SV Neulengbach

SV Neulengbach
Vereinsdaten
Vereinsgründung: 1923
Sektion Frauenfußball: 1996
Vereinsfarben: Schwarz-Weiß
Erfolge (Frauen): 9 x Österreichischer Meister
9 x ÖFB-Cupsieger
2 x Supercupsieger
Stadion: Wienerwaldstadion (4500 Plätze)
Obmann: Josef Zenleser
Trainer: Johannes Uhlig (Frauen)
Peter Bayerl (Männer)
Spielklasse: ÖFB-Frauenliga (Frauen)
NÖ 1. Klasse West-Mitte (Männer)
Anschrift: Sindelarstraße 181
3040 Neulengbach
Tel.: 0043/(0)2772/53863
Website: http://www.neulengbach.at

Der SV Neulengbach ist ein Fußballverein aus Neulengbach, Niederösterreich in Österreich und wurde 1923 mit den Vereinsfarben schwarz-weiß gegründet.

Inhaltsverzeichnis

Fußballsektion Frauen

Geschichte

Der Beginn der heutigen Frauenmannschaft des SV Neulengbach datiert auf das Jahr 1992 zurück. In Altlengbach begannen Frauen für das legendäre Zeltfest des SV Altlengbach/Laabental zu üben und spielten dann bei dieser Veranstaltung als "Aufputz". Die Mannschaft wollte aber weiter Fußball spielen. Ein entscheidender Schritt gelang in der Saison 1994/95. Im 1. Traisentalcup (Vorgänger der NÖ Landesliga) konnte die Mannschaft den Titel erringen. Damit wurden die Weichen für den weiteren Aufstieg gelegt. In der Saison 1995/96 konnte diese Frauenmannschaft damit in der 2. Division mitspielen und erreichte dort bereits in der 1. Saison den 2. Platz (hinter Obersdorf/P.). Nach Unstimmigkeiten mit dem Vorstand des SV Altlengbach wechselte dann die Mannschaft nach Neulengbach. In der Wienerwald Bezirksstadt konnte die Frauenmannschaft beim SV Neulengbach integriert werden und mit der Gründung der Frauenfußballsektion im Jahr 1996 begann die nächste Erfolgsgeschichte. Gleich in der Saison 1996/97 übernahm der SV Neulengbach den Ligaplatz des Lokalkonkurrenten und nunmehrigen Kooperationspartners SV Altlengbach in der 2. Division, der zweithöchsten Spielstufe im österreichischen Frauenfußball. Nachdem die Altlengbacher Frauen knapp mit dem zweiten Platz am Aufstieg gescheitert waren, gelang dem SV Neulengbach bereits in der ersten Saison der Meistertitel in der zweiten Liga und verbunden damit der Aufstieg in die österreichische Frauen-Bundesliga. Im ersten Jahr in der höchsten Liga erreichte die Neulengbacher Damen den beachtlichen 5. Rang unter acht teilnehmenden Mannschaften und kamen im Pokalbewerb sogar bis ins Finale, das die Niederösterreicherinnen jedoch gegen Union Kleinmünchen mit 1:3 verloren. Bereits in der darauffolgenden Saison wurde Neulengbach Vizemeister hinter dem Seriensieger Union Kleinmünchen und wahrte mit dem dritten Rang 2000 und den beiden zweiten Plätzen 2001 und 2002 die Anwartschaft auf den österreichischen Meistertitel.

In den Folgejahren wurde der SV Neulengbach die dominierende Mannschaft im österreichischen Frauenfußball. Dies stellten die Niederösterreicherinnen mit dem Gewinn des ersten Meistertitels in der Saison 2002/03 in beeindruckender Weise zur Schau, indem sie die Meisterschaft ohne Punkteverlust und einem Gesamtscore von 120 geschossenen zu 5 erhaltenen Toren beendeten. Von 2003 bis 2011 feierte die Mannschaft aus dem Wienerwald neun Meistertitel in Serie und gewannen eben sooft hintereinander den österreichischen Cupbewerb. 2003 setzte man sich gegen Union Kleinmünchen mit 5:1 durch, 2004 wurde der FC Südburgenland gar mit 12:0 (!) abgefertigt und 2005 bezwang man den Innsbrucker AC im Finale mit 2:1. 2006 und 2007 hieß der Gegner jeweils DFC LUV Graz, die 3:0 bzw. 3:1 bezwungen werden konnten. Gegen USC Landhaus, der Rekordmeister und -cupsieger, blieb die Mannschaft aus dem Wienerwald im Juni 2008 in St. Pölten mit 6:2 im Finale erfolgreich und in Kammer am Attersee gelang Neulengbach der Finalsieg gegen Wacker Innsbruck mit 5:1. 2010 siegte Neulengbach in Rohrbach gegen ASK Erlaa 4:0 und mit dem gleichen Resultag blieb der Cupverteidiger ein Jahr später in Ottensheim bei Linz gegen LUV Graz erfolgreich.

Zum Drüberstreuen gewannen die Neulengbacherinnen 2003 und 2004 auch die Spiele um den Supercup. Auch 2005 war der SV Neulengbach klarer Favorit um den Titel, jedoch wurde der Supercup aufgrund von Terminproblemen nicht ausgespielt.

In der Neulengbacher-Stammelf spielen eigentlich seit Jahren nur Nationalteamspielerinnen, wobei auch Legionärinnen aus Brasilien und der Slowakei dabei sind. Die bekannteste Spielerin kam aus Brasilien. Rosana, spielte von 2005 - 2008 in Neulengbach. Mit dem brasilianischen Nationalteam war sie bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wobei sie dort die Silbermedaille eroberte. In Brasilien wurde sie zur besten Spielerin des Olympischen Turniers gewählt. 2005 wurde Rosana als Spielerin des Jahres in Österreich ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden die Spielerinnen Sabine Brand (2004) zur Krone-Fußballerin des Jahres gewählt und Nina Burger als beste Spielerin (2010) bei der Bruno-Wahl geehrt.

Ligenzugehörigkeit

Titel und Erfolge

Titel

Erfolge national

Torschützenköniginnen (Bundesliga)

  • 2001 Maria Gstöttner 33 Tore
  • 2002 Maria Gstöttner 34 Tore
  • 2003 Maria Gstöttner 28 Tore
  • 2004 Maria Gstöttner 26 Tore
  • 2005 Maria Gstöttner 22 Tore
  • 2006 Rosana 26 Tore
  • 2007 Nina Burger 38 Tore
  • 2008 Nina Burger 33 Tore
  • 2009 Nina Burger 23 Tore
  • 2010 Nina Burger 22 Tore
  • 2011 Nina Burger 29 Tore
  • 2012 Nina Burger 28 Tore

UEFA Women's Cup bzw. Champions League

Der Europacup für Vereinsteams im Frauen-Fußball wird seit dem Spieljahr 2001/2002 von der UEFA als „UEFA Women’s Cup“ ausgerichtet. Seit der Saison 2009/10 heißte dieser Bewerb, analog dem Männerfußball, Champions League. Der SV Neulengbach nahm als österreichischer Frauen-Fußballmeister bisher neunmal an diesem Bewerb teil.

Saison 2003/04

  • Beim ersten Antreten wurde der SV Neulengbach in die Qualifikationsgruppe 2 gelost und musste beim Turnier in Skopje (Mazedonien) antreten. Nach Siegen über PAOK Ledra (Zypern, 14:0), den SK Hronom (Slowakei, 6:3) und Lombardini Skopje (Mazedonien, 7:0) war der SV Neulengbach als Gruppensieger für die Vorrundengruppen qualifiziert.

Saison 2004/05

Saison 2005/06

  • In der ersten Hauptrunde spielten die Niederösterreicherinnen in Zagreb (Kroatien) in der Gruppe A2. Bereits im ersten Spiel gegen den UC Dublin (Irland) feierte der SV Neulengbach einen 5:1-Erfolg. Mit einem weiteren 5:1-Sieg gegen ZNK Maksimir (Kroatien) kam es gegen die Damen des Bardolino Verona (Italien) zum direkten Duell um den Gruppensieg. Die Neulengbacherinnen sicherten sich durch ein 0:0-Unentschieden dank der besseren Tordifferenz, den Gruppensieg und Aufstieg in die zweite Hauptrunde.

Saison 2006/07

  • Die Vorrundengruppe A3 sah in der Zeit von 08. bis 13. August 2006 den SV Neulengbach als Veranstalter. Im ersten Spiel gab es gegen die Newtownabbey Strikers (Nordirland) einen 5:1-Sieg. Dem folgte aber in nächsten Spiel gegen Breiðablik Kópavogur (Island) eine 0:3-Niederlage. Zum Abschluss gab es gegen den „Dauergegner“ SU 1. Dezembro (Portugal) einen 3:0-Erfolg und damit letztlich den zweiten Gruppenplatz.

Saison 2007/08

  • Auch in dieser Saison fungierte der SV Neulengbach als Veranstalter für die Spiele der Vorrundengruppe A3 . Das erste Gruppenspiel gegen Hibernian LFC konnte knapp mit 4:3 gewonnen werden. Im zweiten Spiel folgte ein klarer 3:0-Sieg gegen den irländischen Mayo FC. Im letzten Gruppenspiel wurde der Gegner Uczniowski Klub Sportowy mit 8:1 besiegt und der SV Neulengbach qualifizierte sich als Gruppensieger für die zweite Hauptrunde.
  • In der zweiten Hauptrunde spielte der SV Neulengbach beim Turnier in London gegen den Gastgeber Arsenal LFC, Alma KTZH und ASD Bardolino Verona. Im ersten Gruppenspiel gegen den italienischen Vertreter ASD Bardolino Verona kam es zu einer knappen 3:2-Niederlage. Im zweiten Gruppenspiel gegen den Titelverteidiger Arsenal LFC gab es eine 7:0-Niederlage. Das letzte Gruppenspiel gegen den kasachischen Verein Alma KTZH konnte mit 3:0 gewonnen werden, was den dritten Gruppenplatz und damit das Ausscheiden aus dem Turnier bedeutete.

Saison 2008/09

  • Auch diese Saison war der SV Neulengbach wieder Veranstalter für die Vorrundengruppe A7 des UEFA Women's Cup. Im ersten Spiel gegen den russischen Verein ŽNK KRKA Novo Mesto gab es einen 6:0-Sieg. Im zweiten Gruppenspiel gegen Vamos Idaliou konnte ein 8:0-Kantersieg eingefahren werden. Das letzte Gruppenspiel gegen den portugiesischen Verein SU 1° Dezembro war das direkte Duell um den Aufstieg und konnte mit 4:0 gewonnen werden. Der SV Neulengbach stieg damit ohne Gegentor in die zweite Hauptrunde auf.
  • In der zweiten Hauptrunde trat der Verein in Lyon auf Arsenal LFC, Olympique Lyon und den FC Zürich. Im ersten Gruppenspiel gegen den Gastgeber Olympique Lyon wurde der SV Neulengbach mit 8:0 besiegt. Auch das zweite Gruppenspiel gegen Arsenal LFC ging mit 6:0 verloren. In einem dritten Spiel ging der Verein schließlich als 5:3 Sieger hervor und belegte am Ende den dritten Gruppenplatz, was zum Aufstieg nicht reichte.

Saison 2009/10 Champions League

  • In diesem Jahr wurde dieser UEFA-Bewerb umbenannt und führt nun den Namen Women's Champion's League. Neulengbach war für das 16e Finale gesetzt und spielte in dieser 1. Runde gegen RTP Unia Raciborz (Polen). Auswärts gab es einen 3:1-Sieg und zu Hause musste sich Neulengbach zwar 0:1 geschlagen geben, aber die Mannschaft stieg ins Achtelfinale auf. Dort war allerdings gegen AS Torres Endstation. Mit jeweils 1:4-Niederlagen schied Neulengbach aus diesem Bewerb aus.

Saison 2010/11 Champions League

  • Neulengbach war wieder gesetzt und traf in der 1. Hauptrunde auf den griechischen Vertreter PAOK Thessaloniki. Auswärts verlor Neulengbach 0:1, aber zu Hause gab es einen 3:0-Sieg und damit der neuerliche Aufstieg ins Achtelfinale. Mit dem 1. FFC Turbine Potsdam wartete der amtierende Champions League-Sieger. In den beiden Spielen zeigte sich die Überlegenheit der Mannschaft aus Potsdam, denn sie gewann mit 7:0 (in Potsdam) und 9:0 (in Neulengbach). Das Spiel im Wienerwaldstadion in Neulengbach war das erste Frauenfußballspiel, welches live im Fernsehen (Eurosport) übertragen wurde. Über 1.000 Zuschauer waren Zeuge dieser Veranstaltung.

Saison 2011/12 Champions League

  • Auch in diesem Jahr war Neulengbach gesetzt. In der 1. Hauptrunde musste der österreichische Meister gegen die kasachische Mannschaft CSHVSM Almaty antreten. Dort erlitt man eine 1:2-Niederlage, jedoch konnte das Rückspiel im Wienerwaldstadion mit 5:0 gewonnen werden. In der 2. Runde wartete dann FC Malmö aus Schweden. Das Heimspiel gewannen die Schwedinnen 3:1. Auswärts unterlag der Österreichische Meister mit 0:1. Somit war auch in diesem Jahr im Achtelfinale Schluss.

Sponsoren

Bis 2004/05 trat die Frauenfußballmannschaft als SV Toyota Frech Neulengbach an. In der Saison 2005/06 wurde mit Soletti ein neuer Sponsor gewonnen und der Vereinsname in SV Soletti Neulengbach geändert. Im Spieljahr 2006/07 nennt sich die Damenmannschaft SV Neulengbach Pflegeheim Beer. Seit 2009/10 ist auch die NÖ-Werbung Hauptsponsor und somit nennt sich die Mannschaft ab dieser Saison NÖSV Neulengbach Pflegeheim Beer.

Fußballsektion Männer

Die Fußballmannschaft der Männer spielt von jeher in den mittleren Ligen des Bundeslandes Niederösterreich. 1996 feierte der Verein den Meistertitel in der damaligen Oberliga West und spielte somit von 1996 bis 2001 in der 2. NÖ Landesliga West. In der Saison 2005/06 spielten die Männer des SV Neulengbach in einer Spielgemeinschaft mit Maria Anzbach unter dem Namen SpG Neulengbach-Maria Anzbach in der NÖ Gebietsliga West und wurden dort Meister. 2007 musste man trotz 31 erreichter Punkte wieder aus der 2. NÖ Landesliga West in die NÖ Gebietsliga West absteigen. Einen weiteren Abstieg musste die Mannschaft im Jahr 2010 hinnehmen, denn mit Platz 13 führte der Weg in die 1. Klasse West/Mitte. Seit der Saison 2010/11 spielt daher der SV Neulengbach in dieser Spielklasse.

Erfolge

  • 1939 Meister 2. Kreisklasse West
  • 1947 Meister 2. Klasse West (Aufstieg NÖ Landesliga)
  • 1964 Meister Bezirksgruppe Wienerwald (Aufstieg 1. Klasse Nordwest-Mitte)
  • 1965 Meister 1. Klasse Nordwest-Mitte (Aufstieg Unterliga Nord-Nordwest)
  • 1980 Meister 2. Klasse Traisental (Aufstieg 1. Klasse West-Mitte)
  • 1981 Meister 1. Klasse West-Mitte (Aufstieg Unterliga West)
  • 1986 Meister Unterliga West (Aufstieg Oberliga West)
  • 1996 Meister Oberliga West (Aufstieg 2. Landesliga West)
  • 2006 Meister Gebietsliga West (Aufstieg 2. Landesliga West)

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