Rudolf von Colloredo

Rudolf von Colloredo

Rudolf Hieronymus Eusebius von Colloredo-Waldsee (* 2. November 1585 in Budweis; † 24. Februar 1657 in Prag) war ein böhmischer Adliger und der Bruder von Hieronymus von Colloredo-Waldsee.

Zur Familie Colloredo gehörend, zeichnete er sich im Dreißigjährigen Krieg, besonders bei Mantua und Lützen, in deren Vorfeld er die schwedische Armee mit einer kleinen Truppe solange blockierte, bis der eigentlich abrückende Wallenstein gewarnt werden und sich zur Schlacht aufstellen konnte, rühmlich aus und zog mit Gallas nach Lothringen und Burgund. Ferdinand III. ernannte ihn zum k.k. Geheimrat und Feldmarschall, 1637 zum Großprior des Malteserordens zu Strakonitz, 1647 zum Botschafter des Ordens am kaiserlichen Hof und zum kommandierenden General in Böhmen. Durch seine kühne Verteidigung der Alt- und Neustadt Prags machte Colloredo den Überfall der Schweden 26. Juli 1648 wirkungslos. Er starb als Feldmarschall und Gouverneur von Prag 24. Februar 1657.

Literatur