Reinprecht III. vom Graben

Reinprecht III. vom Graben, sowie Reinprecht III. ab dem Graben (* Schloss Alt-Grabenhofen; † vor 1413), war ein krainisch-steirischer Edelmann und entstammte dem edelfreien Geschlecht der Herren von Graben aus der Stammlinie der Herren vom Graben am Graben.

Biografie

Stammwappen der Konradinischen Linie der Herren vom Graben am Graben in Krain, Scheiblersches Wappenbuch

Der Sohn des Walther vom (ab dem) Graben († vor 1331), eines jüngeren Bruders von Konrad I. vom (ab dem) Graben, wurde auf Schloss Alt-Grabenhofen geboren und stand im Besitz des Stammschlosses Graben. Erstmals erwähnt wurde er im Jahre 1325, welches als sein Geburtsjahr gelten könnte, in der Chronik des Stiftes Rein. Im Jahre 1356 trat er als (Haupt)erbe seines Vetters Konrad II. vom (ab dem) Graben auf, welcher als Stammherr des Grafen- und Fürstengeschlechts der Orsini-Rosenberg aufgetreten sein könnte. [1] Reinprecht wurde im Jahre 1385 die Bergobrigkeit (Bergrechte) am Grazer Rosenberg (der Schloss Alt-Grabenhofen begrenzende Hügel) verliehen.

Zwischen den Jahren 1373 und 1400 empfing Reinprecht das Seckauer Lehen. Als landesfürstlicher Pfleger (Burggraf) von Spital am Pyhrn wurde er im Jahre 1396 genannt. Im Jahre 1410 erschien er in einer Urkunde seines Vetters Cholman von Windischgraetz. Im Jahre 1403 wurde er in einer Urkunde als Vertreter des Hauptmanns in Steyr (oder auch der Steiermark) genannt. Auch mit dem auf Schloss Kornberg residierenden Seitenzweig des Geschlechts stand Reinprecht in enger Beziehung; er siegelte Kontrakte der Herren Friedrich I. und dessen Sohn Friedrich II. von Graben sowie die Heiratsurkunde von Katrey von Graben, einer Tochter Friedrichs I., und Niclas von Roggendorf. Reinprecht III. ist vor dem Jahr 1423 auf Schloss Alt-Grabenhofen verstorben.

Einzelnachweis

  1. Siehe: Collegium Res Nobilis Austriae: Orsini und Rosenberg (Anmeldung erforderlich)

Literatur

  • Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960. Seiten 49-53 sowie auf S. 90