Rudolfsheim

Rudolfsheim
Wappen Karte
Das Wappen von Rudolfsheim
Rudolfsheim-Karte.PNG

Rudolfsheim ist der westliche Bezirksteil des 15. Wiener Gemeindebezirkes Rudolfsheim-Fünfhaus und eine der 89 Wiener Katastralgemeinden. Die früher eigenständige Gemeinde Rudolfsheim wurde aus Braunhirschen, Reindorf und Rustendorf gebildet. 1892–1938 war Rudolfsheim der Name des damaligen 14. Bezirks.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Kindergarten im Auer-Welsbach-Park in Rudolfsheim

Rudolfsheim grenzt im Norden und Osten an den Bezirksteil Fünfhaus, im Süden an den Bezirksteil Sechshaus und im Westen an den 14. Gemeindebezirk Penzing. Die Katastralgemeinde erstreckt sich über ein Gebiet von 167,44 ha.

Unter der Bezeichnung Rudolfsheim-Braunhirschen existiert ein aus sieben Zählsprengeln bestehender Zählbezirk der amtlichen Statistik, dessen Gebiet jedoch nur einen Teil der Katastralgemeinde Rudolfsheim einnimmt.

Geschichte

Nachdem während der zweiten Türkenbelagerung im Jahre 1683 fast alle Orte im Bereich des heutigen 15. Bezirkes zerstört wurden, entstanden zum Teil durch Wiederaufbau der alten Siedlungen fünf Dörfer: Rustendorf, Braunhirschen, Reindorf, Sechshaus und Fünfhaus. Drei davon, nämlich Braunhirschen, Rustendorf und Reindorf, schlossen sich 1863 auf Grund der hohen Bevölkerungszunahme und Erleichterung der Verwaltung zu einer Gemeinde zusammen, diese wurde zu Ehren des damals fünfjährigen Kronprinzen Rudolf Rudolfsheim genannt. 1892 wurde Rudolfsheim zusammen mit Sechshaus als 14. Wiener Gemeindebezirk nach Wien eingemeindet. Auf dem Stadtplan 1912 besitzt der Bezirk den zentralen Teil der Schmelz, in der Zwischenkriegszeit nicht mehr. (Bis 1938 bestehende Bezirksgrenze 14 / 15: siehe: Rudolfsheim-Fünfhaus.) Am 15. Oktober 1938 wurde Rudolfsheim mit Fünfhaus zum 15. Bezirk Fünfhaus vereinigt. Am 15. Februar 1957 wurde Fünfhaus durch einen Gemeinderatsbeschluss in Rudolfsheim-Fünfhaus umbenannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Rudolfsheimer Pfarrkirche

Die von 1893 bis 1898 erbaute römisch-katholische Rudolfsheimer Pfarrkirche ist ein Werk des Architekten Karl Schaden. In Rudolfsheim befinden sich auch die von 1787 bis 1789 erichtetete Reindorfer Pfarrkirche und die 1972 geweihte, nach Plänen von Josef Vytiska erbaute Pfarrkirche Unbeflecktes Herz Mariä. Ein Zinshaus an der Sechshauser Straße wurde 1920 von der Evangelisch-methodistischen Kirche zu einem Kirchengebäude umgebaut. Im Südosten des Bezirksteils erstreckt sich der Auer-Welsbach-Park.

Das Wappen von Rudolfsheim setzt sich aus den Wappen von Rustendorf (links), Reindorf (rechts) und Braunhirschen (untere Hälfte) zusammen, am Schnittpunkt der Drittel befindet sich ein goldenes „R“, das für Rudolfsheim steht. Zu beachten ist, dass das Wappen von Rudolfsheim ähnlich dem von Fünfhaus nicht ident ist mit der Wappenhälfte im Wappen von Rudolfsheim-Fünfhaus, vor allem in Farbgebung und Detaildarstellung.

Wirtschaft und Infrastruktur

In Rudolfsheim befindet sich der Gebäudekomplex des Kaiserin-Elisabeth-Spitals. Der neue Meiselmarkt wurde 1995 in einem ehemaligen Wasserbehälter eröffnet. Die U-Bahn-Station Johnstraße und die U-Bahn-Station Schweglerstraße der Linie U3 gibt es seit dem Jahr 1994.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Walter Hofer: Rudolfsheim: eine Darstellung der Geschichte, Strukturveränderungen, Probleme und Lebensverhältnisse eines Wiener Vorortes von den Anfängen bis 1890. Diplomarbeit, Universität Wien 1991.

Weblinks

 Commons: Rudolfsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Todesfälle.. In: Badener Zeitung, 31. März 1926, S. 3 rechts Mitte (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
  2. Eine sensationelle Nachricht.. In: Badener Bezirks-Blatt, 23. Juli 1881, S. 2 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bbb
  3. Local-Nachrichten. Ehrenbürgerschaft.. In: Badener Bezirks-Blatt, 10. Dezember 1881, S. 5 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bbb

48.19027777777816.328888888889Koordinaten: 48° 11′ N, 16° 20′ O