Rudolf Foest-Monshoff

Rudolf Foest-Monshoff (* 21. Februar 1867 in Wien; † 24. August 1936 in Wien, bis 1919 Foest Edler von Monshoff) war ein österreichischer Montanist, Industrieller und Politiker. 1926 bis 1930 war er Generaldirektor der ÖBB.

Leben

Nach dem Studium des Bergwesens an der Montanistischen Hochschule Leoben übernahm er verschiedene Posten in der steirischen Schwerindustrie. 1905 übernahm er von Karl Wittgenstein sämtliche Anteile der Alpenländischen Sensenwerke in Judenburg, nachdem er bereits zuvor mehrere Jahre Betriebsdirektor des Unternehmens gewesen war.

Von 1912 bis 1919 war Foest-Monshoff Bürgermeister der Stadt Judenburg und zeitgleich Abgeordneter zum Steiermärkischen Landtag. Da er sich während der Kriegsjahre um die Lebensmittelversorgung in der Obersteiermark verdient gemacht hatte, wurde er 1918 zum Leiter der Landesanstalt für Einkauf und Volkswirtschaft ernannt. 1923 wurde er Vorstandsdirektor der Österreichischen Bundesbahnen, zuständig für das Beschaffungswesen, von Dezember 1926 bis März 1930 war er Generaldirektor des Unternehmens.

Während seiner Amtszeit kam es bei den ÖBB zu Veruntreuungen von öffentlichen Geldern im Rahmen eines „Geheimfonds“, Foest-Monshoff und sein Vorgänger als Generaldirektor, Josef Maschat wurden rechtskräftig verurteilt und mussten Rückzahlungen leisten. Die Bestellung seines Nachfolgers führte zu einer Regierungskrise und zum Sturz des Bundeskanzlers Johann Schober.

Literatur