Rolf Schwedler

Rolf Schwedler (* 25. März 1914 in Berlin; † 13. Februar 1981 ebenda) war ein deutscher Politiker (SPD). Von 1955 bis 1972 war er Senator für Bau- und Wohnungswesen von Berlin.

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Leben

1932 legte er das Abitur am Werner-Siemens-Realgymnasium in Berlin-Schöneberg ab. 1947 trat der gelernte Ingenieur in die Berliner Bauverwaltung ein und wurde dort 1950 vom Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter zum Senatsdirektor berufen. 1955 wählte ihn das Abgeordnetenhaus von Berlin zum Senator für Bau- und Wohnungswesen. Er übte das Amt bis 1972 aus, wurde zum dienstältesten Senator in der Berliner Geschichte.

In Schwedlers Amtszeit fiel der Wiederaufbau des im Krieg zerbombten West-Berlin. Er zeichnete für den Abriss des Anhalter- und Görlitzer Bahnhofs verantwortlich. In seiner Amtszeit wurden in West-Berlin mehr Gebäude abgerissen als während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurden.

1972 schied Schwedler aus dem Amt und zog als Berliner Abgeordneter in den Deutschen Bundestag ein, dem er bis 1976 angehörte. Dort holte ihn jedoch recht bald die Affäre um den Steglitzer Kreisel ein, ein Bürohochhaus, für dessen Finanzierung die Berliner Landesregierung gebürgt hatte. Als die Architektin Sigrid Kressmann-Zschach Konkurs anmeldete, entstanden Berlin erhebliche Schäden. Ein Untersuchungsausschuss stellte fest, dass insbesondere neben Finanzsenator Heinz Striek auch Schwedler der Architektin zu sehr vertraut hatten. Danach zog sich Schwedler aus der Politik zurück.

Friedhof Wilmersdorf in Berlin; Grab von Rolf Schwedler (Ehrengrab des Landes Berlin)

Schwedler verstarb 1981.

Ehrungen

Literatur

Siehe auch

Weblinks