Reinerkogelwarte

Die Jakobsleiter

Die Reinerkogelwarte war ein Aussichtsturm auf dem 496 Meter hohen Reinerkogel an der Grenze zwischen den Grazer Stadtbezirken Andritz und Geidorf.

Geschichte und Gestaltung

Ein Arzt namens Clar ließ gegen Ende des 19. Jahrhunderts am Grazer Reinerkogel eine Aussichts-Gloriette aus Holz errichten, die über ein Wegesystem erreichbar war. Baumeister Fekonja erbaute die Warte, die Anfang Mai 1873 eröffnet wurde. Die Gloriette fiel einem Vandalenakt zum Opfer. Erst Oskar Speth Baron von Schülzburg ließ die Warte wieder aufbauen.[1]

Die Reinerkogelwarte war ein in Fachwerkbauweise konstruierter Turm auf quadratischem Grundriss. Sie hatte drei Geschosse und Fenster an Ost- und Westseite. Ein überdachter Holzumgang diente als Aussichtsplattform. Zur allgemein zugänglichen Warte gehörte ein Turmwärterhaus. Zusätzlich entwickelte sich eine Gastwirtschaft mit Restaurantbetrieb.[2] Eng verbunden mit der Warte ist die Entstehung der Jakobsleiter, eine Freitreppe mit 150 Stufen an der Westseite des Reinerkogels, über die die Warte direkt erreicht wurde. 1957 wurde die Reinerkogelwarte abgetragen. Ihr ehemaliger Standort ist bewaldet. Die Jakobsleiter ist noch heute ein Ausflugsziel.[3]

Literatur

  • Renate Kniely: Aussichtswarten um Graz. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 38/39. Graz 2009. S. 438-441.

Einzelnachweise

  1. Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 438.
  2. Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 440.
  3. Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 441.

47.0947515.432355Koordinaten: 47° 5′ 41″ N, 15° 25′ 56″ O