Polnische Wehrmacht

Uniform der Polnischen Wehrmacht

Polnische Wehrmacht (pl.: Polska Siła Zbrojna) – Einheiten des Regentschaftskönigreichs Polen, die in den Jahren 1917–1918 Teil des deutschen Heeres waren. Sie wurden aus den Polnischen Legionen gebildet, ihr Befehlshaber war in der Anfangszeit Hans von Beseler.

Geschichte

Am 10. April 1917 übergab Österreich-Ungarn die Polnischen Legionen dem Deutschen Reich, die Einheiten sollten Teil des deutschen Heeres werden. Die ganze Operation wurde von Józef Piłsudski selbst überwacht.

Am 9. Juli 1917 kam es zur sogenannten Eid-Krise, in der die polnischen Einheiten den Eid auf den Deutschen Kaiser verweigerten. Daraufhin wurden 15.000 Legionisten interniert und 3.000 aus Galizien stammende wurden zurück an Österreich-Ungarn gesandt, wo sie dann an der italienischen Front eingesetzt wurden. Die Polnische Wehrmacht zählte am Anfang nur 2.775 Soldaten. Nach dem Übergang des Kommandos an den polnischen Regentschaftsrat am 19. Oktober 1918 erhöhte sich die Anzahl auf 9.000 Soldaten.

Die Polnische Wehrmacht hatte großen Anteil an der Bildung der nach dem Ersten Weltkrieg entstandenen neuen polnischen Armee.

Literatur

  • Bernhard Chiari von Oldenbourg: Die polnische Heimatarmee, Oldenbourg, München 2003, ISBN 978-3-486-56715-1.