Rolf Holub

Rolf Holub (* 13. Juni 1956 in Klagenfurt am Wörthersee) ist ein österreichischer Künstler, Kabarettist und Politiker (Grüne). Holub ist seit 2004 Abgeordneter zum Kärntner Landtag. Er ist verheiratet und lebt in Klagenfurt.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Holub besuchte die Volksschule und schloss seine Schulbildung mit der Matura ab. Er studierte ab 1976 Medizin. 1997 begann er zudem ein Studium der Publizistik. Seit 1974 war er als freischaffender Künstler in den Bereichen Musik, Kabarett und Schauspiel tätig. Im Mai 1999 wurde Holub der „Ehrpfennig der Stadt Klagenfurt“ verliehen. Von Juni 2002 bis Juni 2004 war er Kulturreferent der Österreichischen Hochschülerschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. 2002 sollte er den Kärntner Kulturpreis erhalten, wurde aber vom damaligen Landeshauptmann und Kulturreferenten Jörg Haider, dem ein kritisches Stück des Kabarettisten missfallen hatte, aus der Liste der Preisträger gestrichen. Holub sah sich vor die Alternativen „auswandern“ oder „in die Politik gehen“ gestellt und wählte letztere.[1]

Politik

Von März 2003 bis April 2004 war Holub Gemeinderat der Grünen in Klagenfurt. Bei der Landtagswahl in Kärnten 2004 war er Spitzenkandidat der Grünen. Die Partei konnte mit einem Plus von 6,71 % nach der Wahl erstmals in den Kärntner Landtag einziehen und Holub wechselte am 31. März 2004 als Abgeordneter in den Landtag. Da die Grünen mit zwei Mandate keinen eigenen Landtagsklub bilden konnten, gründeten er stattdessen mit seiner Kollegin Barbara Lesjak die „Interessengemeinschaft Die Grünen (IG Die Grünen im Landtag)“, deren Obmann er ist. Zur Landtagswahl 2009 trat er erneut als Spitzenkandidat der Kärntner Grünen an. Bei leichten Stimmenverlusten (-1,56 %) blieben die Grünen bei zwei Mandaten. Von 2004 bis 2011 war er Landessprecher der Grünen Kärnten und er ist Mitglied des Landesvorstands.

Schwerpunkt von Holubs politischer Tätigkeit ist seit mehreren Jahren die Aufdeckung von Malversationen und politischen Verstrickungen bis hin zur illegalen Parteifinanzierung im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Bank Hypo Alpe Adria vor dem Verkauf der vom Land Kärnten gehaltenen Anteile sowie rund um dem Verkauf in den Jahren 2006 und 2007. Von 2010 bis 2012 leitete er den Untersuchungsausschuss des Kärntner Landtages zur Causa Hypo Alpe Adria. Nach Anzeigen durch Holub gegen mehrere Beteiligte begonnene Ermittlungen wurden mehrmals von den Anklagebehörden in Klagenfurt und Graz eingestellt. Erst nachdem er schließlich auch die Anklagebehörde selbst angezeigt hatte und somit die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien Untersuchungen aufnahm, kam es zu Anklagen, Gerichtsverhandlungen und im Sommer 2012 zu Geständnissen Involvierter.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Der Standard: Rolf Holub - Grüner Einzelkämpfer als Aufdecker, 2. August 2012
  2. Kleine Zeitung: Causa Birnbacher - Staatsanwaltschaft kündigt Stellungnahme an, 13. Juli 2012