Sabine Oberhauser

Sabine Oberhauser (* 30. August 1963 in Wien) ist eine österreichische Politikerin (SPÖ). Seit 30. Oktober 2006 ist sie Abgeordnete zum Österreichischen Nationalrat und Gesundheitssprecherin der Sozialdemokratischen Parlamentsfraktion. Am 2. Juli 2009 wurde sie zur Vizepräsidentin des Österreichischen Gewerkschaftsbundes gewählt.[1] Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter.

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Biographie

Nach der Matura begann Sabine Oberhauser ihr Medizinstudium an der Universität Wien, an welcher sie 1987 promovierte. Am 30. April 1997 schloss sie die Ausbildung zur Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde und am 31. Oktober 1997 die Ausbildung als Ärztin für Allgemeinmedizin ab. Anschließend absolvierte sie die Ausbildung zur akademischen Krankenhausmanagerin an der Wirtschaftsuniversität Wien, welche sie 2002 abschloss. Im Jahr 2003 schloss sie die Ausbildung zum Master of Advanced Studies (MAS) an der Donau-Universität Krems ab. Seit 1998 ist Sabine Oberhauser freigestellte Personalvertreterin in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), von 2001 bis 2007 die Vorsitzende des Personalgruppenausschusses ÄrztInnen in der GdG (2007 bis 2010 dessen stellvertretende Vorsitzende). Zur Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) ÄrztInnen im Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) wurde sie 2003 gewählt und bekleidete diese Position bis 2010.

In der 23. Gesetzgebungsperiode war sie vom 30. Oktober 2006 bis zum 27. Oktober 2008 Abgeordnete zum Nationalrat.

Nach der Nationalratswahl in Österreich 2008 hatte sie wegen der geringeren Mandatsstärke ihrer Partei zunächst keinen Sitz mehr im Nationalrat, sie rückte jedoch durch die Ernennung eines Abgeordneten zum Mitglied der Bundesregierung Faymann auf dessen Platz nach und wurde am 3. Dezember 2008 neuerlich angelobt.

Am 2. Juli 2009 wurde Sabine Oberhauser am 17. Bundeskongress mit 92,77 Prozent zur Vizepräsidentin des ÖGB gewählt. Sie ist die erste Ärztin, die dieses Amt bekleidet.

Weitere politische Funktionen

  • 1999 zog sie als Kammerrätin in die Ärztekammer für Wien ein (bis 2006), von 2003 bis 2006 fungierte sie zusätzlich als Präsidialreferentin.
  • Drei Jahre (2004 bis 2007) war sie Mitglied im Landessanitätsrates Wien.
  • Von 2004 bis 2006 war Oberhauser die Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings und Vorstandsmitglied der Europäischen Frauenlobby.
  • Seit 2004 ist sie Vorstandsmitglied im Verein Wiener Frauenhäuser.
  • 2004 wurde Oberhauser zur Vizepräsidentin des Bund Sozialdemokratischer Akademikerinnen und Akademiker, Intellektueller, Künstlerinnen und Künstler (BSA) gewählt. Von 2005 bis 2009 bekleidete sie das Amt der Frauenvorsitzenden des BSA.
  • Weiters ist sie seit 2004 die Vorsitzende der sozialdemokratischen ÄrztInnen Österreichs.
  • In den Bezirksvorstand der SPÖ Alsergrund (Wien, 9. Bezirk) wurde sie 2007 gewählt.
  • Seit 2007 ist Sabine Oberhauser mit Dekret des damaligen Bundesministers für Soziales und Konsumentenschutz, Erwin Buchinger, zum Mitglied im Sozial- und Gesundheitsforums Österreich bestellt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.kurier.at/geldundwirtschaft/1920157.php