Powidltascherl

Powidltascherln (auch Powidltatschkerln oder Powidldatschgerl) sind in der österreichischen und böhmischen Küche mit Powidl (Pflaumenmus) gefüllte Teigtaschen. Für die Zubereitung wird Kartoffelteig auf einem mit Mehl bestäubten Brett ca. 3 Millimeter dick ausgerollt und anschließend 6 bis 8 Zentimeter rund ausgestochen, danach gibt man in die Mitte Powidl, der manchmal mit etwas Zimt und Rum verfeinert wird. Der ausgestochene Teig wird dann halbmondförmig übereinander gelegt und die Ränder werden fest zusammengedrückt. Die gefüllten Teigtaschen werden anschließend für 6 bis 8 Minuten in leicht kochendes Salzwasser gelegt, danach herausgenommen und in Semmelbröseln, die zuvor in Butter goldgelb angeröstet wurden, gewälzt, mit Zucker bestreut und noch warm serviert.

Powidltascherln werden vor allem in Österreich und in Tschechien gegessen. Das Wort Powidl stammt aus dem Tschechischen und bedeutet so viel wie Pflaumenmus.

Literarische Erwähnung finden sie in Martin Walsers Roman Seelenarbeit und in der Comiczeitschrift Mosaik Nummer 54 vom Mai 1961. Powidltatschkerln ist außerdem der Titel eines Chansons von Hermann Leopoldi.

Literatur

Weblinks

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