Rollfähre Spitz–Arnsdorf

Die Rollfähre Spitz–Arnsdorf ist eine Rollfähre in der Wachau über die Donau. Sie bietet eine Überfuhr von Spitz an der Donau am orografisch linken Donauufer nach Arnsdorf am rechten Ufer. Sie ist die einzige ganzjährige[1] Verbindung innerhalb der Wachau, da die beiden Brücken erst in Melk stromaufwärts und Krems flussabwärts liegen. Sie befindet sich beim Stromkilometer 2020. Eine weitere Fähre, die auch Kraftfahrzeuge befördert, befindet sich noch bei Weißenkirchen nach St. Lorenz.

Die Fähre besteht aus zwei miteinander verbundenen Schiffskörpern und kann bei einer Tragkraft von 20 Tonnen Personen und Kraftfahrzeuge befördern. Das Tragseil hat eine Länge von insgesamt 485 Meter und ist an den Ufern jeweils an Türmen verankert.

Errichtet wurde die Fähre im Jahr 1928 und am 17. Mai in Betrieb genommen.[2]

Anlässlich der Ernennung der Wachau zum Weltkulturerbe im Jahr 2004 wurde von Olafur Eliasson, einem dänischen Künstler, eine Camera obscura installiert, wobei die Bordkabine insgesamt die dunkle Kammer der Camera darstellt und durch das Loch der Kamera die Donau aus der Realität an der Wand spiegelverkehrt erscheint.[3]

In die Schlagzeilen geriet die Fähre, als sich im Oktober 2007 ein Kleinflugzeug im Tragseil verfing und dadurch in die Donau stürzte. Alle vier Insassen kamen dabei ums Leben.[4][5]

Einzelnachweise

Donaufähren Wachau, wachauerbahn.at (pdf)
  1. Saisonstart bei Donaufähren auf ÖAMTC; abgerufen am 21. April 2010
  2. Arnsdorf in der Wachau; abgerufen am 21. April 2010
  3. installation in der bordkabine der rollfähre spitz-arnsdorf von Brigitte Huck; abgerufen am 21. April 2010
  4. Nach Kleinflugzeugabsturz wurde Leiche gefunden auf oe24.at am 17. Oktober 2007; abgerufen am 21. April 2010
  5. Viele tödliche Kleinflugzeug-Abstürze in Österreich: Chronologie schwerer Unfälle auf news.at vom 6. Juni 2009; abgerufen am 21. April 2010

48.36161111111115.419111111111Koordinaten: 48° 21′ 42″ N, 15° 25′ 9″ O