Puch X30

Puch X30 Baujahr 1976 mit Satteltaschen aus dem Zubehör
Nahaufnahme des Tanks einer Puch X30 mit dem Puch-Schriftzug und deutlich sichtbaren Gebrauchsspuren
Typenschild am Rahmenkopf einer X30 von 1976

Die Puch X30 ist ein Mofa das vom österreichischen Hersteller Steyr-Daimler-Puch hergestellt wurde.

Die X30 gehört zu den selteneren Puch Mofas und ist technisch mit der Maxi verwandt. Typische Merkmale der X30, von der es verschiedene Baureihen und Sondermodelle gab, die teilweise sehr selten sind und heute hohe Preise erzielen, sind ein Einrohrrahmen mit Hinterradschwinge und einer einfachen Federgabel vorne sowie ein schlanker, relativ kleiner Tank und große Chromspeichenräder (bei einigen Modellen wurden auch Gussfelgen verwendet).

Bei Puch verstand man die X30 als hochwertige "Halbschwester" der Maxi und bewarb sie entsprechend. Man versuchte damit vor allem jüngere Kunden anzusprechen, was aber nur teilweise gelang. Vor allem in Deutschland und der Schweiz war die X30 gemessen an der Konkurrenz zu teuer, weshalb viele Kunden lieber zur Maxi griffen.

Technische Daten

Obwohl innerhalb der relativ langen Bauzeit verschiedene Motoren verwendet wurden, blieben die grundlegenden Eckdaten fast immer gleich:

  • Motor: Z50 fahrtwindgekühlter, Einzylinder-Zweitaktmotor
  • Hubraum: 48,9 cm³
  • Leistung: 1 kW (1,3 PS) bei 3300/min
  • Getriebe: Zweigang-Schaltgetriebe (Handschaltung oder eher selten Automat ) mit Ölbadkupplung
  • Bereifung: 2 1/4 X 17 Zoll
  • Höchstgeschwindigkeit: je nach Verkaufsland 25 bzw. 30 km/h

Heutige Bedeutung

Das gute Fahrwerk und der robuste Motor der X30 bieten eine gute Grundlage für Leistungssteigerungen und Umbauten aller Art. Daher wurden viele X30 bei Mofarennen verschlissen. Der Bestand an Fahrzeugen dürfte heute in Österreich und der Schweiz noch am größten sein, in Deutschland ist die X30 relativ selten. Vor allem frühe Versionen mit dem Tretwerk im Rahmen (spätere Modelle hatten das Tretwerk im Motorgehäuse) sind fast ausgestorben und erzielen, wie auch die Sondermodelle, unter Sammlern hohe Preise.

Noch im Alltagsbetrieb gefahrene X30 sind selten, wo dies noch der Fall ist, werden die Fahrzeuge von ihren Fahrern für die hohe Zuverlässigkeit und den geringen Kraftstoffverbrauch geschätzt. Gerade in Deutschland ist jedoch die Ersatzteilversorgung teilweise etwas problematisch, viele Teile lassen sich nur unter Schwierigkeiten beschaffen oder müssen direkt in Österreich bestellt werden. Dies macht den Erhalt einer X30 als Alltagsfahrzeug heute, gemessen an anderen Mofas, unverhältnismäßig teuer.

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