Salome Alt

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Salome Alt, ab 1600 Alt von Altenau (* 21. September 1568 in Salzburg, Fürsterzbistum Salzburg; † 27. Juni 1663[1] in Wels, Österreich) war die Lebensgefährtin und Geliebte des Fürsterzbischofs von Salzburg Wolf Dietrich von Raitenau.

Salome Alt

Inhaltsverzeichnis

Leben

Die Kaufmannstochter Salome Alt war über 22 Jahre lang die Geliebte von Wolf Dietrich, dem sie 15 Kinder gebar (einige Quellen sprechen von 16 Kindern).

Die schöne Salome stammte aus einer hochangesehenen Salzburger Familie und lernte den gutaussehenden jungen Kanonikus Wolf Dietrich von Raitenau bei einer Hochzeitsfeier kennen. Bald nach seiner Wahl zum Fürsterzbischof versuchte er von Rom eine Dispens zu erlangen, durch die es ihm auch als Kirchenmann möglich gewesen wäre, verheiratet zu sein. Trotz der Vermittlungsversuche seines Onkels, einem Kardinal, der beste Verbindungen hatte, scheiterte dieses Vorhaben.

1600 erhob Wolf Dietrich sie in den Adelsstand, seither nannte sie sich Salome von Altenau. Die nicht an Politik und Macht interessierte Frau war mit ihrer ausgeglichenen Art beruhigend für den überstrapazierten und unbeherrschten Mann. Mit ihren Kindern bildete sie den Ruhepol in seinem hektischen Leben. 1606 errichtete Wolf Dietrich für sie das Schloss Altenau, das heutige Schloss Mirabell. 1610 schenkte er ihr Schloss Seehaus im Rupertiwinkel.

Ständig war Raitenau in Auseinandersetzungen mit dem Bayernherzog Wilhelm V. verwickelt. Kriegerische Auseinandersetzungen um den Salzhandel folgten und gipfelten mit einem Einmarsch der Bayern im Jahr 1611. Er ließ seine Familie aus Sorge nach Radstadt bringen und versuchte selbst nach Kärnten zu entkommen. Er wurde jedoch von bayerischen Häschern gefangen und auf die Festung Hohenwerfen verbracht, um dort meist in Einzelhaft seine Zeit zu verbringen. Seine Haft an verschiedenen Orten dauerte bis zu seinem Tod im Jahr 1617 an.

Salome, die später mit den Kindern nach Wels zog, wartete vergeblich auf „ihren Herrn“. Sie starb verhärmt und ohne Enkel im Jahr 1663.

Porträt

Salome Alt als Maria Magdalena

Ein Bild von Camillo Procaccini (* 1546 in Bologna), das die Grablegung Christi darstellt, zeigt Salome Alt im Vordergrund als Maria Magdalena. Wolf Dietrich stiftete dieses Werk dem Kloster Langnau, wo sich das Grab seiner Familie befand, von wo aus es später in die Dorfkirche des benachbarten Hiltensweiler (heute zu Tettnang, Baden-Württemberg) kam.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Stiftung Seeau nennt als Todesjahr 1663. Andere Quelle, wie die GND, das Jahr 1633. (Abfragedatum: 23. September 2012)