René Jacobs

René Jacobs als Dirigent bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2011

René Jacobs (* 30. Oktober 1946 in Gent) ist ein belgischer Dirigent und Countertenor.

Jacobs studierte Philologie an der Universität Gent und nahm gleichzeitig Gesangsunterricht bei Louis Devos und Alfred Deller. Bevor er sich ganz der Musik zuwandte, war er drei Jahre Lehrer für Latein und Griechisch. 1977 gründete er das Vocalensemble Concerto Vocale Gent.

Jacobs ist bekannt als Spezialist für Historische Aufführungspraxis Alter Musik und Opern des Barock. Seine jüngsten Aufnahmen der Opern Mozarts werden als revolutionär bezeichnet.[1] Er arbeitet unter anderem mit den besten Orchestern und Ensembles wie dem Concerto Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Nederlands Kamerkoor, dem Freiburger Barockorchester und dem RIAS Kammerchor zusammen.

Seit 1988 dirigiert Jacobs beim Centre de musique baroque de Versailles. Außerdem unterrichtete er an der Schola Cantorum Basiliensis. 1997 bis 2009 war er künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.[2]

Als Dirigent vervollständigte er die Instrumentenstimmen und die Verzierung der Gesangsstimmen bei mehreren Barockopern. Für seine zahlreichen Einspielungen auf CDs und DVDs erhielt er unter anderem den Classical Grammy Award 2005 für die beste Operneinspielung mit der Hochzeit des Figaro von Mozart. Für seinen Beitrag zur internationalen Telemannrezeption und das auf Telemann bezogene Repertoire erhielt er 2008 den Georg-Philipp-Telemann-Preis

Quellen

  1. Mozart: Don Giovanni (Review). In: The Telegraph, 20. Oktober 2007, abgerufen: 24. November 2008
  2. http://www.altemusik.at/ueber-uns/geschichte/

Literatur

Weblinks