Salvatorianerkirche zu den heiligen Aposteln (Wien)

Salvatorianerkirche zu den heiligen Aposteln

Die Salvatorianerkirche zu den heiligen Aposteln ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten. Sie befindet sich am Salvatorianerplatz 1 im Bezirksteil Inzersdorf-Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Orden der Salvatorianer, der seit 1892 in Favoriten wirkte, hatte Pläne für eine große Kirche an der Laxenburger Straße. Als erster Schritt dazu wurde ein kleines Kloster und eine Notkirche errichtet, die etwas abseits der Straße lagen. Die Grundsteinlegung erfolgte in Anwesenheit von Bürgermeister Karl Lueger, die Weihe war am 14. Juli 1901. Da es aber zu dem geplanten großen Kirchenbau nicht kam, blieb der Salvatorianerplatz in seinem vorderen Bereich an der Laxenburger Straße frei, der heute als Parkplatz verwendet wird. 1907 machte man an der Notkirche Zubauten und das Provisorium wurde allmählich zu einer Dauereinrichtung. 1937 erfolgte die Erhebung zur Pfarrkirche, was mit Errichtung eines kleinen Glockenturms verbunden war. Das Kircheninnere wurde 1972 umgestaltet. Die Salvatorianer betreiben am Standort einen Kinderhort.

Innenraum der Apostelkirche

Baubeschreibung

Das späthistoristische Kirchengebäude liegt an der Ostseite des Salvatorianerplatzes, an das sich westlich anschließend zwei zweigeschoßige Quertrakte anfügen. An deren Stirnfronten befinden sich Portale mit spitzgiebeligen Ädikularahmungen und romanisierenden Säulen. Die Holztüren selbst sind mit Schmiedeeisen beschlagen. Am Kirchengebäude dominieren hohe Rundbogenfenster.

Das Innere besteht aus einem flachgedeckten Saalraum, der Licht von zwei Seiten erhält. Eine hölzerne Orgelempore liegt im Süden. In der Mitte der Westseite befindet sich das Altarbild mit der Darstellung des Letzten Abendmahles von Franz Elsner. Die Kirchenbänke sind von drei Seiten auf den Altar hin zugeordnet. An der Nordseite des Saales befindet sich ein großformatiges Textilbild mit der Darstellung der Aussendung der Apostel von Henrique de Arnoldi. Weitere Ausstattungsstücke sind ein Ölbild Herz Jesu aus dem 19. Jahrhundert, eine Steinbüste des Heiligen Antonius von Padua mit dem Jesuskind und eine Bronzefigur Schmerzensmaria von Yrsa von Leistner.

Literatur

  • Herbert Tschulk: Wiener Bezirkskulturführer Favoriten. Jugend & Volk, Wien 1985, ISBN 3-224-10612-3.
  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio-Handbuch Wien. X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk. Anton Schroll, Wien 1996, ISBN 3-7031-0693-X.

Weblinks

 Commons: Salvatorianerkirche zu den hl. Aposteln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.1661216.370201Koordinaten: 48° 9′ 58″ N, 16° 22′ 13″ O