Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) geht auf eine von dem Zukunftsforscher und Journalisten Robert Jungk 1985 gegründete Stiftung (Robert-Jungk-Stiftung) zurück[1] und ist eine staatlich anerkannte gemeinnützige Einrichtung. Sie ist in Salzburg/Österreich angesiedelt.[2] Die Finanzierung erfolgt über öffentliche Mittel, Aufträge und Projekte sowie Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Die zur Stiftung gehörende Bibliothek wurde 1986 eröffnet[3] und umfasst knapp 14.000 Bände (2007) sowie an die 200 Zeitschriften. Der Großteil der Bücher kann entlehnt werden. Ein Lesecafe ermöglicht das Lesen vor Ort. Vierteljährlich wird das Rezensionsmagazin ProZukunft herausgegeben. Monatlich findet eine Diskussionveranstaltung, die Montagsrunde[4], statt. Regelmäßig werden seit 2010 JBZ-Arbeitspapiere[5] publiziert.

Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) versteht sich "als Informations- und Dialogzentrum für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung". Mit der Arbeit verfolgt die Einrichtung drei Ziele: Bewertung und handlungsorientierte Aufbereitung von Zukunftswissen (Monitoring- und Transferfunktion); Initiierung, Begleitung und Umsetzung zukunftsweisender Projekte und Prozesse (Innovations- und Moderationsfunktion) sowie Stellungnahme zu aktuellen Zukunftsthemen (Diskursfunktion). In der JBZ arbeiten der Germanist und Publizist Walter Spielmann, der Politik- und Kommunikationswissenschafter Alfred Auer, der Geograph Hans Holzinger sowie der Politikwissenschafter Stefan Wally.

Einzelnachweise

  1. Vgl. z.B. Robert Jungk: Internationale Bibliothek für Zukunftsfragen: Damit Zukunftsforschung nicht ein Privileg der Mächtigen bleibt. In: K. Burmeister, W. Canzler, R. Kreibich (1991): Netzwerke, Vernetzungen und Zukunftsgestaltung. Weinheim und Basel. S. 73ff.
  2. Karlheinz Steinmüller, Rolf Kreibich, Christoph Zöpel. Zukunftsforschung in Europa. Nomos, 2000. S. 69-70.
  3. Günter Sandner. Wissenschaft und regionale Wissenschaftspolitik im Land Salzburg 1977 - 1989. In: Herbert Dachs et al (2001). Die Ära Haslauer. Salzburg in den siebziger und achtziger Jahren. Wien, Böhlau. S. 539-564. S. 550-551.
  4. JBZ-Montagsrunde
  5. JBZ-Arbeitspapiere

Weblinks

47.80070313.049183Koordinaten: 47° 48′ 3″ N, 13° 2′ 57″ O