Polytec

Polytec Group
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN AT0000A00XX9
Gründung 1986
Sitz Hörsching, Oberösterreich
Leitung Friedrich Huemer (Vorstand)
Mitarbeiter 4.663 (2011)[1]
Umsatz 657,4 Mio. Euro (2011)[1]
Bilanzsumme 263,9 Mio. Euro (2011)[1]
Branche Automobilzulieferer
Website www.polytec-group.com

Die Polytec Group ist ein börsennotiertes österreichisches Unternehmen der Automobilzulieferbranche. Das Kerngeschäft umfasst die Produktion von Interieur-, Exterieur- und Motorraumteilen sowie die Fertigung von Funktions- und Zubehörteilen für die Automobilbranche. Kunden sind etwa BMW, Volkswagen, Audi, Porsche und Opel. Das Unternehmen hatte 2009 einen Jahresumsatz von 607 Millionen Euro und beschäftigte 5.525 Mitarbeiter[2]. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete Polytec mit 4.663 Mitarbeitern an 21 Standorten einen Umsatz in Höhe von 657,4 Millionen Euro.[1]

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1986 als Polytec Elastoform GmbH' von Friedrich Huemer und dessen Frau in Grieskirchen (Oberösterreich) gegründet. Seit 1995 wird die Automobilindustrie beliefert. Der Jahresumsatz betrug 1995 etwa 15 Millionen Euro.

Im Jahr 2000 übernahm die Beteiligungsgesellschaft Capvis die Mehrheit am Unternehmen. Dies ermöglichte den Erwerb von Kunststoffwerken in Italien und Schweden. Durch beständiges Wachstum und weitere Übernahmen wuchs der Umsatz auf über 500 Millionen Euro im Jahr 2005. Im Jahr 2006 ging Polytec an die Börse, während CapVis aus dem Unternehmen ausstieg. Der Firmengründer Friedrich Huemer hält immer noch 32,1 % der Anteile. Das Unternehmen war - bis zur Übernahme von Peguform (heute Samvardhana Motherson Peguform) - "praktisch Schuldenfrei".

Übernahme von Peguform

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2009 nicht mehr aktuell zu sein: Gehört Peguform überhaupt noch zu Polytec? --Flominator 21:26, 16. Dez. 2012 (CET)
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Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2009

Ende August 2008 wurde bekannt, dass Polytec den etwa doppelt so großen deutschen Konkurrenten Peguform (vom US-Beteiligungsunternehmen Cerberus erwerben würde. Das Gesamtunternehmen hat einen geplanten Umsatz für das Jahr 2009 von 2,2 Milliarden Euro und 13.500 Mitarbeiter an 50 Standorten weltweit. Gemeinsam rückt die Unternehmen in die Top-60 der Automobilzulieferunternehmen weltweit. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.[3]

Die Weltwirtschaftskrise unmittelbar nach dem Erwerb der Peguform machte eine zeitgerechte Kreditrückzahlung für das Bankdarlehn unmöglich, was Polytec Holding AG in eine wirtschaftliche Schieflage brachte. Um die Gesellschaft zu erhalten und eine bilanzielle Sanierung zu erlangen, wurde eine Einigung mit den Banken ausgearbeitet. Erstens soll die PEGUFORM GROUP dabei die POLYTEC GROUP wieder herauslösen und an eine von der POLYTEC GROUP unabhängige Gesellschaft unter der wirtschaftlichen Führung von Stefan Pierer und Rudolf Knünz übertragen werden. Zweitens soll das durch die CROSS-Industries Gruppe gehaltene ca. 20 % Aktienpaket an der POLYTEC HOLDING AG an eine im Einflussbereich der Raiffeisenlandesbank OÖ stehende Gesellschaft übertragen werden. Außerdem übernimmt die Raiffeisenlandesbank OÖ die weitere operative Finanzierung der POLYTEC HOLDING AG.[4] Am 7. August 2009 wurden die Bedingungen der Restrukturierungsvereinbarung rechtswirksam. [5]

Einzelnachweise

  1. a b c d Geschäftsbericht 2011
  2. http://www.polytec-group.com/polytecgroup/investor/upload/publikation/JFB_POLYTEC_D.pdf "Geschäftsbericht 2009"
  3. http://ooe.orf.at/stories/303613/
  4. INFORMATION ÜBER DAS ENTSCHULDUNGSKONZEPT DER POLYTEC HOLDING AG
  5. Polytec Holding AG / Abgabe der PEGUFORM GROUP abgeschlossen