Salzburgring

Streckenführung

Der Salzburgring ist eine im Jahr 1969 eröffnete permanente Rennstrecke im so genannten Nesslgraben zwischen Koppl und Plainfeld bei Salzburg in Österreich. Er wurde zur gleichen Zeit wie der Österreichring gebaut.

Inhaltsverzeichnis

Der Ring

Seine Streckenlänge beträgt 4255 Meter. Zwei lange Geraden, wobei die Gegengerade zur Start- und Zielgeraden leicht ansteigend ist, sowie die an diese Gerade anschließende lang gezogene Kurve oberhalb des Fahrerlagers, ließen diese Strecke zu einer sehr schnellen Rennstrecke werden. Der Belgier Werner Daemen erreichte 2009 im Rahmen der IDM auf seiner BMW S 1000 RR eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 189,299 km/h, womit er den Superbike-Rundenrekord hält.[1]

Durch die stetig erweiterten Sicherheitsauflagen für Motorsportveranstaltungen wurden im Laufe der Jahre mehrere Umbauten notwendig. Unter anderem entstanden so genannte Schikanen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, sowie Auslaufzonen, was auf Grund der Talkessellage des Rings sehr schwer bzw. teuer war.

Einzigartig sind die Naturtribünen, die durch ihre Lage oberhalb der Rennstrecke besonders interessante Rennbeobachtungen erlauben, vor allem im Abschnitt oberhalb des Fahrerlagers, von wo aus man Einblick auf beide Geraden sowie die lang gezogenen Fahrerlagerkurve hat.

Die Veranstaltungen

Am 21. September 1969 wurde der Salzburgring mit dem 1. Int. Preis von Salzburg eröffnet. Am 30. August 1970, sechs Tage vor seinem Tod im Training zum Formel-1-GP von Monza, fuhr Jochen Rindt hier sein letztes Rennen – einen Formel-2-Lauf, dem damaligen Unterbau der Formel 1. In den 1970er Jahren war der Salzburgring Schauplatz mehrerer Formel-2-Europameisterschaftsläufe. Formel-1-Stars und Weltmeister wie Graham Hill, Emerson Fittipaldi, Jacky Ickx, John Watson, Mike Hailwood und viele andere traten hier an. Zu dieser Zeit gastierte auch die Tourenwagen-Europameisterschaft mehrmals auf dem Salzburgring. Von 1971 bis 1994 fanden regelmäßig Läufe zur Motorrad-Weltmeisterschaft statt. Motorradasse wie Giacomo Agostini auf MV Agusta und Toni Mang begeisterten bis zu 100.000 Zuschauer.

Zwischen 1975 und 1994 gab es acht Mal den „Oldtimer Grand Prix“ für historische Motorräder und Automobile, der mehrere Hundert Teilnehmer aus aller Welt anlockte (unter anderem Juan Manuel Fangio, Niki Lauda, John Surtees, Luigi Taveri).[2] Diese Veranstaltung musste dann aufgrund von damals verschärften Lärmschutzbestimmungen des Bundeslandes Salzburg eingestellt werden. Seit 2004 findet wieder eine Oldtimerveranstaltung in Erinnerung an den einzigen österreichischen Motorradweltmeister Rupert Hollaus statt.

Die Anzahl der großen Motorsportveranstaltungen (einst Super Tourenwagen Cup, Motorrad-WM) ist auf fünf pro Jahr limitiert. Es finden aber auch regelmäßig andere Veranstaltungen wie Fahrzeugpräsentationen von Automobil-Herstellern, Fahrerlehrgänge und Clubtreffen statt. Unter anderem findet seit 2010 auf dem Salzburgring der Internationale Skiroller-Wettbewerb "Skate the Ring" statt.[3] Zudem beherbergte der Salzburgring bis 2008 das Frequency-Musikfestival. Obwohl keine Motorsport-Events mit vielen Zuschauern mehr stattfinden, ist der Salzburgring von März bis November jedes Jahr ausgebucht und kann sich selbst bei einem jährlichen Umsatz von 1,5 Millionen Euro ohne Subventionen finanzieren.

Die Zukunft

Der Vertrag mit dem Bundesland Salzburg als Grundeigentümer läuft bis 2015. Derzeit laufen Gespräche mit dem Motorradhersteller KTM, der in der Nähe der Teststrecke auch ein Kompetenzzentrum aufbauen will.

Verweise

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Quelle www.motograndprix.de
  2. Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer
  3. Skate the Ring am 18. September 2011!, Homepage des Salzburgringes, abgerufen am 21. September 2011.

47.82265277777813.166433333333Koordinaten: 47° 49′ 22″ N, 13° 9′ 59″ O