Salzburger Wehrgeschichtliches Museum

Das Salzburger Wehrgeschichtliche Museum (SWGM) wird von einem 1992 gegründeten Museumsverein getragen. Die Ausstellungsräume befinden sich zurzeit auf dem Gelände der Kaserne Riedenburg in Salzburg.

Salzburger Wehrgeschichtliches Museum in der Kaserne Riedenburg
Gegenwärtiger Unterbringungsort des Salzburger Wehrgeschichtlichen Museums

Die Gründung des Museumsvereins für das SWGM wurde durch den damaligen Militärkommandanten von Salzburg, General Engelbert Lagler, angeregt. Seit 1996 ist das Museum mit Ausstellungs- und Archivräumen in Räumlichkeiten der Kaserne Riedenburg untergebracht. Im Außengelände sind Großgeräte des Bundesheeres aus den vergangenen Jahrzehnten zu sehen. Alle Mitarbeiter arbeiten auf ehrenamtlicher Grundlage; die Räume wurden aufgrund eines Präkariums (= Bittleihvertrag zur widerruflichen Nutzung von Liegenschaften des Bundes) zur Verfügung gestellt.

Themenbereiche des Museums betreffen das Österreichische Bundesheer einschließlich der aktuellen Maßnahmen zur Friedenserhaltung aufgrund von UN-Beschlüssen, die Militärgeschichte Salzburgs, das Militär in der k.u.k. Monarchie und das Bundesheer in der ersten Republik. Eine Ausweitung der Ausstellungsthemen auf die NS-Zeit ist angedacht.

Das SWGM hat an verschiedenen Ausstellungen mitgewirkt, so z. B. an „Salzburg 1945 bis 1955: Zerstörung und Wiederaufbau“ (Museum Carolino Augusteum, 1995), „40 Jahre Bundesheer – vom Exerzierplatz in den Einsatz 1956“ (1996), „Die vergessene Schlacht im Jahre 1800: Militärisches Großereignis vor den Toren Salzburgs“ (2000), „Salzburger Militär einst und jetzt – Militärwesen vom Fürsterzbistum bis in die Gegenwart“ (2004), „1809 – Napoleons Armee vor Salzburg – Der schwere Weg vom Fürsterzbistum zum Kronland“ (2009), „Österreich und die Völkerschlacht von Leipzig 1813“ (geplant für 2013 gemeinsam mit dem Museum Torhaus Markkleeberg), „Salzburger Soldatenschicksale im Ersten Weltkrieg“ (geplant für 2014 in der Bachschmiede).

Da die Riedenburgkaserne Ende 2012 aufgelassen werden soll, wird als neuer Standort die Schwarzenbergkaserne angepeilt. In dem Gebäude 21 der Schwarzenbergkaserne, nach der Einfahrt in die Kaserne rechts hinter dem Standortkasino, sind bereits die Bibliothek, Sammlungen von Landkarten, Bildern, historischen und neueren Waffen, Uniformen, Ausrüstung und die Panzer-Lehrsammlung umgezogen. [1] Das Museum selbst bleibt bis auf Weiteres in der Riedenburg.

Literatur

Kurt Mitterer: Das Wehrgeschichtliche Museum in Salzburg. In Bastei – Magazin des Stadtvereins Salzburg, Frühjahr 2012, S. 24.

Einzelnachweise

  1. Neues Museumsgebäude für das SWGM

Weblinks

47.79664005649113.030364513397Koordinaten: 47° 47′ 48″ N, 13° 1′ 49″ O