Rudolf Mayer (Anwalt)

18. März 2009: Rudolf Mayer beim Prozess gegen Josef Fritzl in St. Pölten.

Rudolf Mayer (* 3. Oktober 1947 in Wien) ist ein österreichischer Anwalt mit Schwerpunkt Strafverteidigung.

Leben

Rudolf Mayer wurde als Sohn eines Opernsängers geboren und war als Knabe Eleve des Wiener Staatsopernballetts. Später arbeitete er als Kellner, im Sozialreferat des Wiener Arbeiterbezirks Floridsdorf und als Bewährungshelfer. Mit 29 Jahren nahm er das Studium der Rechtswissenschaft auf, welches er mit der Promotion abschloss. Seit Mitte der 1980er Jahre ist er als Strafverteidiger tätig. Er begann im Bereich Betäubungsmittel und betreute mit der Zeit immer schwerwiegendere Fälle. Daneben ist er Vorstandsmitglied der Vereinigung österreichischer Strafverteidiger.

Mayer gilt als einer der bekanntesten Anwälte in Österreich, seit er als einer der Verteidiger der schwarzen Witwe Elfriede Blauensteiner auftrat.[1] Eine seiner Strategien ist es, die Mandanten zu einem Geständnis zu bewegen, um damit eine geringere Strafe erwirken zu können – was nicht immer auf Gegenliebe stieß. Mayer hat schon einige medienwirksame Fälle verteidigt, der bekannteste ist der am 19. März 2009 mit der Verkündung der lebenslänglichen Freiheitsstrafe gegen den Angeklagten abgeschlossene Prozess gegen den wegen Sexual- und Gewaltverbrechen beschuldigten Josef Fritzl.[2] Ein weiterer, weniger spektakulärer Fall von ihm ist derzeit, die Beweislage zu erbringen, dass bei der des Dopings beim Marathon beschuldigten Susanne Pumper, die überhöhten EPO-Werte auf natürliche Weise zustande gekommen sind, was allerdings als aussichtslos angesehen wird.[3]

Einzelnachweise

  1. Kronen Zeitung: Ein Verteidiger für schwere Fälle
  2. Julia Jüttner: Des „Monsters“ Advokat, Spiegel Online vom 16. März 2009
  3. ORF-Online vom Freitag, 16. Mai 2008

Weblinks