Ranna

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ranna (Begriffsklärung) aufgeführt.
Ranna
Der Rannasee

Der RannaseeVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

Daten
Gewässerkennzahl DE: 1916
Lage Landkreis Passau, Bezirk Rohrbach
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle südöstlich von Sonnen
48° 40′ 43″ N, 13° 44′ 1″ O48.67861111111113.733611111111815
Quellhöhe ca. 815 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Niederranna in die Donau48.47416666666713.775972222222285Koordinaten: 48° 28′ 27″ N, 13° 46′ 33″ O
48° 28′ 27″ N, 13° 46′ 33″ O48.47416666666713.775972222222285
Mündungshöhe 285 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 530 m
Länge 28,2 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/EINZUGSGEBIET_fehlt
Abfluss am Pegel Rannasäge[1] MNQ
MQ
MHQ
HHQ (2002)
291 l/s
852 l/s
9,39 m³/s
21,5 m³/s
Durchflossene Stauseen Rannasee, Rannastausee

Die Ranna ist ein nördlicher Nebenfluss der Donau in Niederbayern und im oberen Mühlviertel, Oberösterreich. Er bildet im Unterlauf das weitgehend unberührte Rannatal, ein Naturschutz- und Europaschutzgebiet.

Inhaltsverzeichnis

Lauf und Landschaft

Die Ranna entspringt im Bayerischen Wald, südöstlich von Sonnen, und fließt dann durchwegs südwärts. Nordöstlich von Obernzell passiert der Fluss den Ort Wildenranna.

Die Grenze zu Österreich überquert der Fluss in einem künstlich angelegten Badesee, dem Rannasee, mit einer Fläche von 20 ha der größte Badesee im Bayerischen Wald, mit Badebuchten, Tretbootverleih und einer 120 m Wasserrutsche, liegt an der deutsch/österreichischen Landesgrenze.

Daran anschließend fließt er durch die Gemeinde Oberkappel.

Knapp zwei Kilometer abwärts liegt der Rannastausee, im Volksmund das Mausloch genannt. Der See speist das Pumpspeicherkraftwerk Ranna und ist etwa 4,5 km lang. Außerdem ist er ein beliebtes Fischwasser. Rund um den See verläuft ein naturnah ausgebauter Wanderweg, mit sechs Kneippstationen im oberen Bereich. Im unteren Bereich lockt ein Fitnessparcours. Etwa in der Mitte verbindet der Konzingersteg die beiden Ufer. Am südlichen Ufer befindet sich die Burgruine Falkenstein.

Der restliche Lauf ist eine tief eingefurchte Klamm, bei Niederranna mündet die Ranna in die Donau.

Naturschutz

Der Bereich südlich des Stausees ist seit 2002 als Naturschutzgebiet Rannatal[2] (n108 !548.5000005513.777778548.513.777777777778) mit 140,34 Hektar ausgewiesen, und – noch nicht landesrechtlich umgesetzt, als Natura 2000-Gebiet gleichen Namens[3] (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, FFH, AT3125000/nn25 !548.5000005513.777778548.513.777777777778), mit 228,00 Hektar. Das Naturschutzgebiet greift auch etwas in das große Europaschutzgebiet Oberes Donau- und Aschachtal (AT3122000/eu05_1) ein, das FFH-Gebiet erweitert dieses nach Norden.
Das Rannatal bietet eine große Artenvielfalt, wie etwa die Smaragdeidechse, den Feuersalamander oder die Äskulapnatter. Die Wälder und Felsstandorte des Rannatales beherbergen eine große Fülle auch weniger bekannter Tier- und Pflanzenarten.

Einzelnachweise

  1. Bayerischer Hochwassernachrichtendienst
  2. Naturschutzgebiet Rannatal. In: Genisys Detailansicht. Land Oberösterreich, abgerufen am 5. November 2010 (https).
  3. FFH-Gebiet Rannatal. In: Genisys Detailansicht. Land Oberösterreich, abgerufen am 5. November 2010 (https).
erste Nummer ist die Laufnummer der gemeinsamen Europaliste, zweite die des Oberösterreichischen Naturschutzbuchs