Rudolf von Habsburg-Laufenburg

Rudolf von Habsburg-Laufenburg (* im 13. Jahrhundert; † 3. April 1293 in Zürich) war von 1274 bis 1293 Fürstbischof von Konstanz.

Inhaltsverzeichnis

Familie

Rudolf war der zweite Sohn von Graf Rudolf I., dem Schweigsamen von Habsburg-Laufenburg und der Gertrud von Regensberg. Sein älterer Bruder war Gottfried I., Graf von Habsburg-Laufenburg († 1271). Sein jüngerer Bruder Eberhard († 1284) war mit der Anna von Kyburg vermählt und begründete die Linie Neu-Kyburg. König Rudolf I. von Habsburg war sein Vetter.

Leben

Der zum Geistlichen bestimmte Rudolf war von 1255 bis 1262 Domherr in Basel, 1259 Pfarrer in Dietikon, 1262–1274 Propst in Basel und 1270–1272 Propst von St. Martin in Rheinfelden. Im Jahr 1266 studierte er die Rechte in Bologna.

Das Konstanzer Domkapitel wählte ihn 1274 zum Bischof, die Weihe durch Papst Gregor X. erfolgte 1275 in Lausanne. Nach dem Tode seines älteren Bruders Gottfried wurde er Vormund von dessen Sohn Rudolf III., nach dem Tode seines jüngeren Bruders Eberhard, übernahm er die Verwaltung der kyburgischen Besitzungen in Burgund. Als Haupt des Laufenburgischen Zweiges der Habsburger hatte er ein gespanntes Verhältnis zu seinem Vetter König Rudolf I., der versuchte seinen Besitz auf Kosten der anderen Habsburgischen Linien zu erweitern. Nach Rudolfs Tod, 1291, trat er an die Spitze eines breiten Bündnissen gegen Rudolfs Sohn, Albrecht I., Herzog von Österreich. Dem Bündnis gehörten neben dem Bistum Konstanz die Grafen von Montfort, Nellenburg, Homburg-Rapperswil, die innerschweizer Orte Schwyz und Uri, die Städte Konstanz, Zürich, Bern und Luzern sowie Graf Amadeus V. von Savoyen an. Albrecht behielt jedoch militärisch die Oberhand und nötigte Rudolf 1292 zum Frieden.

Literatur

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Eberhard II. von Waldburg Bischof von Konstanz
1274–1293
Friedrich I. von Zollern