Public Relations Verband Austria

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Der Public Relations Verband Austria (PRVA) ist der österreichische Berufsverband der Kommunikationsexpertinnen und –experten mit Sitz in Wien. Der Verband ist 1980 aus dem 1975 gegründeten PRCA (Public Relations Club Austria) hervorgegangen und stellt neben vielen anderen PR Verbänden die wichtigste österreichische Plattform und das Sprachrohr der Kommunikationsbranche dar. Der PRVA versteht sich als „die freiwillige Standesvertretung der professionellen, selbstständig und unselbständig erwerbstätigen PR-Fachleute in Unternehmen, Agenturen, Organisationen, Institutionen, Gebietskörperschaften und der Politik“ [1]. Der PRVA leistet mit seinen vielfältigen Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Professionalisierung der PR-Branche.

Das Verhältnis von PR und Journalismus nach Vogl: Journalisten und PR-Leute brauchen sich gegenseitig, betont Vogl. "Überspitzt gesagt", sei das ein "Verhältnis wie zwischen Dealer und Junkies". PR habe eine "Dienstleistungsfunktion, um Informationen aufzubereiten und ja, man ist daran interessiert, Information so aufzubereiten, dass sie von Journalisten auch genommen werden und veröffentlicht werden." [2]

Inhaltsverzeichnis

Organisation

Der Vorstand besteht aus derzeit zehn Mitgliedern, die ihre Funktionen ehrenamtlich ausüben. Präsidentin des PRVA ist Dr. Ingrid Vogl. Für die zweijährige Vorstandsperiode erstellt der Vorstand ein Arbeitsprogramm, dessen Ziele aber nur durch die Unterstützung zahlreicher Engagierter erreicht werden kann. Kritik übt der PRVA an dem verabschiedeten Lobbying- und Interessensvertretungs-Transparenz-Gesetz, das Anfang 2013 in Kraft treten wird, da es Ungleichbehandlung von Agenturen gegenüber Verbänden gäbe. [3]

Tätigkeiten

Events: Der PRVA veranstaltet jährlich zahlreiche Veranstaltungen. Es gibt jedes Jahr einen PR-Tag, PR-Talks und eine PR-Gala. Zentrale Anliegen des PRVA sind systematischer Erfahrungsaustausch, Nachwuchsförderung und Qualitätssicherung. PRVA-Mitglieder sind verpflichtet, sich an die international vereinbarten PR-Ethikkodizies "Code de Lisbonne" und "Code d´Athènes" zu halten.

Preise: Der Verband richtet jährlich den Staatspreis für PR aus, der vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) verliehen wird. Außerdem verleiht er jährlich den Österreichischen Wissenschaftspreis für Public Relations für Masterthesen, Diplom-/ Magister-/ Masterarbeiten sowie alle drei Jahre (2013) für Dissertationen. Der Public Relations Verband Austria (PRVA) vergibt in Kooperation mit dem Manstein-Verlag zweimal jährlich den BEST PRactice Award, mit dem besonders innovative PR-Leistungen ausgezeichnet und einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Weiters vergibt der Verband seit 1995 die Auszeichnung „Kommunikator des Jahres“. 2012 gewann Armin Wolf [4] den Preis, 2011 Hannes Androsch [5] und 2010 die Science Busters[6]. ". Mit diesem Titel soll eine Persönlichkeit geehrt werden, die durch ihre herausragende kommunikative Leistung auf gesellschaftspolitisch relevante Themen aufmerksam macht und vorwiegend in Österreich agiert. [7]

Wissenschaft Der PRVA versucht auch die wissenschaftliche Basis der PR-Branche zu verbessern. In einer so ausdifferenzierten Gesellschaft müssen PR-Leute Fachleute sein – keine selbst ernannten Experten. Sie müssen nicht nur Medienmitteilungen schreiben können, sondern auch beobachten und analysieren. An der Universität Wien versucht man die Forschung mit Szyszka die praxisnahe Lehre zu stärken. [8]

PR Newcommer Auch der PR-Nachwuchs wird von der PRVA unterstützt. Fast 1.000 junge Leute sind prNa-Mitglieder. prNa - Public Relations Newcomers Austria - wurde im Oktober 2011 gegründet und ist Anlaufstelle für junge PR-Treibende, unterstützt bei der Jobsuche und bietet Vorträge und Diskussionsrunden an. [9]

Entwicklung der Agentur- und Verbandsszene

1968 wurde die Arbeitsgemeinschaft für Pressereferenten ins Leben gerufen, mit dem Ziel Termine von Pressekonferenzen zu koordinieren. Die AG für Pressereferenten versuchte, erstmals ein Berufsbild der Pressereferenten zu erstellen. Ein Jahr später, 1969 wurde die Österreichische PR-Gesellschaft gegründet. Doch dieser Versuch, eine Standesver¬tretung zu gründen, missglückte. Erst der 1975 gegründete PR Club Austria (PRCA) konnte sich durchsetzen. Er wurde 1980 in den Public Relations Verband Österreich (PRVA) umbenannt.

Aber nicht alle österreichischen PR-Leute sind Mitglied im PRVA, denn dieser „verfolgt in seiner Mitgliederpolitik ein klares Ausleseprinzip, nicht zuletzt auch, um Public Relations so eindeutig wie möglich von anderen Berufen mit unter¬schiedlichen Zielsetzungen abzugrenzen. Diese Ausrichtung bringt es mit sich, dass der Verband hohe Ansprüche an seine Mitglieder stellt“ [10].

Die Agenturszene entwickelte sich auch relativ spät: 1963 gründete Ernst Haupt-Stummer die erste PR-Agentur Österreichs (Pubrel Public Relations Ges.m.H.), 1964 Prof. Mittag die Agentur Publico (vgl. Wachta, 2000). Die Agenturen sind im internationalen Vergleich betrachtet klein und überschaubar. Viele Agenturen sind ‚Ein-Mann/Frau-Betriebe’. Von der Größe her sind also die österreichischen PR-Agenturen mit internationalen Dimensionen nicht vergleichbar. Was die Qualität betrifft, so halten sie dem internationalen Vergleich sehr wohl stand, was u.a. die vielen internationalen Auszeichnungen belegen. [11]

Weblinks

http://www.prva.at http://kurier.at/kultur/medien/armin-wolf-ist-kommunikator-des-jahres/1.396.513 http://www.horizont.at/home/detail/staatspreis-pr-geht-an-bmw.html http://diepresse.com/home/kultur/medien/356852/Selbstregulierung_Gegen-die-Schleichwerbung?from=suche.intern.portal http://derstandard.at/1348284049201/Wer-gewinnt-die-Auszeichnung-Kommunikator-des-Jahres-2012

Einzelnachweise

  1. vgl. www.prva.at
  2. http://derstandard.at/1339639307505/Okto-Diskussion-PR-Leute-sind-keine-Anzeigenschalter
  3. http://derstandard.at/1339639521243/PRVA-kritisiert-Ungerechtigkeiten-im-neuen-Lobbying-Gesetz
  4. Wolf Kommunikator des Jahres 2012[1]
  5. Androsch Kommunikator des Jahres 2011[2]
  6. Science Busters Kommunikator des Jahres 2010[3]
  7. http://derstandard.at/1348284049201/Wer-gewinnt-die-Auszeichnung-Kommunikator-des-Jahres-2012
  8. vgl. Presse: http://diepresse.com/home/kultur/medien/422927/Public-Relations-brauchen-ein-akademisches-Gesicht?from=suche.intern.portal
  9. http://derstandard.at/1342947704456/prva-gespraech
  10. Bogner 1999, S. 99
  11. Vgl.: Nemmann, Karl: PR in Österreich. Anfänge und Entwicklungen. In: Bentele, Günther / Fröhlich, Romy / Szyszka, Peter: Handbuch Public Relations. Westdeutscher Verlag. 2002.

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