Rudi Holdhaus

Rudi Holdhaus (* 10. Juli 1950 in Wien) ist ein österreichischer Maler und Künstler.

1967 entstand Rudi Holdhaus erstes beachtetes Bild Flower Power. Es wurde ein Poster für ein Wiener Untergrundlokal. Mit der Serie Flower Power 91 wandte sich Holdhaus gegen den Jugoslawienkrieg 1991. 2002 erstellte er einen Zyklus „Hakenkreuz“, in dem er zur „Entmonopolisierung eines 5.000 Jahre alten Symbols“ (siehe Swastika), Hakenkreuze mit Blumen in kräftigen Farben darstellte.

Holdhaus Ehefrau Karin, als PR-Beraterin tätig, managt die Ausstellungen, Aktionen und Projekte ihres Mannes.

Inhaltsverzeichnis

Werke

Die Werke Holdhaus gliedern sich in 16 Einzelwerke und 6 Zyklen. Jeder Zyklus besteht aus vier bis neun großformatigen Bildern in Acryltechnik. Frühe Werke sind auch in Tusche oder Aquarell ausgeführt.

Zyklen:

  • Die Küsser von Wien (1996), „Die Küsser von Wien“, Falco gewidmet, entstanden nach Gesprächen mit ihm über die in ihren Augen verlogene und vereinnahmende Sitte in der Wiener Gesellschaft, sich zur Begrüßung abzuküssen („Bussi-Bussi-Gesellschaft“).
  • Wasserformationen (1998), „Wasser-Ist-Leben-Zyklus“
  • Die Weltmeister (2000), „Boxer-Zyklus“
  • Hakenkreuz (2002), „Zyklus zur Entmonopolisierung eines 5.000 Jahre alten Symbols“
  • Flower Power I-III (1967, 1991 und 2003), „Antikriegszyklus“
  • Seelenkannibalen (2004), „Der Schein der Scheinheiligen Heiligen-Zyklus“

Ausstellungen und Aktionen

Holdhaus Werke waren von 1978 bis 2004 bei insgesamt 44 Ausstellungen oder Aktionen in Wien, Salzburg, Basel, Paris, München, Verona, Venedig, Pötschach und Villach zu sehen.

1988 gab es in Wien die erste Lebensabschnitts-Ausstellung 30 Jahre Bilder von Holdhaus. Rudi Holdhaus und Sepp Pulverer gründen 1998 Golden Peaks, die Vergoldung einer Bergspitze als Symbol zur Heiligsprechung des Wassers. 1998 waren Holdhaus Bilder Wasserformationen in der Alten Schiebekammer in 15. Bezirk im Rahmen der Kunstaktion Golden Peaks Worldwide zu sehen. Zum Weltwassertag 1999 kleidete Holdhaus in Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Herbert Hoflehner der eines seiner Bilder für die Installation adaptierte und mit Grossprojektoren und Interferenzprojektionen vom Wiener UNO-Gebäude einen gewaltigen animierten Wasserfall strömen liess. 2001 wurden sechs seiner Bilder zugunsten Ärzte ohne Grenzen versteigert. 2002 verwandelte er die Fassade des Bundeskanzleramtes mittels Licht und Akustik in einen tosenden Bergwasserfall.

Veröffentlichungen

  • 2004: Quelle-Kunstsammlung mit handsignierten Drucken, Wien
  • 2004: 4 Bildbände als Buchband in Kassette, Wien

Weblinks