Prambachkirchen

Prambachkirchen
Wappen von Prambachkirchen
Prambachkirchen (Österreich)
Prambachkirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Eferding
Kfz-Kennzeichen: EF
Fläche: 28,72 km²
Koordinaten: 48° 19′ N, 13° 54′ O48.31527777777813.904444444444374Koordinaten: 48° 18′ 55″ N, 13° 54′ 16″ O
Höhe: 374 m ü. A.
Einwohner: 2.820 (1. Jän. 2012)
Postleitzahl: 4731
Vorwahl: 07277
Gemeindekennziffer: 4 05 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Prof.-Anton-Lutz-Weg 1
4731 Prambachkirchen
Website: www.prambachkirchen.at
Politik
Bürgermeister: Johann Schweitzer (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
4 SPÖ, 14 ÖVP, 5 FPÖ,
2 Grüne
Lage der Marktgemeinde Prambachkirchen im Bezirk Eferding
Alkoven Aschach an der Donau Eferding Fraham Haibach ob der Donau Hartkirchen Hinzenbach Prambachkirchen Pupping St. Marienkirchen an der Polsenz Scharten Stroheim OberösterreichLage der Gemeinde Prambachkirchen im Bezirk Eferding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Prambachkirchen ist eine Marktgemeinde im Bezirk Eferding im Hausruckviertel in Oberösterreich mit 2820 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Prambachkirchen liegt auf 374 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,3 km, von West nach Ost 6,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 28,7 km². 12,8 % der Fläche sind bewaldet, 76,7 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde sind:

Andrichsberg, Baumgarten, Dachsberg, Gallham, Gföllnerwald, Großsteingrub, Grüben, Gschnarret, Hundswies, Kleinsteingrub, Langstögen, Mairing, Mittergallsbach, Mitterwinkl, Niederwinkl, Oberdoppl, Obereschlbach, Oberfreundorf, Obergallsbach, Pertmannshub, Prambachkirchen, Prattsdorf, Reith, Sallmannsberg, Schöffling, Stallberg, Steinbruch, Taubing, Unterbruck, Unterdoppl, Untereschlbach, Untergallsbach, Unterprambach, Uttenthal, Bad Weinberg.

Geschichte

Die ersten Spuren der Besiedelung des Gebietes, Steinbeile, Steinhämmer und Lochäxte, stammen aus der jüngeren Steinzeit (5000 - 4000 v. Chr.). Der Fund einer Wurf-Stoßwaffe aus Hornstein weist allerdings darauf hin, dass in der jüngeren Altsteinzeit, in der letzten Eiszeitperiode (70.000/60.000 bis 20.000/15.000 v. Chr.), wandernde Eiszeitjäger in dieser Gegend lebten.

Eine für das Gebiet wichtige Siedlungswelle stellt die Einwanderung der Baiern/Bajuwaren ab dem 6. Jhdt. dar. Einige Ortschaften entstanden in dieser ältesten Periode bairischer Landnahme. In den folgenden Jahren verdichtete sich die Besiedlung in der Form geschlossener Dorfsiedlungen.

Die erste Namensnennung von Prambachkirchen scheint in den Passauer Traditionen II, 1190–1204, auf. Ende des 11. Jahrhunderts siedelte sich ein Zweig eines reichfreien Geschlechts, die „Prambacher“, in der Gegend an. Der bedeutendste Spross der Prambacher war Wernhard III. Er wurde 1285 Bischof von Passau und gründete 1293 das Stift Engelszell. Neben zahlreichen Besitzungen übergab er dem Kloster „sein ganzes Erbgut in Prambach“.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Prambachkirchen war bis 1923 Teil des Gerichtsbezirkes Waizenkirchen und wurde nach der Auflösung dieses Gerichtsbezirkes dem Gerichtsbezirk Eferding zugeschlagen.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Silber ein roter Schräglinksbalken, darüber schräglinks ein blauer Turnierkragen. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot.
Das Wappen geht auf das Wappen der Herren von Prambach zurück. Das bedeutendste Mitglied dieses ehemals reichsfreien Passauer Ministerialengeschlechtes, Bernhard von Prambach, gründete als Passauer Fürstbischof mit Urkunde vom 12. März 1293 das Zisterzienserkloster Engelszell, das er neben anderen Besitzungen auch mit seinen eigenen Erbgütern an der Pram ausstattete.

Politik

Bürgermeister ist Johann Schweitzer (ÖVP), Vizebürgermeister Rudolf Krautgartner (ÖVP).

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche der Hl. Margareta: 1524 erbaut, einfacher gotischer Bau

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

  • Anton Lutz (1894–1992), österreichischer Maler

Weblinks

 Commons: Prambachkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weitere Infos über die Gemeinde Prambachkirchen auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich