Salzburg-Süd

Der Stadtteil Salzburg Süd in Salzburg

Salzburg-Süd ist der linksufrige salzachnahe Stadtteil im Süden der Stadt Salzburg (auch das angrenzende Landschaftsschutzgebiet mit Schloss Hellbrunn im Mittelpunkt führt diesen Namen.) Im Norden und Nordwesten grenzt Nonntal an diesen Stadtteil. Dabei bildet der Eschenbach und der schmale Grünraum beiderseits desselben die Grenze zwischen den Stadtteilen. Im Osten schließt die Salzach, im Westen der von Markus Sittikus von Hohenems angelegte Landschaftsgarten beiderseits der Hellbrunner Allee an. Im Süden endet der geschlossene Siedlungsraum bei der Hellbrunner Brücke.

Unter dem Begriff Salzburg Süd lassen sich schlüssig drei eng miteinander verbundene und ineinander verwobene Stadtteile bzw. Siedlungskerne zusammenfassen: Josefiau, Herrnau und Alpensiedlung. Die Josefiau ist in ihren Anfängen um Josefiaustraße und Aspergasse nach 1925 gewachsen, die Herrnau und die Alpensiedlung nach 1950. Es erscheint so folgerichtig, dass auch der Begriff Salzburg-Süd selbst ein neuer Kunstname ohne historische Bezüge ist.

Historisch gesehen entstanden alle drei Stadtteile im früheren salzachnahen Landschaftsraum der Josefiau, der durch die Salzachregulierung - hier um 1890 vorgenommen - als Siedlungsraum nutzbar wurde. In Salzburg-Süd leben heute gut 11.000 Bewohner.

Im Rahmen der Gliederung der katholischen Pfarrsprengel ist Salzburg-Süd zur Gänze der Pfarre Sankt Erentrudis in der „Gottessiedlung“ Herrnau zugeordnet.

Inhaltsverzeichnis

Der Stadtteil Salzburg-Süd und seine Teile

Die Josefiausiedlung

Die Josefiau-Siedlung ist der älteste Siedlungskern von Salzburg Süd. Sie entstand in seinen stadtnahen Teilen um die Aspergasse(mit ihren Seitenstraßen Solaristraße, Mascagnigasse und Dariogasse), und um die Josefiaugasse(mit ihren Seitenstraßen Enzingergasse, Naumanngasse, Rottmayrgasse, Pezoltgasse und Fischbachstraße) zwischen 1925 und 1935, also vor dem Zweiten Weltkrieg.

Die Alpensiedlung

Die Alpensiedlung entstand wenige Jahre nach dem 2. Weltkrieg aus einem provisorischen deutschen Wehrmacht-Heereslager der Pioniere der Zeit des Zweiten Weltkrieges, das den Namen Alpenlager trug. Sie ist heute eines der größten Gewerbegebiete der Stadt Salzburg.

Die Siedlung Herrnau

Die Herrnauer Siedlung liegt im ältesten Kern nächst dem gleichnamigen Schloss Herrnau. Dieser alte Kern wurde in den Jahren zwischen 1955 und 1960 als Bausparer-Siedlung der Bausparkasse Wüstenrot erbaut.

Verkehr

Die dominante Verkehrsachse des Stadtteiles Salzburg-Süd ist die Alpenstraße, die gemeinsam mit der Ignaz-Harrer-Straße verkehrsreichste Straße der Stadt Salzburg abseits der Autobahn. Das Nordende der Alpenstraße bildet gleichzeitig die Grenze zum Stadtteil Nonntal. Innerhalb dieses Stadtteils wird die nach Norden verlängerte Verkehrsachse der Alpenstraße Hellbrunner Straße genannt.

Das Landschaftsschutzgebiet Salzburg Süd

Zur Sicherung des besonders hohen Wertes der einzigartigen Landschaft im Süden der Stadt Salzburg wurde 1967 der Grünraum von Schloss Hellbrunn zwischen dem Fürstenweg, der Salzach und der Anifer Landesstraße unter Einschluss eines 100 m breiten Streifens beiderseits der Hellbrunner Allee (bis Schloss Freisaal) zum Landschaftsschutzgebiet erklärt und bekam den Namen “Landschaftsschutzgebiet Hellbrunn“. Nach Erweiterungen dieses Schutzgebiet dann 1975 wurde dieses Schutzgebiet in „Salzburg Süd“ umbenannt.

Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist heute „die Erhaltung der besonderen landschaftlichen Schönheit des Grünraumes im Südens der Stadt Salzburg, der kleinräumig strukturierten Wiesen- und Waldlandschaft mit ihren Schlössern (Schloss Hellbrunn als Mittelpunkt) den alten Parks und den davon ausgehenden alten Alleen und Baumreihen“. Schutzzweck ist aber auch „die Erhaltung des besonders hohen Erholungswertes der auf Grund ihrer verschiedenen Landschaftselemente und kulturhistorischen Bedeutung einzigartigen Kulturlandschaft.“