SAK Klagenfurt

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Der Slovenski atletski klub oder Slowenischer AK ist ein österreichischer Fußballverein. Er gilt als Visitenkarte bzw. Identifikationspunkt der Kärntner Slowenen[1]. 2011/12 spielt er in der Regionalliga Mitte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Klub wurde 1970 als Studentischer Fußballverein gegründet. Sämtliche Spieler waren Schüler des BG/BRG für Slowenen in Klagenfurt. Vor dem Gründungsjahr wurde die Gründungsmannschaft österreichischer Fußballmeister der DSG (Diözesansportgemeinschaft). Vereinsgründer war ein Nichtfußballer, nämlich der österreichische Diplomat und jetzige hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina Dr. Valentin Inzko.

Ziel

Inzkos Ziel war es die besten slowenischsprachigen Fußballer in Kärnten in einem Team spielen zu lassen, mit dem SAK in die II. Division aufzusteigen und so ganz Österreich auf die slowenische Volksgruppe aufmerksam zu machen. Damals musste Dr. Zdravko Inzko sein Auto verkaufen um die Aufnahmegebühr bezahlen zu können.

Spielstättenprobleme

Vom Tag der Gründung an bis fast bis zum heutigen Tag zieht ein großes ungelöstes Problem durch die Vereinsgeschichte. Der SAK war von 1970 bis 2003 auf Herbergsuche und hatte praktisch nie einen eigenen Sportplatz.

Im Gründungsjahr war keine einzige Gemeinde bereit dem SAK die Standortgenehmigung zu erteilen. Diese erhielt der SAK dann vom Bürgermeister der damaligen selbständigen Gemeinde Radsberg / Radiše Ludwig Ogris. Diese einstmals selbstständige, zweisprachige Gemeinde wurde im Jahr 1977 nach Ebental / Žrelec eingemeindet. Daher nannte sich der SAK im ersten Jahr auch SAK Radsberg. Die Sportplatz Odyssee des SAK begann auf einer Wiese am Radsberg. Da nach einem starken Regen die Wiese nicht bespielbar war, bekam der SAK vom KFV keine Spielgenehmigung und musste seine ersten Spiele in Ebental austragen. Danach war der Koschatplatz in Klagenfurt einige Jahre die Spielstätte des SAK, die Mannschaft musste dann nach Hörtendorf umziehen, kehrte wieder auf den Koschatplatz zurück, spielte kurze Zeit auch auf dem Polizeisportplatz. 1986 zog der SAK vom Koschatplatz nach Annabichl und blieb dort fast 15 Jahre als Untermieter. Erst 2002 ergab sich auf Umwegen die Möglichkeit auf dem Sportplatz des BG/BRG für Slowenen eine eigene Sportanlage zu errichten. Derzeit ist der Verein dabei das Projekt Stadion SAK zu verwirklichen. Bisher wurde eine überdachte Tribüne für 250 Zuschauer geschaffen. Diese ist am 15. Mai 2010 teilweise abgebrannt.[2] Wo die nächsten Spiele stattfinden werden ist derzeit noch unklar. Die Tribüne wurde durch eine Freiwilligeninitiative unter der Leitung von Simon Ogris im August 2010 wiederhergestellt. Es soll in Zukunft ein für die Erste Liga geeignetes Stadion mit 1.500 überdachten Sitzplätzen entstehen.

Sportliches

Die Gymnasiastenmannschaft beendete die ersten 5 Saisonen viermal als zweiter, 1975/76 gelang der Aufstieg in die 1. Klasse. Die größten Gegner des SAK waren in dieser Zeit des Ortstafelsturms deutschnational gesinnte Schiedsrichter und die Zuschauer. Viele Spiele ähnelten damals eher politischen Veranstaltungen für oder gegen die Rechte der slowenischen Volksgruppe als Fußballspielen.

1978/79 gelang der Aufstieg in die Unterliga. Ein schöner Erfolg war auch der der Einzug in das ÖFB-Cup Viertelfinale mit einem Sieg gegen den LASK vor 2000 Zuschauern in der Saison 1986/87.

1992 stellte der SAK seine Nachwuchsarbeit auf neue Fundamente und gründete 3 Nachwuchszentren in Bleiburg, Klagenfurt und St. Primus. Heute zählt der SAK auch beim Nachwuchs zu den top 6 Vereinen in Kärnten. In der Saison 1994/95 spielte der SAK in der neu gegründeten Regionalliga-Mitte und stieg als erster Meister der Regionalliga sogar in die II. Division auf. Das Gastspiel in der zweithöchsten Spielklasse dauerte nur ein Jahr (Saison 95/96).

Derzeit spielt der SAK in der Regionalliga Mitte.

Einzelnachweise

  1. Zgodovina/Geschichte. SAK, abgerufen am 24. Januar 2012: „[...] Ziel war es die besten slowenischsprachigen Fußballer in Kärnten in einem Team spielen zu lassen, mit dem SAK sportliche Erfolge zu feiern und so ganz Österreich auf die slowenische Volksgruppe aufmerksam zu machen.“
  2. http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2356078/vollbrand-klagenfurt.story]. SAK-Tribüne in Klagenfurt brannte

Weblinks