Reto Hänny

Reto Hänny (* 13. April 1947 in Tschappina, Kanton Graubünden) ist ein Schweizer Schriftsteller.

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Leben

Hänny verbrachte seine Kindheit auf dem elterlichen Bergbauernhof. Nach der Volksschule besuchte er das Lehrerseminar in Chur, wo er zum Volksschullehrer ausgebildet wurde. Er übte diesen Beruf einige Jahre aus, danach unternahm er ausgedehnte Reisen in Europa, Nordafrika sowie in den Nahen und Mittleren Osten und hielt sich studienhalber in Venedig, Amsterdam und regelmässig in Paris auf. Nach einer Tätigkeit als Bühnenarbeiter am Stadttheater in Chur zog er nach Zürich, wo er ein Studium der Germanistik und Ethnologie an der Universität Zürich und an der ETH Zürich begann.

Im September 1980 wurde er Zeuge der Zürcher Jugendunruhen und deren Unterdrückung durch die Polizei. Da Hänny damals selbst verhaftet und misshandelt worden war, verliess er die Schweiz und zog nach Berlin um; seine Zürcher Erfahrungen verarbeitete er in dem Buch Zürich, Anfang September.

Bei den Klagenfurter Tagen der deutschsprachigen Literatur 1994 gewann er mit seinem Text Guai den Ingeborg-Bachmann-Preis.

Reto Hänny ist Mitglied des Deutschschweizer P.E.N.-Zentrums und des Verbandes Autorinnen und Autoren der Schweiz. Er wohnt in Zollikon und Graubünden.

Auszeichnungen

Werke

  • Ruch. Ein Bericht. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1979
  • Zweite Fassung: Suhrkamp (es 1295), Frankfurt am Main 1984
  • Zürich, Anfang September. Suhrkamp (es 1079), Frankfurt am Main 1981
  • Flug. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984
  • Giorgio, guardati! Essay zu C.F. Meyers Jürg Jenatsch. Insel, Frankfurt am Main 1988
  • Klänge und Echos. Eine Lektüre. Essay zu Robert Pingets Passacaglia. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991
  • Am Boden des Kopfes. Verwirrungen eines Mitteleuropäers in Mitteleuropa. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991
  • Helldunkel. Ein Bilderbuch. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994

Weblinks