Klee, Brachland und etwas Flachs. An Vieh wurden fast ausschließlich Ochsen und Kühe gehalten.[37] Heute gibt es auf dem Plainberg inklusive Radeck noch fünf aktive Bauern.[46]

Auf der Wiese vor der Wallfahrtskirche Maria Plain wurde von 1830 bis 1961 (mit Ausnahme der Kriegsjahre 1940 bis 1944) jährlich am Lorenzitag, dem 10. August, der „Lorenzimarkt“ oder „Plainmarkt“ abgehalten. Es handelte sich dabei um einen volksfesthaften Viehmarkt und Kirtag, bei dem die für die Landwirtschaft wichtigen Viehpreise für die nachfolgende Saison festgelegt wurden; gehandelt wurde mit Pferden und Rindern. Zum Verkauf standen aber auch Kleidung, Haushaltswaren und ähnliche für einen Jahrmarkt übliche Waren. Der Viehhandel fand im Wesentlichen bereits vormittags statt, der Nachmittag hatte mehr geselligen Charakter. Als Grund für die Aufgabe des Plainmarktes 1961 werden die zunehmend erschwerten Bedingungen für das Herantreiben des Viehs (motorisierter Straßenverkehr) sowie die Konkurrenz des Viehmarktes in Maishofen im Pinzgau genannt.[47]

Die Wälder auf der Nordseite waren bis ins Hochmittelalter nicht erschlossen,[8] späterhin dienten sie der Jagd.[9][34] Heute wird der Plainberg nur noch wenig bejagt (in erster Linie Rehwild); Niederwild ist nur noch in geringer Stückzahl vorhanden.[48]

Industrie, Handel und Gewerbe

Unmittelbar nördlich des Plainbergs befindet sich das Handelszentrum Bergheim mit zahlreichen Unternehmen. Überdies ist am nördlichen Fuße des Bergs der Bau einer Anlage zur Gewinnung von erneuerbarer Energie („Ökoenergiepark Bergheim“) geplant.

Unmittelbar jenseits der Lamprechtshausener Straße (B 156), die als Ausfallstraße von Salzburg die Ostflanke des Bergs passiert, existierte im Raum um Kasern mit der „Redlacken“ ein Ziegelwerk.[9] In dieser später auch als „Röttelacken“ bezeichneten Lehmgrube wurde zudem rötliche Tonerde für Bemalungen des im Salzburger Stadtteil Riedenburg von 1734 bis 1848 hergestellten Porzellans gewonnen.[49] Ein Ziegelwerk bestand dort noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ferner siedelten sich zu dieser Zeit dort auch eine chemische Fabrik, eine Glockengießerei und eine Seifensiederei an. Außerdem wurde hier schon zuvor Torf abgebaut. Heute befinden sich in dem Gebiet etliche gewerbliche Unternehmen, der ehemalige Torfabbau ist nicht mehr erkennbar.

Auf der Westseite des Plainbergs existierte bei Bergheim bis 1897 ein Steinbruch[50] die dort gewonnenen Steine wurden als Baumaterial für kirchliche Bauwerke der Umgebung verwendet, unter anderem für die Wallfahrtsbasilika Maria Plain und für die Benediktinerabtei Michaelbeuern.[51] Zumindest bis Ende des 19. Jahrhunderts gab es auch östlich des Plainbergs mehrere Steinbrüche, wovon derjenige unmittelbar südöstlich von Radeck ab den 1880er Jahren betrieben wurde.[52]

Um die Wende zum 20. Jahrhundert war die wirtschaftliche Bandbreite auf dem Gebiet des Plainbergs selbst noch wesentlich größer als heute. Neben der Landwirtschaft sind für das Jahr 1901 folgende Unternehmen für Maria Plain genannt: 1 Brothandel, 1 Fleischhandel, 2 Handlungen (gemeint sind Gemischtwarenhandlungen), 1 Heuhandel, 1 Mühlenbauer, 1 Schuhmacher und 1 Gastwirt.[37] Neben der Wallfahrtskirche wird auch heute mit Andenken und Devotionalien gehandelt.

Das Gastgewerbe erlangte im Gebiet des Plainbergs mit dem Aufkommen der Wallfahrten besondere Bedeutung. Der Gasthof Maria Plain nächst der Wallfahrtsbasilika („Plainwirt“) existiert seit 1654 und wird seit seinem Anbeginn bis heute von derselben Familie betrieben.[47] Das Gebäude hatte zuvor als Unterkunft für Priester gedient und war nach deren Umzug in das Superioratsgebäude von Maria Plain als Gasthaus umgebaut worden. 1687 wurde das Gebäude neu errichtet.[53] Als weitere Gastronomiebetriebe gab es um die Wende zum 20. Jahrhundert in Radeck zwei Wirtshäuser: das Schwarz’sche Gasthaus und den noch immer dort befindlichen Jägerwirt. Zum Jägerwirt gehörte auch ein daneben aufgestelltes Salettl, das sich seit 1994 als Ausstellungsobjekt im Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain befindet. Ferner wurde 1914 auf dem von Salzburg kommenden Weg an der Kreuzung zur Straße nach Radeck ein weiterer Gastronomiebetrieb eröffnet, die ebenfalls noch immer bestehende „Plainlinde“.

Heute wird das gastwirtschaftliche Geschehen auf dem Plainberg nach wie vor durch die Wallfahrtsstätte und den damit zusammenhängenden Tourismus, aber auch durch nicht religiös motivierten Ausflugsverkehr bestimmt. Zudem hat sich generell das Fremdenverkehrsaufkommen in Bergheim – gemessen an den Nächtigungszahlen – von 1986 bis 2008 mehr als verdreifacht.[54]

Verkehr und Medien

Straße von Kemating nach Radeck
Die Plainstiege

Der Plainberg wurde – so ist aufgrund von Funden zu schließen – schon von frühester Zeit an wegmäßig erschlossen. Der Hauptweg auf den Berg (heute namens „Plainbergweg“) ist seit Jahrhunderten die von Itzling kommende Straße über Kemating und hierauf Richtung Osten nach Radeck (heute „Plainwaldweg“), sowie Richtung Norden der Plainbergweg weiter nach Maria Plain. Bereits am 27. Juni 1909 wurde für diese Straße ab der Plainbrücke am Fuße des Bergs bis zur Basilika ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge erlassen.[37] Der Weg nach Radeck mündete bei dem Ort in die vom Salzburger Stadtteil Gnigl nach Lengfelden und darüber hinaus in das oberösterreichische Innviertel führende Straße. Heute handelt es sich bei dieser um die dort vierspurige Lamprechtshausener Straße (B 156). Daneben gibt es auf den Berg einen Zufahrtsweg von Itzling nach Gaglham (seit 1944 „Gaglhamerweg“ genannt[55]) mit Anschluss an die Straße nach Radeck sowie Fahrwege von Bergheim nach Maria Plain und nach Kemating. Des Weiteren existieren einige Fußwege, wovon einer – da kaum Aussicht bietend, nur wenig begangen – über den höchsten Punkt des Bergs führt. Der Abgang nach Norden kann vom Berg nur zu Fuß und größtenteils über eine Treppe, die „Plainstiege“, genommen werden. Über den Plainberg und an Maria Plain vorbei führen als Weitwanderwege der Rupertiweg und der Arnoweg sowie der Salzburger Abschnitt des österreichischen Jakobswegs.

Im südlichen Randbereich des Plainbergs, teils auf Höhe der Gemeindegrenzen von Salzburg und Bergheim, durchquert die Westautobahn (A1) das Gelände; auf der östlichen Seite befindet sich die Ausfahrt Salzburg Nord, wo Anschluss an die B 156 Richtung Salzburger Stadtmitte und Richtung Norden besteht.

Haltestelle Maria Plain – Plainbrücke der Salzburger Lokalbahn

Am 1. Februar 1885 wurde bei der Ansiedlung Berg (heute zur Gemeinde Hallwang gehörend), etwa 800 m östlich von Radeck, die Eisenbahnhaltestelle „Berg – Maria Plain“ der 1860 eröffneten Kaiserin Elisabeth-Bahn geschaffen – die heutige Westbahn-Haltestelle Salzburg-Kasern.[56] 1886 wurde die Salzburger Lokalbahn eröffnet, die auf der gegenüberliegenden Seite des Bergs unterhalb von Hagenau von der dortigen Haltestelle bis zu dem vorherigen Haltepunkt „Maria Plain – Plainbrücke“ den Ausläufer des Plainbergs, den sogenannten Hagenauerberg[57] passiert. Elektrifiziert wurde diese Strecke von Salzburg bis zur Plainbrücke im August 1923, der restliche Teil bis Bergheim erst im Mai 1927, als auch die Haltestelle Hagenau eröffnet wurde. Über Bergheim hinaus wurde der Betrieb überhaupt erst ab Mai 1947 auf Strom umgestellt.[39][58]

Es gibt auch heute keine öffentlichen Verkehrsmittel, die direkt auf den Berg führen. Erreichbar ist der Plainberg am nächsten mit der Lokalbahn (Haltestelle „Maria Plain – Plainbrücke“) und mit der Salzburger Obus-Linie 6 (Haltestelle „Plainbrücke“) – beide am Südwest-Ende des Bergs – sowie mit der Albus-Linie 21 (Haltestelle „Jägerwirt“ bei Radeck im Osten und Haltestelle „Plainbachstraße“ zur Plainstiege nördlich des Plainbergs).[59]

Radiofabrik

Die „Radiofabrik“ ist eine private Hörfunk-Sendeanstalt in der Stadt Salzburg; sie zählt zu den Freien Radios Österreichs. Auf dem Dach des nächst der Basilika gelegenen Gasthofes Maria Plain befindet sich seit 2001 eine Sendeantenne des Salzburger Senders. Erstmals wurde am 6. Jänner 2002 gesendet. Die Ausstrahlung erfolgt auf 107,5 MHz. Die Sendeanlage wird in nächster Zeit abgebaut und aus sendetechnischen Gründen auf den Hochgitzen, einen etwas weiter nördlich und ebenfalls in der Gemeinde Bergheim gelegenen Berg verlegt.[60]

Bauwerke

Maria Plain

Hauptartikel: Maria Plain

Der Plainberg zählt – zumindest auf seiner Westseite – zu den viel begangenen Hausbergen der Stadt Salzburg. Als vorrangigstes Ziel gilt die auf 530 m Seehöhe gelegene und besonders nach Süden weithin sichtbare Wallfahrtskirche Maria Plain, die als bedeutendster Wallfahrtsort im Land Salzburg gilt. Zum gesamten Ensemble Maria Plain gehören neben der 1671–1674 erbauten Basilika das direkt an die Kirche anschließende, um 1675 erbaute Superioratsgebäude, ferner ein von 1686–1692 errichteter Kalvarienberg mit vier Kapellen und Kreuzigungsgruppe, eine Grabkapelle von 1692, die 1710 neu erbaute Ursprungskapelle (zuvor bestand seit 1652 zur Verehrung des Gnadenbildes Maria Plain eine hölzerne Kapelle[61]) sowie die 1734 fertiggestellte Schmerzenskapelle. Die gesamte Anlage wurde zuletzt von 2003 bis 2009 restauriert.[62]

Von der Ursprungskapelle bis zur Basilika findet am 2. Februar eines Jahres (Lichtmess) eine Lichterprozession mit traditioneller Kerzenweihe statt.

Geheimnissäulen

Bildstock XV unterhalb der Plainkirche

Erhalten und restauriert sowie teilweise wiedererrichtet ist ein in der Stadt Salzburg beginnender, aus 15 Bildstöcken und einer Votivsäule bestehender, 1705 von einer Privatperson errichteter Wallfahrtsweg. Beginnend im Stadtteil Elisabeth-Vorstadt führt diese Reihe von Säulen auf den Plainberg bis unweit der ersten Kapelle des Kalvarienbergs. Die auf den 15 Bildstöcken befindlichen Ölbilder zeigen die 15 Rosenkranzgeheimnisse. Den Abschluss der Reihe bildet eine Votivsäule mit einer Abbildung des Maria Plainer Gnadenbildes, dem Text zur Entstehungsgeschichte des Wallfahrtswegs und mit dem Votivspruch des Erbauers. Auf dem Plainberg stehen ab der Plainbrücke am Fuß des Bergs die Bildstöcke IX bis XV sowie die Votivsäule. Ein modern gestalteter, den Geheimnissäulen nachempfundener Bildstock befindet sich unmittelbar vor dem Superioratsgebäude neben der Maria-Plain-Basilika.

Schloss Radeck

Hauptartikel: Schloss Radeck

Am östlichen Ende des Bergs befand sich das Schloss Radeck. Die um 1225 errichtete Burg gehörte bereits ab 1273 den Salzburger Erzbischöfen und war in späterer Zeit der Geistlichkeit von Maria Plain unterstellt. 1525 brannte die Burg im Bauernaufstand aus und wurde später in erweiterter Form schlossähnlich wiederaufgebaut.[43] Heute ist von der ursprünglichen Anlage nur noch die 1516 geweihte Kapelle vorhanden. Ihre Glocke stammt aus dem Jahr 1548 und der Altar aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.[63] Das Gelände befindet sich in Privatbesitz.

Plainbrücke

Statue des heiligen Johannes Nepomuk auf der Plainbrücke

Am südwestlichen Ende des Plainbergs gelegen und assoziativ untrennbar mit ihm verbunden ist die im Salzburger Stadtteil Itzling befindliche Plainbrücke. Sie wurde vom Salzburger Erzbischof Leopold Anton von Firmian im Jahr 1733 errichtet. Es handelt sich um eine einbogige, rund 22 m lange und 10 m breite, aus Konglomerat-Quadern erbaute Steinbrücke über den Alterbach. Die seitlichen ca. 1,20 m hohen Brüstungen parallel zum Fahrweg erweitern sich an beiden Brückenenden und erwecken den Eindruck von Auffahrrampen. Der Unterbau der Brücke und der Belag sind modernisiert. Auf der westlichen Brüstung befindet sich in der Brückenmitte eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk; die Brücke wird daher gelegentlich auch „Nepomuk-Brücke“ genannt.[64] Unterhalb der Statue ist in den Stein der Brüstung unauffällig die Jahreszahl 1952 eingemeißelt. Die lebensgroße, aus Marmor gefertigte Skulptur wurde ebenfalls 1733 vom Salzburger Bildhauer Josef Anton Pfaffinger geschaffen; auf dem Sockel ist ein Relief mit dem Wappen des Erzbischofs modelliert.[53] Der „Brückenheilige“ Johannes Nepomuk gilt als Fürbitter gegen Hochwassergefahr und Ertrinkungstod, und die Errichtung der Statue erscheint erklärlich; denn bevor die nahe Salzach, aber auch nördlich des Plainbergs die Fischach und der Plainbach reguliert wurden, waren Überschwemmungen dieser Gewässer und die Zerstörung der anliegenden Ackerflächen keine Seltenheit.

Plainbrücke mit der Wallfahrtsbasilika und einer sogenannten Geheimnissäule (Ignaz Preisinger: „Maria Plain“, um 1850)

Bei der Plainbrücke trafen sich zwei aus der Stadt führende Wege, wovon der eine weiter über den Plainberg nach Lengfelden führte und gleichzeitig zum Pilgerweg zur Basilika wurde; der andere Weg war derjenige nach Bergheim und darüber hinaus nach Norden. Letzterer bestand schon zumindest seit dem Mittelalter, hatte aber lange Zeit wenig Bedeutung, da der Hauptweg für Fernverbindungen nach Norden auf der linken, heute auf bayrischem Gebiet liegenden Salzachseite führte.[65] Diese Strecke entwickelte sich im letzten Jahrhundert zu einer wichtigen Verkehrsverbindung und wird heute als Bergheimer Landesstraße (L 118) geführt. Auf der in den 1960er Jahren ausgebauten, viel befahrenen Straße entgeht die kleine Plainbrücke im motorisierten Verkehr leicht der Aufmerksamkeit. Ihr früherer markanter Charakter ist aber noch an dem Umstand nachvollziehbar, dass eine Station der Salzburger Lokalbahn, eine Bushaltestelle sowie ein traditionsreiches (nunmehr als Hotel geführtes) Gasthaus nach ihr benannt sind.

Auf der Nordseite der Brücke, an der alten Gabelung der Wege nach Bergheim und auf den Plainberg, befindet sich die neunte der 15 Geheimnissäulen, die den Wallfahrtsweg von Salzburg nach Maria Plain säumten. Sie alle sind aus demselben Konglomeratgestein (Nagelfluh) erbaut wie die Plainbrücke.

Religion und Volkskultur

Kirchliche Umzüge
Marterl auf dem Weg von Bergheim zur Plainkirche

In der kirchlichen Tradition gibt es als eine Form von religiös motiviertem Gang neben den Wallfahrten und anderen Prozessionen auch die des Bittganges. Dabei handelt es sich um einen Umzug innerhalb der Pfarre oder in den benachbarten Raum, angeführt durch einen Kreuzträger und oft verbunden mit der Segnung von Ackerflächen. In Bergheim wurden lange Zeit an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt, den sogenannten Bitttagen, solche Umgänge abgehalten. Im Raum des Plainbergs fand seit Jahrhunderten ein solcher „Kreuzgang“ bis 1993 jährlich am Tag vor Christi Himmelfahrt und ab 1704 zusätzlich am Sonntag nach Fronleichnam von der Pfarrkirche Bergheim nach Maria Plain statt. Seit der Neuordnung der Umzüge gibt es jährlich am Dienstag vor Pfingsten eine „Sternwallfahrt“ nach Maria Plain, ausgehend von der Pfarrkirche Bergheim, von der Kapelle in Radeck und von Lengfelden. Zudem findet zweijährlich (im Wechsel mit einer anderen Route) am Dienstag vor Christi Himmelfahrt ein Bittgang von der Pfarrkirche Bergheim nach Radeck statt.[1]

Das „Augenbründl“

Nahe der Anhöhe mit der Kirche Maria Plain befindet sich auf der Nordseite des Berges neben der Plainstiege das „Jakobsbründl“ oder „Augenbründl“, eine im Volksglauben heilige Quelle. Als Entstehungsgeschichte existiert folgende Legende:

Das Augenbründl

„Einst […] ging ein Priester vom Plainberg nach Lengfelden, um einem Kranken die Wegzehrung zu bringen und ihm die Seele auszusegnen. Es war im tiefen Winter und eine Eiskruste bedeckte die Stufen der Plainstiege. Im Gebete versunken, glitt der Pater plötzlich aus und zu seinem Entsetzen fiel die Hostie in den Schnee. In seiner Not flehte er die Gnadenmutter von Plain an […] Als er sich mit Hilfe des Mesners erhoben hatte, bemerkte er, wie an der Stelle, wo die heilige Hostie gelegen war, der Schnee schmolz und ein kleiner Quell emporsprudelte […]“

Salzburger Bauernkalender 1928, S. 68[63]

Früher existierte an der Quelle eine steinerne Bildsäule mit einem dreiteiligen Bild. Das Motiv in der Mitte zeigte Jesus am Jakobsbrunnen; den Bildrand zierte der Spruch: „Das Wasser, welches du hier schöpfest, löschet den Durst nur kurze Zeit, welches aber ich dir gebe, löschet ihn in Ewigkeit.“[63] Heute befindet sich neben der Quelle nur ein schlichter Holzbildstock mit einer Abbildung des Gnadenbildes Maria Plain. Das Wasser wird für gesundheitsfördernd gehalten und die Stelle gilt in esoterischem Sinn auch als ein „Ort der Kraft“.[66]

Brauchtum und Musik

In den Jahren 1965/66 bildete sich der Verein der Prangerstutzenschützen Radeck. Die Vereinsfahne trägt auf der einen Seite das Wappen der ehemaligen Herren von Radeck und auf der anderen Seite eine Abbildung der Radecker Schlosskapelle. Zur Tracht gehört ein Hut mit Hahnenfedern.[48]

Auf dem Plainberg werden zur Sommersonnenwende fallweise Sonnwendfeuer entzündet.

Nach dem Berg sind ein Volksmusikensemble und eine Krampus-Pass benannt. Des Weiteren existiert eine volksmusikalische Bayrisch-Polka des Salzburger Musikers und Komponisten Tobi Reiser namens „Plainberg-Boarischer“.

Literatur

  • Eberhard Fugger: Das Salzburger Vorland. In: Jahrbuch der k. k. geologischen Reichsanstalt, Band XLIX, Wien 1899; darin: Der Plainberg, S.  289–300; online abrufbar auf geologie.ac.at
  • Friedrich Spaur: Der Spaziergänge in den Umgebungen Salzburgs zweiter Band. Verlag Franz Xaver Oberer, Salzburg 1815; darin: Siebenter Spaziergang oder Erste Spazierfahrt nach Maria Plain, Lengfelden, die Papiermühle, Radeck und Minnesheim; online auf google books.

Spezielles:

  • Herbert Dorn: Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain. Salzburg 1990.

Weblinks

 Commons: Plainberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Spezielles:

Nachweise

  • Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart. Bergheim 2009. Informationen entnommen aus folgenden Beiträgen:
    • Monika Brunner-Gaurek: Bergheimer Vereine
    • Monika Brunner-Gaurek: Von Bauopfern, Haussegen, Kapellen und Marterln – Alltag im Zeichen religiöser Traditionen
    • Heinz Dopsch: Der Ort, seine Herren und das Gericht Bergheim im Mittelalter (ca. 600–1550)
    • Johann Gierlinger: Die Landwirtschaft in Bergheim nach 1945 bis zur Gegenwart
    • Patrick Gros: Einblicke in die Tierwelt der Gemeinde Bergheim
    • Hanns Haas: An der Schwelle zur Moderne: Bergheim im langen 19. Jahrhundert
    • Hans Krawarik: Die Anfänge der mittelalterlichen Besiedelung im Raum von Bergheim
    • Gunter Mackinger: Bahn und Bus – Der Nahverkehr
    • Johann März: Flüchtlingslager in Bergheim
    • Peter Matern: Bergheim und Maria Plain auf alten Landkarten und Ansichten
    • Peter Matern: Zur Herkunft der Bergheimer Ortsnamen
    • Kurt Anton Mitterer: Kriegerische Ereignisse im Bergheimer Raum während der Franzosenkriege
    • Fritz Moosleitner: Archäologische Funde aus Bergheim
    • Hans Moßhammer: Der Tourismusverband Bergheim
    • Guido Müller: Bergheims Grenzen und Grenzräume im Wandel
    • Wolfgang Neuper: Von der Ersten zur Zweiten Republik – Bergheim zwischen 1918 und 1955
    • Franz Ortner: Die Geschichte der Kirche und Seelsorge der Pfarre Bergheim vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart
    • Peter Putzer: Die Bildsäulen auf dem Weg nach Maria Plain
    • Peter Putzer: Naturdenkmäler in Bergheim
    • Peter Putzer: Zur Geschichte der Post in Bergheim
    • Christine Schnell: Zur Entwicklung der Abfallentsorgung in der Gemeinde Bergheim
    • Heinz Slupetzky, Josef-Michael Schramm: Geologische Verhältnisse und Entstehung des heutigen Landschaftsbildes von Bergheim
    • Oliver Stöhr: Zur Pflanzenwelt von Bergheim
    • Sabine Veits-Falk: Das Bettelwesen am Plainberg
    • Birgit Wiedl/Wolfgang Neuper: Bergheim in der frühen Neuzeit bis zum Übergang an Österreich (ca. 1550–1816)
    • Werner Wiedmann: Raumordnung und Raumplanung
    • Katharina Wuschitz: Von Gasthäusern, Handwerkern, Krämereien und dem Plainmarkt – Handwerk und Gewerbe vom 18. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre
  1. a b c Franz Ortner: Die Geschichte der Kirche und Seelsorge der Pfarre Bergheim vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  2. a b c d Franz Hörburger: Salzburger Ortsnamenbuch. = Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 9. Ergänzungsband, bearbeitet von Ingo Reiffenstein und Leopold Ziller, hrsg. von der Salzburger Gesellschaft für Landeskunde, Salzburg 1982.
  3. a b c Lorenz Hübner: Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden. Eigenverlag, Salzburg 1792, S. 546–557; auf google books, abgerufen am 21. Januar 2012
  4.  Kurt Klein (Bearb.), Vienna Institute of Demography (VID) d. Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Salzburg, o.D. (aktual.), Ehemalige Gericht des Erzstiftes Salzburg: Plain, S. 9 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; pdf).
  5. Beda Seeauer: Auserlesene in Vier Theil verfaßte Lob- und Sittenpredigen. Band 3, Verlag Wolff, 1753, S. 137, online auf google books, abgerufen am 10. März 2012
  6. a b c Bonifaz Aigner: Kurze Geschichte des berühmten Wallfahrtsortes Maria=Plain bey Salzburg. Verlag Joseph Oberer, Salzburg 1848, S. 2; online auf google books, abgerufen am 23. Januar 2012
  7. Herbert Dorn: Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain. Salzburg 1990, S. 28. Diese Aussage kann aber auch als auf die Bergheimer Ortschaft Plain bezogen interpretiert werden.
  8. a b c d e f g Hans Krawarik: Die Anfänge der mittelalterlichen Besiedelung im Raum von Bergheim. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009.
  9. a b c d e Friedrich Spaur: Der Spaziergänge in den Umgebungen Salzburgs zweiter Band. Verlag Franz Xaver Oberer, Salzburg 1815, online abrufbar auf google books, abgerufen am 24. Januar 2012
  10. a b Tanja Ebner: Salzburger Marienwallfahrtsorte im Spiegel der Mirakelbücher. Dipl.-Arb., Salzburg 2006.
  11. Regionales salzburgwiki, Version vom 14. Januar 2011.
  12. Dort wird im Zuge der Erkundung der Ortsgeschichte diskutiert, ob dessen Name mit „Maria Plain“ in Zusammenhang steht. Obwohl es keine historischen Belege dafür gibt, bleibt dieses Gerücht hartnäckig in Umlauf. Vgl. Google-Site „auswanderer“, abgerufen am 26. Februar 2012 und Plain, Wisconsin auf der englischsprachigen Wikipedia.
  13. Vgl. eunis.eea.europa.eu, abgerufen am 15. Januar 2012
  14. a b Waldentwicklungsplan des Landes Salzburg, Salzburg 2008, abgerufen am 31. Januar 2012
  15. Vgl. Werner Wiedmann: Raumordnung und Raumplanung. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009, S. 549.
  16. Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart. Bergheim 2009, S. 12.
  17. Die nachfolgenden Daten wurden entnommen aus: Gabriele Rupnik: Umweltklimatologische Studie Salzburg, Salzburger Geographische Arbeiten Nr. 37, herausgegeben von Werner Mahringer und Herbert Weingartner, Selbstverlag des Instituts für Geographie der Universität Salzburg. Salzburg 2003.
  18. Hanns Tollner: Klima und Witterung der Stadt Salzburg. unter Mitarbeit von Werner Mahringer und Friedrich Söberl, Wien 1976 = Arbeiten aus der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien 20, S. 124.
  19. a b Oliver Stöhr: Zur Pflanzenwelt von Bergheim. In: Gemeinde Bergheim (hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  20. www.dragon.at, abgerufen am 2. Juli 2012
  21. Patrick Gros: Einblicke in die Tierwelt der Gemeinde Bergheim. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  22. Amtliches Geographisches Informationssystem des Landes Salzburg (SAGIS), abgerufen am 30. März 2012
  23. Plainberg-Landschaftsschutzverordnung 1981 auf ris.bka.gv.at, abgerufen am 18. Januar 2012.
  24. Geschützte Landschaftsteile auf stadt-salzburg.at, abgerufen am 27. März 2012
  25. Fritz Moosleitner: Archäologische Funde aus Bergheim. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009.
  26. Eine ausführliche Beschreibung der Ausgrabung bietet Oliver Klose: Römische Gebäudereste in Kemeting bei Maria Plain und in der Kellau bei Golling. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1925, S. 73–112; online im Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek unter anno.onb.ac.at, abgerufen am 7. Juli 2012.
  27. SUB II, S. 1102, zit. n. Peter Matern: Zur Herkunft der Bergheimer Ortsnamen. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009 (keine Auflösung des Quellen-Kürzels SUB im Band vorhanden)
  28. Peter Matern: Bergheim und Maria Plain auf alten Landkarten und Ansichten. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  29. Sebastian Textor: Gemma Principum oder Kleinod der Fürsten. Verlag Johann Joseph Mayr, Salzburg 1709, S 2; online abrufbar auf google books (an aktuelle Orthografie angeglichen), abgerufen am 24. Januar 2012
  30. Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Baiern, Band 2, Ulm, Stettinische Buchhandlung 1796 auf books.google.at, abgerufen am 21. Januar 2012
  31. C. Mell: Die Moluskenfauna des Kapuzinerberges in Salzburg nebst weiterer Fundortsangaben Salzburger Weichtiere. Botanische Gesellschaft in Wien, 1937; online auf landesmuseum.at, abgerufen am 25. Januar 2012
  32. Sabine Veits-Falk: Das Bettelwesen am Plainberg. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  33. Kurt Anton Mitterer: Kriegerische Ereignisse im Bergheimer Raum während der Franzosenkriege. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  34. a b c Friedrich von Spaur: Nachrichten über das Erzstift Salzburg nach der Säkularisation. Verlag Niklas Ambrosi, Passau 1805, online abrufbar auf google books, abgerufen am 25. Januar 2012
  35. Statistik Austria, zit. n. Gemeinde Bergheim: Bergheim. Geschichte und Gegenwart. Bergheim 2009, S. 12; Zählung für die Ortschaft Plain inklusive des Bergheimer Teils von Kasern
  36. Zu verstehen als Maria Plain
  37. a b c d Hanns Haas: An der Schwelle zur Moderne: Bergheim im langen 19. Jahrhundert. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  38. Peter Putzer: ’‘Zur Geschichte der Post in Bergheim’‘, in: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): ‘‘Bergheim. Geschichte und Gegenwart‘‘, Bergheim 2009.
  39. a b c Wolfgang Neuper: Von der Ersten zur Zweiten Republik – Bergheim zwischen 1918 und 1955. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009.
  40. Johann März: Flüchtlingslager in Bergheim. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): ‘‘Bergheim. Geschichte und Gegenwart‘‘, Bergheim 2009
  41. geheimprojekte.at, abgerufen am 30. Januar 2012
  42. Stadtchronologie Salzburg ab 1945, Band 1, zusammengestellt von Ludwig Netsch, Dokumentation der Stadt Salzburg, Salzburg 1981.
  43. a b visit-salzburg.net, abgerufen am 27. Januar 2012
  44. Vgl. Guido Müller: Bergheims Grenzen und Grenzräume im Wandel. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  45. Christine Schnell: Zur Entwicklung der Abfallentsorgung in der Gemeinde Bergheim‘‘, in: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  46. Johann Gierlinger: Die Landwirtschaft in Bergheim nach 1945 bis zur Gegenwart. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  47. a b Katharina Wuschitz: Von Gasthäusern, Handwerkern, Krämereien und dem Plainmarkt – Handwerk und Gewerbe vom 18. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009.
  48. a b Monika Brunner-Gaurek: Bergheimer Vereine, in: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009, S. 445.
  49. Camillo Sitte: Zur Geschichte der Salzburger Weissgeschirr-Fabrikation. 1883, in: Camillo-Sitte-Gesamtausgabe: Schriften zu Kunstkritik und Kunstgewerbe, Wien, Böhlau-Verlag 2008, S. 513, auf google books, abgerufen am 22. Januar 2012
  50. Eberhard Fugger: Das Salzburger Vorland. In: Jahrbuch der k. k. geologischen Reichsanstalt, Band XLIX, Wien 1899, S. ;291, online abrufbar auf geologie.ac.at; Anm.: Bei dem in dieser Arbeit als „Plainbach“ bezeichneten Fluss handelt es sich um die damals übliche Benennung für den Unterlauf des Alterbaches südlich vom Plainberg (vgl. ebda. S. 301); der heutige Plainbach nördlich des Plainbergs ist hierin unbenannt.
  51. Heinz Slupetzky, Josef-Michael Schramm: Geologische Verhältnisse und Entstehung des heutigen Landschaftsbildes von Bergheim. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009, S. 25.
  52. Eberhard Fugger: Das Salzburger Vorland. In: Jahrbuch der k. k. geologischen Reichsanstalt, Band XLIX, Wien 1899, S. ;297
  53. a b Österreichische Kunsttopographie, hrsg. v. Kunsthistorischen Institute der k. k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, Band XI, III.  Teil: Gerichtsbezirk Salzburg, Kunstverlag Anton Schroll, Wien 1916, online abrufbar auf archive.org (unredigiertes Transkript eines Scans)
  54. Hans Moßhammer: Der Tourismusverband Bergheim. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  55. Franz Martin: Salzburger Straßennamen. 4. durchgesehene und wesentlich überarbeitete Auflage von Willa Leitner-Martin und Andreas Martin, hrsg. von der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1995.
  56. Die „Enzyklopädie des Eisenbahnwesens“ nennt als genaues Eröffnungsdatum der Eisenbahnstrecke den 12. August 1860 (Dr. Freiherr v. Röll: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. zweite vollständig neu bearbeitete Auflage 1912–1923, online abrufbar auf zeno.org; Eröffnungsdatum der Haltestelle 1. Februar 1885 lt. Salzburger Zeitung 25, 31. Jänner 1885, zit. n. Guido Müller Bergheims Grenzen und Grenzräume im Wandel. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  57. Benennung lt. Christian Pongruber, ehemaliger Bürgermeister von Bergheim, in einem Zeitzeugengespräch, in: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009, S. 652.
  58. Gunter Mackinger: Bahn und Bus – Der Nahverkehr. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009
  59. Vgl. Verkehrsplan auf openstreetmap.org, abgerufen am 25. Februar 2012
  60. „Radiofabrik-Senderwallfahrt“ auf freie-radios.at, Beitrag vom 13. Oktober 2011, abgerufen am 19. Januar 2012
  61. Mehrheitlich wird als Errichtungsjahr 1652, fallweise das Jahr 1653 genannt.
  62. Maria Plain auf der Website des Bundesdenkmalamtes, abgerufen am 30. Januar 2012
  63. a b c Monika Brunner-Gaurek: Von Bauopfern, Haussegen, Kapellen und Marterln – Alltag im Zeichen religiöser Traditionen. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Bergheim 2009.
  64. Herbert Dorn: Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain. Salzburg 1990, S. 27.
  65. Fritz Koller: Die Verkehrsstellung Salzburgs in Mittelalter und früher Neuzeit. In: Verkehrsland Salzburg. Schriftenreihe des Landespressebüros, Serie Sonderpublikationen Nr. 198, Salzburg 2005, ISBN 3-85015-202-2, S. 7–27, hier: S. 18f.
  66. Vgl. beispielsweise kraftort.org, abgerufen am 20. Februar 2012