Robert Temel

Robert Temel (* 1969 in Wien) ist ein österreichischer Journalist, Architektur- und Stadtforscher.

Leben

Robert Temel studierte Architektur an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien (mittlerweile Universität für angewandte Kunst Wien). Von 1995 bis 1996 war er Vorsitzender der Hochschülerschaft an der Universität für angewandte Kunst Wien, von 1996 bis 1998 Referent für Bildungspolitik.

Von 1998 bis 2010 war Temel Vorstandsmitglied der Architekturvermittlungsinstitution Österreichische Gesellschaft für Architektur, von 2003 bis 2009 Vorstandsvorsitzender.

2009 gründete er zusammen mit Annika Schönfeld und Gernot Tscherteu die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen in Wien, seit 2010 ist er Vorstandsmitglied.

Seit Mitte der 1990er Jahre ist er selbstständig als Forscher, Journalist und Vermittler, er realisierte zahlreiche Forschungsprojekte und Studien, Publikationen, journalistische Texte und Vermittlungsprojekte. Seit 1999 ist Temel regelmäßiger Autor für die Zeitschrift Architektur aktuell und zahlreiche andere Fachmedien und Periodika.

Temel veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Kritik und Theorie der Stadt und Architektur sowie Baukultur in nationalen und internationalen Medien.

Veröffentlichungen

  • Delugan Meissl 2. Konzepte, Projekte, Bauten. Birkhäuser, Basel 2001, ISBN 3-7643-6557-9.
  • Peter Döllmann, Robert Temel: Lebenslandschaften. Zukünftiges Wohnen im Schnittpunkt von privat und öffentlich. Campus, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-593-37165-0.
  • Dachausbauten in der Stadtlandschaft. Ein Vergleich der Situation in Wien, Berlin, Prag, Budapest und München. Magistratsabteilung 18, Stadtentwicklung und Stadtplanung, Wien 2004: Werkstattberichte Nr. 63, ISBN 3-902015-63-2.
  • Florian Haydn, Robert Temel: Temporäre Räume. Konzepte zur Stadtnutzung. Birkhäuser, Basel 2006, ISBN 3-7643-7459-4.
  • Stadt am Prater. U-Bahn und Stadtentwicklung in Wien. Magistratsabteilung 18, Stadtentwicklung und Stadtplanung, Wien 2008, ISBN 978-3-902-57614-9.
  • Christian Kühn, Robert Temel: Wohnen als Anlass. Housing as Opportunity – An Austrian Perspective. In: Bettina Götz (Hrsg.): Before Architecture. Vor der Architektur. Springer, Wien 2008, ISBN 978-3-211-09425-9.
  • Mittel und Zweck. Kleines Lexikon der Werkzeuge. In: Elke Krasny (Hrsg.): Architektur beginnt im Kopf. The Making of Architecture. Birkhäuser, Basel 2008, ISBN 978-3-764-38979-6.
  • Temporärer Urbanismus. Potenziale begrenzter Zeitlichkeit für die Transformation der Städte. In: Elke Krasny, Irene Nierhaus (Hrsg.): Urbanografien. Stadtforschung in Kunst, Architektur und Theorie. Reimer, Berlin 2008, ISBN 978-3-496-01394-5.
  • Robert Temel, Maja Lorbek, Aleksandra Ptaszyńska, Daniela Wittinger: Baugemeinschaften in Wien. Endbericht 1: Potenzialabschätzung und Rahmenbedingungen. Magistratsabteilung 50 – Wohnbauförderung, Wien 2009.
  • Baugemeinschaften in Wien. Endbericht 2: Rechtsfragen, Leitfaden, Grundstücksvergabe. Magistratsabteilung 50 – Wohnbauförderung, Wien 2009.
  • In the Interim, Everything Changes. In: Sabrina Lindemann, Iris Schutten (Hrsg.): Between Times. Hotel Transvaal Catalyzing Urban Transformation. Uitgeverij SUN, Amsterdam 2010, ISBN 978-9-085-06818-1.
  • Survival of the Fittest. A Biological Conception of the Architectural Project. In: Karin Christof (Hrsg.): Working with Architectonic DNA. Jap Sam Books, Heijningen 2010, ISBN 978-9-490-32222-9.
  • Andrea Schaffar, Robert Temel: Und warum soll man beim Gebäude aufhören? Das Verhältnis des Wiener Wohnbausystems zu seinen BewohnerInnen. In: Generalist 4. Magazin für Architektur. Use and Habit/Gebrauch und Gewohnheit, Darmstadt, Juli 2011, ISBN 978-3-894-79638-9.
  • Wohnen in Baugemeinschaften. Ein innovatives Modell der Wohnungsproduktion. In: Sabine Pollak (Hrsg.): Die Freuden des Landlebens. Zur Zukunft des ruralen Wohnens. Sonderzahl, Wien 2011, ISBN 978-3-854-49345-7.
  • Ist es heute anders als damals? Partizipativer Wohnbau vor und nach der Jahrtausendwende. In: Bernhard Steger (Hrsg.): Themen der Architektur. z.B. Ottokar Uhl, Festschrift zum 80. Geburtstag von Ottokar Uhl. Löcker, Wien 2011, ISBN 978-3-854-09588-0.

Weblinks