Rudolf Gehring (CPÖ)

Rudolf Gehring 2010

Rudolf Gehring (* 17. August[1] 1948 in Hollabrunn, Niederösterreich) ist ein österreichischer Politiker (Christliche Partei Österreichs) und war Kandidat für die österreichische Bundespräsidentenwahl 2010.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Rudolf Gehring maturierte 1966 in Laa an der Thaya, Niederösterreich. Nach dem Ende seines Präsenzdienstes beim Flugmelderegiment in Wals-Siezenheim, Salzburg, begann er das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, das er mit dem Doktorat beendete. Während seiner Tätigkeit als Verwaltungsjurist war Rudolf Gehring bereits auf Gemeinde- und Landesebene politisch engagiert.

Seit 2008 ist Gehring bei der Christlichen Partei Österreichs tätig. 2009 übernahm er das Amt des Bundesparteiobmanns. Aufgrund der Kandidatur zur österreichischen Bundespräsidentenwahl 2010 gab Gehring diese Funktion wieder ab. Bei der Wahl errang er 171.668 Stimmen oder 5,43 %, was den dritten Platz unter den drei Kandidaten bedeutete; nur in Vorarlberg vermochte er sich vor Mitbewerberin Barbara Rosenkranz zu platzieren.

Zusätzlich zu seiner Tätigkeit bei der Christlichen Partei Österreichs ist Rudolf Gehring selbstständig, betreibt eine private Hausverwaltung und ist Vorstand eines Studentenheimträgers.[2]

Seit 1973 ist Rudolf Gehring mit seiner Frau Edeltraud verheiratet und hat vier Töchter.

Politische Positionen

Rudolf Gehring (r.) mit Hannelore Schuster und Heinz-Christian Strache (FPÖ) während einer Demonstration gegen den Ausbau eines islamischen Kulturzentrums in Wien (2009)

Gehring versteht sich als „katholischer Lebensschützer“,[3] Familien-[4] und Menschenrechtsaktivist[5] und bemüht sich seit Beginn des Wahlkampfes, sein Versprechen, ein aktiver Bundespräsident werden zu wollen, zu konkretisieren. Als Bundespräsident würde er das Recht einfordern, Gesetzesanträge im Parlament einzubringen.[6] Im Vergleich zu den Konkurrenten gibt er an, aufgrund seiner unternehmerischen Aktivitäten größere Wirtschaftskompetenz zu haben, und möchte sich als Bundespräsident gegen Korruption und Parteibuchwirtschaft engagieren,[7] sowie gegen Schuldenwirtschaft, den Missbrauch von Steuergeldern für parteipolitische Zwecke und die „Machtanmaßung der Sozialpartner“ auftreten. Er lehnt einen EU-Beitritt der Türkei[8] und den Bau von Minaretten in Österreich ab.[9] Weiters tritt er für eine verfassungsrechtliche Überprüfung des Lissabon-Vertrages ein und kritisiert die gesetzliche Aufwertung von Homosexuellen-Partnerschaften.[10] Zum Thema Schwangerschaftsabbruch nimmt Gehring eine ablehnende Haltung ein.[9] Er gibt an, sich insbesondere für Frieden, für christliche und soziale Werte engagieren zu wollen.[11]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wirtschaftsblatt
  2. Lebenslauf von Rudolf Gehring
  3. http://diepresse.com/home/politik/hofburgwahl/548757/index.do
  4. http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/548749/index.do?from=simarchiv
  5. http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/bundespraesident/2321046/nun-rittern-drei-um-hoechste-staatsamt.story
  6. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100301_OTS0252/bundespraesidentschaftskandidat-gehring-wie-david-gegen-goliath
  7. http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Politik/490912-6/drei-rittern-ums-h%C3%B6chste-amt-im-staat.csp
  8. http://www.wien-konkret.at/politik/bundespraesidentenwahl2010/rudolf-gehring/
  9. a b Interview mit Rudolf Gehring (derStandard.at, 31. März 2010)
  10. http://www.wien-konkret.at/politik/bundespraesidentenwahl2010/rudolf-gehring/
  11. http://www.salzburg.com/online/7mal24/aktuell/Christen-Chef-Gehring-dritter-Kandidat-fuer-die-Bundespraesidentenwahl.html?article=eGMmOI8V4YlFkYdlQV8Z2IfXxuYFMKEoGRMFY6V&img=&text=&mode=&sort=relevanz