Richard von Berendt

Richard von Berendt (* 14. Januar 1865 in Neisse; † 25. August 1953 in Joachimsthal) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Artillerie in der Reichswehr und Ritter des Pour le Mérite mit Eichenlaub.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Berendt trat am 15. April 1884 aus dem Kadettenkorps kommend als Sekondeleutnant in das Garde-Fußartillerie-Regiment ein. Am 1. Oktober 1886 kommandierte man ihn an die Vereinigte Artillerie- und Ingenieurschule und setzte ihn nach seiner Rückkehr ab 1888 als Bataillonsadjutant ein. In dieser Stellung beförderte man Berendt dann am 25. März 1893 zum Premierleutnant. Als solcher folgte am 1. Oktober 1893 die Versetzung in das Badische Fußartillerie-Regiment Nr. 14 und die gleichzeitige Kommandierung zur Artillerieprüfungskommission. Mit der Beförderung zum Hauptmann wurde Berendt unter Belassung in seinem Kommando à la suite des Niederschlesischen Fußartillerie-Regiments Nr. 5 gestellt. Vom 27. Januar 1897 bis 15. Juni 1900 fungierte er anschließend als Kompaniechef im Fußartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ (Brandenburgisches) Nr. 3 und kam dann als Adjutant zur 1. Fußartillerie-Inspektion. Ab 18. April 1903 war Berendt im Preußischen Kriegsministerium, wo am 14. Juni 1904 die Beförderung zum Major erfolgte. Nach seiner Tätigkeit dort übernahm er am 15. Februar 1906 als Kommandeur das II. Bataillon des Schleswig-Holsteinischen Fußartillerie-Regiments Nr. 9. Ab 22. Mai 1909 war Berendt 1. Artillerie-Offizier vom Platz in Metz, wurde am 20. März 1911 mit der Führung des Westfälischen Fußartillerie-Regiments Nr. 7 beauftragt und nach seiner Beförderung zum Oberstleutnant am 21. April 1911 zum Kommandeur ernannt. Dieses Kommando gab Berendt am 30. September 1912 wieder ab und wurde dann zum Kommandeur des Garde-Fußartillerie-Regiments ernannt. In dieser Funktion beförderte man ihn am 1. Oktober 1913 zum Oberst.

Im Ersten Weltkrieg war Berendt Stabsoffizier, General der Artillerie in verschiedenen Heeresgruppen und Armeeoberkommandos.

1919 wurde er in die Reichswehr übernommen und war dort zunächst als Artillerie-Inspekteur tätig. Im März 1920 übernahm er die Funktion des Befehlshabers des Wehrkreises 2 Stettin, 1921 wechselte er nach Berlin, danach zum Gruppenkommando 2 nach Kassel. 1923 übernahm Berendt das Gruppenkommando 1 in Berlin. Am 31. Dezember 1924 schied er aus der Reichswehr aus.

Am 20. April 1937 ernannte man Berendt zum Chef des Artillerie-Regiments 59, dessen I. Abteilung die Tradition des Garde-Fußartillerie-Regiments übernommen hatte.

Auszeichnungen

Literatur

  • Hanns Möller: Geschichte der Ritter des Ordens pour le mérite im Weltkrieg, Band I, Verlag Bernard & Graefe, Berlin 1935, S.74-76
  • Karl-Friedrich Hildebrand, Christian Zweng: Die Ritter des Ordens Pour le Mérite des I. Weltkriegs, Band 1: A-G, Biblio Verlag, Osnabrück 1999, ISBN 3-7648-2505-7, S.90-92

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1930, S.71