Salza-Stausee

Salza-Stausee
Am Salza-Stausee
Am Salza-Stausee
Zuflüsse: Salzabach
Salza-Stausee (Steiermark)
Salza-Stausee
Koordinaten 47° 29′ 46″ N, 13° 57′ 4″ O47.49601413.951216Koordinaten: 47° 29′ 46″ N, 13° 57′ 4″ O
Daten zum Bauwerk
Sperrentyp: Gleichwinkel-Gewölbemauer
Bauzeit: 1947–1949
Höhe des Absperrbauwerks: 53 m
Bauwerksvolumen: 22.000 m3dep1
Kronenlänge: 121 m
Kronenbreite: 3 m
Basisbreite: 12 m
Kraftwerksleistung: 8 MWdep1
Betreiber: VERBUND Hydro Power AG
Daten zum Stausee
Höhe des Stauziels: 769 m
Stauseelänge: 5,5 km
Stauseebreite: 80–150 mdep1
Speicherraum: 11 Mio.m3dep1
Besonderheiten:

Bootausleihstation

Der Salza-Stausee ist eine 1947–1949 errichtete Talsperrenanlage ab Salzabach zwischen Bad Mitterndorf und Sankt Martin am Grimming im Bezirk Liezen in der Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Gestalt des Sees

Der aus dem Toten Gebirge kommende Salzabach entwässert den mittleren Teil des Hinterberger Tales. Er durchbricht auf seinem Weg ins Ennstal in einer canyonartigen Schlucht die östliche Verbindung des Dachsteinmassivs (Kemetgebirge) zum Grimming (Pass Stein).[1]

Am Nordteil des Salza-Stausees

Als nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich nach möglichen Standorten für neue Wasserkraftwerke gesucht wurde, entschied man sich auch für diesen Platz und riegelte mit einer Staumauer das Durchbruchstal auf der südlichen Seite ab. So entstand ein etwa 5,5 Kilometer langer Stausee. Diese Strecke entspricht der Fußbreite des Felsmassivs. Der See ist nur etwa 80 bis 150 Meter breit und wird insbesondere im südlichen Teil von steilen, bis zu 500 Meter hohen Felswänden gesäumt, die ihm einen fjordähnlichen Charakter verleihen. Im Norden ist die Uferbegrenzung flacher, mittelgebirgsartig.

Entlang dem Westufer des Sees führt die Pass-Stein-Straße (L729). Nach der Flutung des Sees musste der Weg, der früher tiefer im Tal verlief, neu angelegt werden.[2] Die Straße ist seit 2003 wegen Steinschlaggefahr gesperrt, wird aber von Wanderern und Radfahrern benutzt. In der Nähe der Staumauer führt sie an einem kleinen Wasserfall und einem Marienbildnis[3] vorbei.

Nahe dem Nordende des Sees, am für Autos erlaubten Teil der Straße, gibt es eine Bootsausleihstation.

Der Salza-Stausee liegt in einem Landschaftsschutzgebiet.[4]

Das Kraftwerk

Die Stauanlage des Kraftwerkes ist eine Gleichwinkel-Gewölbemauer von 53 Meter Höhe und 121 Meter Kronenlänge. Ihre Mitte ist zwecks definiertem Hochwasserüberlaufs niedriger gehalten.

Das Kraftwerk liegt etwa 800 m talwärts von der Sperrmauer entfernt. Das Triebwasser wird aus der Talsperre über einen 320 m langen Druckstollen und eine anschließende 470 m lange Druckrohrleitung zum Maschinenhaus des Kraftwerks geführt. Hier treibt es eine Francis-Spiralturbine mit einem Laufraddurchmesser von 1,45 m bei einem Nenndurchfluss von 8.6 m³/s, an die ein Drehstrom-Synchrongenerator mit 8 MVA angekoppelt ist.[5]

Einzelnachweise

  1. Austrian Map online des BEV
  2. Pass-Stein-Straße im Ennstal-Wiki
  3. Sage zum Marienbildnis
  4. Digitaler Atlas Steiermark
  5. Speicherkraftwerk Salza

Weblinks