Renate Wagner-Rieger

Renate Wagner-Rieger (* 10. Jänner 1921 in Wien; † 11. Dezember 1980 ebenda) war eine österreichische Kunsthistorikerin.

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Leben

Renate Rieger besuchte zunächst eine Handelsschule und legte erst 1941 die Externistenmatura ab. Ab 1942 studierte sie Kunstgeschichte bei Hans Sedlmayr und Karl Oettinger. Sie promovierte 1947 bei Karl Maria Swoboda über die Fassade des Wiener Wohnhauses vom 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. 1956 heiratete sie den Historiker Walter Wagner. Wagner-Rieger gelang es, von der Institutsbibliothekarin zur anerkannten Forscherin und Lehrstuhlinhaberin aufzusteigen. Sie wirkte als Dozentin, ab 1964 als außerordentliche Professorin und 1971 bis 1980 als Ordinaria der Kunstgeschichte an der Universität Wien.

Besonderes Augenmerk widmete Wagner-Rieger der zuvor vernachlässigten und teilweise abgewerteten Epoche des Historismus (Die Gliederung in Romantischen Historismus, Strengen Historismus und Späthistorismus stammt von ihr). Sie initiierte das große Forschungsprojekt „Wiener Ringstraße“ (1968ff.).

1976 wurde Renate Wagner-Rieger der Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaften verliehen.

Renate Wagner-Rieger starb nach kurzer, schwerer Krankheit wenige Wochen vor ihrem 60. Geburtstag.

Werke (Auswahl)

  • Die italienische Baukunst zu Beginn der Gotik, 2 Bände, 1956/57
  • Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus 1957
  • Das Schloß zu Spittal an der Drau in Kärnten, 1962
  • Wiens Architektur im 19. Jahrhundert, 1970
  • Das Haus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1972

Literatur

  • Fritz Fellner, Doris A. Corradini (Hrsg.): Österreichische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon (= Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs. Bd. 99). Böhlau, Wien u. a. 2006, ISBN 3-205-77476-0, S. 435.

Weblinks