Sankt Peter-Freienstein

Sankt Peter-Freienstein
Wappen von Sankt Peter-Freienstein
Sankt Peter-Freienstein (Österreich)
Sankt Peter-Freienstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leoben
Kfz-Kennzeichen: LN
Fläche: 27,3 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 15° 2′ O47.41027777777815.029166666667600Koordinaten: 47° 24′ 37″ N, 15° 1′ 45″ O
Höhe: 600 m ü. A.
Einwohner: 2.417 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 88,53 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8792
Vorwahl: 03842
Gemeindekennziffer: 6 11 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeindegasse 1
8792 Sankt Peter-Freienstein
Website: www.stpfrst.at
Politik
Bürgermeister: Anita Weinkogl (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
8
7
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Sankt Peter-Freienstein im Bezirk Leoben
Eisenerz Gai Hafning bei Trofaiach Hieflau Kalwang Kammern im Liesingtal Kraubath an der Mur Leoben Mautern in Steiermark Niklasdorf Proleb Radmer Sankt Michael in Obersteiermark Sankt Peter-Freienstein Sankt Stefan ob Leoben Traboch Trofaiach Vordernberg Wald am Schoberpaß SteiermarkLage der Gemeinde Sankt Peter-Freienstein im Bezirk Leoben (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Sankt Peter-Freienstein (übliche Schreibweise St. Peter-Freienstein; Abkürzung St. Peter-Frst.) ist eine Marktgemeinde mit 2417 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Leoben in der Obersteiermark und liegt im Vordernbergertal.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegliederung

Die Marktgemeinde Sankt Peter-Freienstein besteht aus folgenden Katastralgemeinden:

  • Sankt Peter-Freienstein
  • Hessenberg
  • Traidersberg
  • Tollinggraben

Geschichte

  • 800 v. Chr.: Urnenfelderzeitliche Siedlung auf dem Kulm (Funde)
  • 600: Einwanderung der Alpenslawen, die das Gebiet "Liubina" nennen.
  • 900: Beginn der Bayernbesiedlung
  • 900 bis 1150: Amtssitz der Grafschaft Leoben im Gebiet des heutigen St. Peter Freienstein
  • 1140: erstmalige Erwähnung des Burggrafen Ortwein in St. Peter
  • 1160: Nennung von St. Peter
  • 1265: urkundliche Erwähnung der "cella sancti petri"
  • 1293: Erwähnung von Truntisperch ob Donawitz (Katastralgemeinde Traidersberg)
  • 1445: St. Peter ist eigenständige Zukirche von Trofaiach
  • 1830 bis 1921: Kohlebergbau im Tollinggraben
  • 1872: Eröffnung der Bahnlinie Leoben-Vordernberg
  • 1874: Errichtung des eigenen Postamtes St. Peter-Freienstein
  • 1885: Erbau des ersten eigenen Rüsthauses in St. Peter-Freienstein
  • 1974: Verleihung des Gemeindewappens
  • 2000: Erhebung zur Marktgemeinde (mit Wirkung 1. Juli 1999)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Maria Freienstein
Wallfahrtskirche Maria Freienstein

Die Wallfahrtskirche Maria Freienstein steht erhöht auf einem Felsplateau über dem Ort St. Peter Freienstein. Sie nimmt genau den Platz ein, an dem sich im späten Mittelalter die Burg Leoben befand. Die Kirche wurde auf den Ruinen der ehemaligen landesfürstlichen Burg gebaut. Nach der Übernahme Karantaniens durch die Baiern bzw. die Franken befand sich das Verwaltungszentrum der Grafschaft „Liupina“ (Leoben) im sogenannten Steinhaus (heute Traidersbergstraße 2), wo später etwa von 1188 bis 1848 der Sitz des Urbaramtes und des Landgerichtes war. Die Burg diente als Schutz und als Fliehburg für das Landgerichtshaus. Burg und Herrschaft wurde in der Folge vom Landesfürsten an ständig wechselnde adelige Dienstleute als Lehen vergeben. Ende des 14. Jahrhunderts übergab der Herzog die Burg ritterlichen Dienstleuten, so auch den Idungspeugern. Diese besaßen auch eine Burg Freienstein in Niederösterreich und nannten die Burg Leoben ebenfalls Freienstein. Der Name Leoben wurde immer mehr nur für die landesfürstliche Stadt Leoben verwendet und kaum mehr für das ganze Tal (heute Vordernbergertal), wie das vorher der Fall war. Im Lauf der Jahrzehnte verlor die Burg an Bedeutung und wurde stark baufällig. Im Jahre 1652 erwarben die Leobner Jesuiten Schloss und Herrschaft und erreichten vom Erzbischof in Salzburg die Genehmigung die Burg in eine Muttergotteskirche umzubauen, was in den Jahren 1661 bis 1663 geschehen ist. Die Einweihung erfolgte 1718. [1] Nach der vorübergehenden Aufhebung des Jesuitenordens im Jahre 1773 kam die Herrschaft Freienstein an den Staat und in der Folge von diesem an private Eigentümer. Die Wallfahrtskirche "Maria Sieben Schmerzen auf Freienstein" kam als Filialkirche zur Pfarre St. Peter und gehört jetzt zum Pfarrverband Trofaiach, St. Peter-Freienstein, Vordernberg. Sie wird vor allem zu den Marienfeiertagen und bei den Wallfahrten besucht, die zwischen Mai und Oktober an jedem 13. stattfinden.

  • Schloss Friedhofen

Soziale Einrichtungen

  • Kindergarten
  • Volksschule
  • Musikschule
  • Kinderfreundeheim
  • Altenheim
  • Arzt- und Zahnarztpraxis

Regelmäßige Veranstaltungen

Industrie

Der größte Arbeitgeber in St. Peter-Freienstein ist die voestalpine Draht Donawitz GmbH. Der Name würde zwar darauf schließen lassen, dass sich dieser Betrieb im Stadtteil Donawitz der Nachbarstadt Leoben befindet, er liegt aber großteils auf dem Gemeindegebiet von St. Peter-Freienstein.

Weitere Betriebe im Gewerbepark St. Peter-Freienstein:

  • Bofrost
  • Cleaning Service
  • Billa
  • Autohaus Laimer
  • Fraiss Personentransporte
  • Mamorwerk Fast

Vereine

  • ASKÖ SC St. Peter (Fußball; derzeit Unterliga Nord B)
  • EV St. Peter (Eisschützenverein; mehrere internationale Titel)
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Musikverein
  • Männergesangsverein
  • Frauensingkreis
  • Krampusverein "Freiensteiner Teifl"
  • Theaterverein Freienstein
  • Dartclub "Checkout"

Städtepartnerschaften

  • Lipót (Ungarn)
  • Hédervár (Ungarn)

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

 Commons: Sankt Peter-Freienstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. Dr. Herwig Ebner “Burgen und Schlösser im Mürztal und Leoben“, 1965 Birkenverlag Wien, S 62ff und S174 ISBN 3-85030-0390