Rehrücken

Rehrücken
Rehrückenform aus Weißblech
Rehrücken mit Pignoli und Blechform

Der Rehrücken ist eine traditionelle österreichische Mehlspeise. Den Namen erhielt der Kuchen aufgrund seiner Ähnlichkeit mit einem Rehrücken, einer Fleischspeise.

Der Rehrücken ist ein Kuchen, der in einer speziellen Backform, der Rehrückenform, gebacken wird. Diese ähnelt einer abgerundeten Kastenform. Der fertig gebackene Kuchen wird mit Schokoladeglasur überzogen und mit geschälten, gestiftelten Mandeln gespickt. So wird die Optik eines mit Speck gespickten Rehrückens imitiert. Das Gericht wird häufig mit Schlagobers serviert.

Inhaltsverzeichnis

Zubereitung und regionale Abwandlungen

Das Rezept basiert auf einem Rührteig, dem Schokolade und geriebene Mandeln beigegeben werden.[1] Nach dem Abkühlen wird der Kuchen mit Schokoladeglasur überzogen und mit Mandelstiften verziert. In Deutschland wird der Rehrücken oft als „Falscher Rehrücken“ bezeichnet.[2]

In der Steiermark kennt man den „Kletzen-Rehrücken“, bei dem der Teig mit kleingeschnittenen Kletzen und geriebenen Kürbiskernen verfeinert wird. Dafür werden Schokolade und Mandeln weggelassen.[3] In Süddeutschland werden mit Rum befeuchtete Brotbröseln oder mit Obers befeuchtete Kipferlbröseln in der Teigmasse verwendet, wie ein Kochbuch aus dem Jahr 1902 beschreibt.[4]

Rehrückenform

Die Backform wird als Rehrückenform oder Rehrücken-Model bezeichnet.[5] Als Materialien sind Messing, Kupfer, Weißblech, Keramik und Steingut bekannt.[6] Auch Stahlformen mit Teflon-Beschichtung sind heute erhältlich.

Literatur

Der Rehrücken ist in vielen österreichischen Kochbüchern beschrieben.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. z. B. Rezept auf Oetker.de
  2. Falscher Rehrücken, Eintrag in ostarrichi.org.
  3. Christoph Wagner: Das Sacher-Kochbuch, Seite 301.
  4. Katharina Prato Scheiger (Edle von): Die süddeutsche Küche für Anfängerinnen und praktische Köchinnen, Ausgabe 32, Verlags-Buchhandlung „Styria“, 1902, Seite 575.
  5. Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, Band 78, Hrsg. vom Verein für Volkskunde in Wien, veröffentlicht 1975.
  6. Hannes Etzlstorfer: Küchenkunst und Tafelkultur: Culinaria von der Antike bis zur Gegenwart, Brandstätter, 2006, ISBN 978-3-902510-41-9.