Reinhard Eugen Bösch

Reinhard Eugen Bösch (* 16. Jänner 1957 in Dornbirn) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ) und Bibliothekar. Bösch war von 1994 bis 1999 Mitglied des Bundesrates und von 1999 bis 2008 Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Bösch besuchte von 1963 bis 1967 die Volksschule in Dornbirn und im Anschluss das örtliche neusprachliche Bundesgymnasium Dornbirn, an dem er 1975 die Matura ablegte. Danach leistete Bösch zwischen 1975 und 1976 seinen Präsenzdienst ab. Von 1976 bis 1982 studierte Bösch Rechtswissenschaften, Geschichte und Germanistik an der Universität Wien und schloss sein Studium mit dem akademischen Grad Dr. phil. ab. 1987 legte Bösch die Landesdienstprüfung „Volksbildungsdienst“, 1988 die Bundesdienstprüfung "Bibliotheks-, Dokumentations- und Informationsdienst ab.

Bösch arbeitet seit 1982 als Bibliothekar und ist Oberst des Österreichischen Bundesheeres. Zudem ist Bösch Alter Herr bei der Burschenschaft Teutonia.

Politische Karriere

Bösch war Abgeordneter zwischen 1989 und 1994 Abgeordneter zum Vorarlberger Landtag und vertrat zwischen 1994 und 1999 die FPÖ im Bundesrat. Im Bundesrat übernahm Bösch von 1998 bis 1999 die Funktion des Vorsitzenden der FPÖ-Bundesratsfraktion.

Am 29. Oktober 1999 wechselte er in den Nationalrat und war bis April 2006 Wehrspreches des FPÖ-Parlamentsklubs. In der Folge wurde ihm das Rednerrecht vom Klubvorsitzenden Scheibner mit der Begründung aberkannt, er würde mit seinem Stimmrecht Oppositions- und nicht Koalitionspolitik betreiben. Bösch schied nach der Nationalratswahl am 27. Oktober 2008 aus dem Nationalrat aus.

Lokalpolitisch war Bösch in der Stadt Dornbirn engagiert, wo er 1988 bis 2000 als Stadtparteiobmann der FPÖ fungierte und von 1995 bis 1997 Stadtvertreter war. Bösch ist zudem seit 1990 Bezirksparteiobmann der FPÖ Dornbirn, war von 1990 bis 2006 Mitglied des Landesparteivorstandes und von 1994 bis 2006 Landesparteiobmann-Stellvertreter. Bei der Stadtvertretungswahl in Dornbirn 2010 wurde Bösch erneut in die Dornbirner Stadtvertretung gewählt.

Zudem war Bösch von 1991 bis 1995 Vizepräsident des Vorarlberger Zivilschutzverbands.

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952