Sandra Pires (Sängerin)

Sandra Pires
Sandra Pires mit Mario Berger

Sandra Pires (* 26. August 1969 in Dili, Portugiesisch-Timor) ist eine portugiesisch-österreichische Sängerin.

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Leben

In Portugiesisch-Timor geboren, wo ihr Vater als Fußballtrainer arbeitete, wuchs Sandra Pires bei ihren Großeltern in Portugal auf. Mit 13 Jahren zog sie zu ihren Eltern und drei Geschwistern nach Australien, wohin diese vor dem Bürgerkrieg in Osttimor geflohen waren. Während eines Urlaubes in Europa kam es in Wien zu einem spontanen Auftritt während einer Jamsession, woraufhin der Besitzer des Clubs sie für weitere Auftritte engagierte.

Sie blieb in Wien, heiratete den Tontechniker Bernhard Schedelberger und gründete eine Familie. Tochter Lea kam 2003 zur Welt. Ihr ist das während der Schwangerschaft aufgenommene[1] Album Songs for Lea gewidmet. Schedelberger und Pires trennten sich 2007[2], die Scheidung von Schedelberger erfolgte im November 2010.

Gesangskarriere

Im Alter von 15 Jahren gewann sie den wichtigsten australischen Gesangswettbewerb und sang daraufhin, als 16-jährige, in der Band von Eroll Budell. Seit 1992 absolvierte sie zahlreiche Auftritte in Begleitung von Erwin Kiennast am Klavier. In der Folge wurde ihr ein Plattenvertrag bei BMG angeboten und 1998 erschien ihr erstes Album Sandra Pires.

Pires hat bereits mit verschiedenen namhaften Künstlern zusammengearbeitet, darunter Eros Ramazzotti, Trevor Horn, Wet Wet Wet und Lisa Stansfield. 1999 spielte sie eine Hauptrolle im Musical Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat in Amstetten. Im Jahr 2000 wurde ihr der Amadeus Austrian Music Award in der Sparte „Künstlerin Pop/Rock national“ verliehen. Seit 2005 steht Pires als Maria Trapp in The Sound of Music an der Volksoper Wien auf der Bühne.

Am 21. November 2006 wurde das Album Destino mit live-Aufnahmen von Liedern in portugiesischer Sprache veröffentlicht.

Ende September 2007 reiste Pires zum ersten Mal seit ihrer Kindheit wieder nach Osttimor. Gemeinsam mit dem österreichischen Musiker Franz Alexander Langer gab sie drei Konzerte (zwei in Dili, eines in Baucau) vor 6.800 Besuchern, die auch im Fernsehen übertragen wurden. Dabei sang sie Stücke aus ihrem Destino-Programm, die von Langer für diesen Anlass für Klavierbegleitung adaptiert wurden, in Portugiesisch und Tetum, sowie Lieder aus Sound of Music auf Englisch und Deutsch.

Diskografie

  • Single: Here I Am, 1997 (vergoldete Debütsingle - einzige autorisierte Coverversion von Eros Ramazottis "Adesso Tu")
  • Sandra Pires, 1998
  • Single: How long will it take, 1999
  • Mitwirkung auf: Betlehem 2000 - Hymn of Life, 2001
  • Single: It's Christmas, Sandra Pires & Erwin Kiennast, 2001
  • Soundtrack: Meine Schwester das Biest (She, me & Her), 2002
  • Songs for Lea, 2002
  • Destino, 2006
  • Single: I Feel So Alive, 2008

Fußnoten

  1. Songs for Lea auf der Diskografie-Liste von Sandra Pires
  2. In bester Gesellschaft. News 20/10, S. 115

Weblinks

 Commons: Sandra Pires – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien