Robert Uhlir

Robert Uhlir (* 4. Mai 1900 in Wien; † 4. September 1982 in Santa Eulalia, Spanien) war ein österreichischer Politiker (SPÖ) und Direktor der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter. Er war von 1945 bis 1966 Abgeordneter zum Nationalrat.

Uhlir besuchte nach der Volksschule die Bürgerschule und Handelsschule und erlernte den Beruf des kaufmännischen Angestellten, wobei er führend in der Wiener Gebietskrankenkasse arbeitete und von 1949 bis 1964 das Amt des Direktors der Pensionsversicherungs- anstalt der Arbeiter übernahm.

Auf Grund seines führenden Engagements bei den Revolutionären Sozialisten und seiner Tätigkeit für die Sozialistische Arbeiterhilfe wurde Uhlir 1939 von der Gestapo verhaftet und im November 1940 für seine Tätigkeit für die Sozialistische Arbeiterhilfe zu einem Jahr und drei Monaten Zuchthaus verurteilt. Insgesamt war er mehr als vier Jahre in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg vertrat Uhlir die SPÖ vom 19. Dezember 1945 bis zum 30. März 1966 im Nationalrat und war Geschäftsführender Obmann des Klubs der Sozialistischen Abgeordneten und Bundesräte. Innerparteilich war er zudem von 1956 bis 1970 als Mitglied des Wiener SPÖ-Vorstands engagiert, zwischen 1948 und 1970 war er zudem Bezirksobmann der SPÖ-Leopoldstadt. Nach seinem Rückzug aus dem Nationalrat stand er zwischen 1966 und 1980 dem Pensionistenverband Österreichs vor.

Nach seinem Tod wurde Uhlir am 22. September 1982 auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet. Nach ihm wurde der Robert-Uhlir-Hof in der Engerthstraße 150 in der Leopoldstadt benannt.

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